Booking.com gehackt: Diese sensiblen Kundendaten sind betroffen

Ein schweres Datenleck bei der Reiseplattform Booking.com betrifft unzählige Nutzer weltweit. Hacker haben Zugriff auf sensible Hotelreservierungen erlangt und nutzen das Material bereits aktiv für gezielte Betrugsversuche über WhatsApp aus.
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Datenbanken von Hackern infiltriert

Nutzer der weltweit agierenden Reiseplattform Booking.com sind von einem schwerwiegenden Datenleck betroffen. Unbekannte Angreifer haben sich vor einigen Tagen unbefugten Zugriff auf die internen Systeme verschafft und dabei sensible Informationen zu Hotelreservierungen erbeutet. Das Unternehmen hat den Vorfall offiziell bestätigt und erste Schutzmaßnahmen für betroffene Konten eingeleitet. Die genaue Anzahl der kompromittierten Datensätze sowie die exakte Vorgehensweise der Täter bleiben bislang unklar.

Die Täter konnten eine Vielzahl an persönlichen Informationen der Reisenden abgreifen. Zu den abgegriffenen Daten gehören laut offiziellen Angaben:

  • Vollständige Namen der Gäste
  • E-Mail-Adressen und Telefonnummern
  • Spezifische Buchungsdetails
  • Chatverläufe mit den Unterkünften

Zahlungsinformationen wie Kreditkartennummern oder Bankdaten sind nach aktuellem Kenntnisstand nicht betroffen. Dennoch bietet das Material eine gefährliche Grundlage für Betrugsversuche, die sich auch bereits stark gehäuft haben.


Betrüger nutzen erbeutete Daten

Die Konsequenzen des Vorfalls sind für viele Anwender entsprechend bereits im Alltag spürbar. Wie TechCrunch berichtet, nutzen Kriminelle das gestohlene Material aktiv für zielgerichtete Phishing-Angriffe. Reisende melden vermehrt betrügerische Anrufe, E-Mails sowie Nachrichten über den Messenger WhatsApp. Dabei geben sich die Täter als Mitarbeiter von Hotels oder Reisebüros aus, um an weitere Daten zu gelangen.

Um weiteren Schaden abzuwenden, hat das niederländische Unternehmen umgehend reagiert. Die Plattform hat die Sicherheits-PINs für alle betroffenen bestehenden und vergangenen Reservierungen zwangsweise zurückgesetzt. Anwender erhalten derzeit entsprechende Benachrichtigungen per E-Mail, in denen sie über die neuen Zugangsdaten informiert werden. Der Konzern rät dringend dazu, bei unaufgeforderten Kontaktaufnahmen durch angebliche Unterkünfte höchste Vorsicht walten zu lassen. Links in verdächtigen Nachrichten sollten auf keinen Fall angeklickt werden.

Kritik am Vorgehen des Reisevermittlers

Trotz der ergriffenen Maßnahmen gibt es Kritik am Vorgehen des Reisevermittlers. Nutzer bemängeln, dass die Warnungen ausschließlich per E-Mail verschickt wurden und entsprechende Hinweise in der offiziellen App komplett fehlen. Das führt zu Verunsicherung bezüglich der Echtheit der Nachrichten.

Zudem werfen einige Anwender dem Portal vor, das Ausmaß des Lecks aus Gründen der Schadensbegrenzung herunterzuspielen. Die späte Information der Betroffenen steht ebenfalls im Zentrum der Kritik. Experten raten Nutzern nun, ihre Zugangsdaten präventiv zu ändern und verstärkt auf verdächtige Aktivitäten zu achten.

Update: In einer früheren Version dieses Artikels stand, dass auch Postadressen abgegriffen worden seien. Laut Booking.com war das nicht der Fall, wir haben das korrigiert.

Statement von Booking.com dazu: "Bei Booking.com haben die Sicherheit und der Schutz der Daten unserer Gäste höchste Priorität. Wir haben kürzlich verdächtige Aktivitäten festgestellt, bei denen unbefugte Dritte Zugriff auf Buchungsinformationen von einigen unserer Gäste erlangt haben.

Sobald wir diese Aktivitäten entdeckt hatten, haben wir umgehend Maßnahmen ergriffen, um das Problem einzudämmen. Wir haben die PIN-Nummern für diese Reservierungen aktualisiert und unsere Gäste informiert.



Wir können zudem bestätigen, dass Postanschriften von Kunden NICHT betroffen sind. Es wurde möglichweise auf E-Mail-Adressen zugegriffen, die mit Buchungen in Zusammenhang stehen, nicht jedoch auf Postanschriften."


Seid ihr von dem Datenleck bei Booking.com betroffen und habt verdächtige Nachrichten erhalten? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren und lasst uns wissen, wie ihr das Vorgehen bewertet!

Zusammenfassung
  • Unbekannte Angreifer drangen in die internen Systeme von Booking.com ein
  • Sensible Gästedaten wie Namen und Chatverläufe wurden erbeutet
  • Zahlungsdaten wie Kreditkartennummern sind nach aktuellem Stand sicher
  • Kriminelle nutzen die Informationen nun für gezielte Phishing-Angriffe
  • Das Unternehmen setzte als Reaktion alle betroffenen Buchungs-PINs zurück
  • Betroffene kritisieren die späte Information sowie fehlende App-Warnungen
  • Experten raten zur Änderung von Zugangsdaten und erhöhter Aufmerksamkeit

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