Chrome lädt ungefragt ein 4 GB großes KI-Modell auf Rechner der Nutzer
Wer auf dem lokalen Speicher seines Computers plötzlich eine Menge Platz vermisst, sollte seinen Blick auf Googles Chrome-Browser richten. Denn dieser installiert ohne Rückfragen ein 4 Gigabyte großes KI-Modell auf den Systemen der Nutzer.
Hanff berichtet in seinem Blog, er habe entdeckt, dass Chrome eigenständig eine Datei namens "weights.bin" auf den Rechnern ablegt. Diese gehöre zum Verzeichnis "OptGuideOnDeviceModel" und enthalte die Daten von Gemini Nano, einem lokal laufenden KI-Sprachmodell aus dem Hause Google. Weder erscheine ein Hinweisfenster, noch gebe es eine Option in den Einstellungen, mit denen die Anwender sich gegen diese Installation entscheiden könnten.
Ausgelöst werde der Download automatisch, sobald KI-Funktionen im Browser aktiv sind, was in aktuellen Versionen standardmäßig der Fall sei. Selbst wenn Nutzer die Datei löschen, werde sie laut Hanff erneut heruntergeladen. "Chrome fragt nicht und macht den Vorgang nicht sichtbar", kritisiert er. Die Installation dauere weniger als 15 Minuten und bleibe oft lange unbemerkt, bis Speicherprobleme auftreten.
Auch das Entfernen der Datei sei kompliziert und nicht dokumentiert, so Hanff weiter. Während die Installation ohne Interaktion erfolge, seien mehrere manuelle Schritte nötig, um die Daten wieder loszuwerden:
Bereits zuvor hatte er dem KI-Unternehmen Anthropic vorgeworfen, bei der Installation seiner Software verdeckt Daten abzulegen. Die Dimension bei Chrome sei jedoch deutlich größer, da der Browser weltweit führend ist. Hanff fordert mehr Transparenz und Wahlmöglichkeiten. Eine einfache Abfrage vor dem Download hätte seiner Ansicht nach genügt. Ob Google auf die Kritik reagiert, könnte laut Hanff zeigen, wie ernst es dem Konzern mit verantwortungsvoller KI und Nachhaltigkeit ist.
Download Google Chrome - Schneller und sicherer Browser
Siehe auch:
Entfernung ist nicht einfach
Der Informatiker und Jurist Alexander Hanff hat dieses Problem entdeckt und beschrieben. Aus seiner Sicht hat das Verhalten des Browsers rechtliche und ökologische Folgen. Denn die Google-Software macht sich ohne Zustimmung der Nutzer auf dem Gerät breit und beansprucht durchaus nennenswerte Ressourcen.Hanff berichtet in seinem Blog, er habe entdeckt, dass Chrome eigenständig eine Datei namens "weights.bin" auf den Rechnern ablegt. Diese gehöre zum Verzeichnis "OptGuideOnDeviceModel" und enthalte die Daten von Gemini Nano, einem lokal laufenden KI-Sprachmodell aus dem Hause Google. Weder erscheine ein Hinweisfenster, noch gebe es eine Option in den Einstellungen, mit denen die Anwender sich gegen diese Installation entscheiden könnten.
Ausgelöst werde der Download automatisch, sobald KI-Funktionen im Browser aktiv sind, was in aktuellen Versionen standardmäßig der Fall sei. Selbst wenn Nutzer die Datei löschen, werde sie laut Hanff erneut heruntergeladen. "Chrome fragt nicht und macht den Vorgang nicht sichtbar", kritisiert er. Die Installation dauere weniger als 15 Minuten und bleibe oft lange unbemerkt, bis Speicherprobleme auftreten.
Auch das Entfernen der Datei sei kompliziert und nicht dokumentiert, so Hanff weiter. Während die Installation ohne Interaktion erfolge, seien mehrere manuelle Schritte nötig, um die Daten wieder loszuwerden:
- Windows: Im Registry-Editor muss man zu HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Google\Chrome navigieren und dort das DWORD "GenAILocalFoundationalModelSettings" mit dem Wert 1 anlegen. Anschließend ist ein Neustart des Systems erforderlich.
- MacOS: Hier genügt es, chrome://flags aufzurufen und die Option "Enables Optimization Guide On Device" abzuschalten.
Ressourcen werden verschwendet
Neben möglichen Verstößen gegen Datenschutz- und IT-Recht sieht der Experte auch erhebliche Auswirkungen auf das Klima. Angesichts der weltweiten Verbreitung von Chrome könnten durch einen solchen Massen-Download zwischen 6000 und 60.000 Tonnen CO₂-Äquivalente entstehen. "Das ist der Preis dafür, dass ein Unternehmen entscheidet, ungefragt Milliarden Geräte mit Daten zu versorgen", schreibt Hanff.Bereits zuvor hatte er dem KI-Unternehmen Anthropic vorgeworfen, bei der Installation seiner Software verdeckt Daten abzulegen. Die Dimension bei Chrome sei jedoch deutlich größer, da der Browser weltweit führend ist. Hanff fordert mehr Transparenz und Wahlmöglichkeiten. Eine einfache Abfrage vor dem Download hätte seiner Ansicht nach genügt. Ob Google auf die Kritik reagiert, könnte laut Hanff zeigen, wie ernst es dem Konzern mit verantwortungsvoller KI und Nachhaltigkeit ist.
Download Google Chrome - Schneller und sicherer Browser
Zusammenfassung
- Chrome installiert ungefragt ein 4 GB großes KI-Modell auf Nutzerrechnern
- Alexander Hanff, Informatiker und Jurist, entdeckte das Problem bei Chrome
- Die Datei weights.bin gehört zum Verzeichnis OptGuideOnDeviceModel
- Es gibt keine Hinweisfenster und keine Möglichkeit, die Installation abzulehnen
- Der Download startet automatisch bei aktiven KI-Funktionen im Browser
- Selbst nach dem Löschen wird die Datei erneut heruntergeladen
- Die Schätzung liegt bei 6000 bis 60000 Tonnen CO₂-Äquivalente weltweit
Siehe auch:
Thema:
Aktuelle Chrome-Downloads
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