Iranische Hacker knacken privates Gmail-Konto von Trumps FBI-Chef

Einer dem Iran zugeordneten Gruppe von Online-Angreifern ist es gelungen, sich Zugriff auf ein von FBI-Direktor Kash Patel privat genutztes E-Mail-Konto zu verschaffen. Die Hacker veröffentlichten ein Backup, das Mails und Fotos des Leiters der US-Bundespolizei enthält.
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Gmail-Daten von Patel aus den Jahren 2010 bis 2019 geleakt

Die Hackergruppe Handala Hack Team hat nach eigenen Angaben einen erfolgreichen Angriff auf das E-Mail-Konto des durch den US-Präsidenten nach seinem erneuten Amtsantritt zum Chef des Federal Bureau of Investigation (FBI) ernannten Kash Patel verübt. Die Gruppe bezeichnet ihren Angriff als Teil von Racheaktionen wegen der Angriffe auf den Iran durch die USA und Israel.

Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters handelt es sich um ein Gmail-Konto, das Patel privat nutzte. Mittlerweile hat das US-Justizministerium den erfolgreichen Angriff der iranischen Hacker bestätigt, bezeichnete die von ihnen dabei abgegriffenen Inhalte aber als "historisch" und verwies darauf, dass keinerlei Regierungsinformationen darunter sein sollen.

Gut ein Gigabyte an Daten entwendet & veröffentlicht

Auf ihrer Website ließ die Handala-Gruppe verlauten, dass man mit dem Angriff demonstriert habe, dass die Sicherheitsmaßnahmen des FBI "nicht mehr als ein Witz" seien. Vor einigen Wochen hatte das US-Justizministerium die Website der Gruppe offline nehmen lassen, nachdem sie die Verantwortung für eine Reihe anderer Attacken übernommen hatte.

Die Gruppierung "Handala" wird von westlichen Sicherheitsexperten mutmaßlich als eine Art Tarnung von durch die iranischen Geheimdienste beauftragten Hackern eingestuft. Die Gruppe selbst bezeichnet sich als "treue Gefolgsleute" des obersten Führers Khamenei.

Über Konten in den sozialen Medien veröffentlichten die Angreifer eine Reihe von Fotos, die den FBI-Chef in verschiedenen Situationen seines Privatlebens zeigen. Auf verschiedenen Kanälen wird bereits ein 1,1 Gigabyte großes Archiv verbreitet, das Dokumente, Fotos und E-Mails aus dem Hack enthält. Der Großteil der Inhalte stammt allerdings aus den Jahren 2010 bis 2019.

Google hat sich als Betreiber von Gmail zu dem Vorfall bisher noch nicht geäußert.

Zusammenfassung
  • Iranische Hackergruppe knackte privates Gmail-Konto von FBI-Chef Patel
  • Das Handala Hack Team veröffentlichte E-Mails und Fotos des FBI-Chefs
  • Die Gruppe bezeichnet den Angriff als Racheaktion gegen die USA und Israel
  • Das US-Justizministerium bestätigte den Hack, nannte Inhalte historisch
  • Westliche Experten stufen Handala als Tarnung iranischer Geheimdienste ein
  • Ein Archiv von 1,1 Gigabyte mit Dokumenten und Fotos wird bereits verbreitet
  • Der Großteil der erbeuteten Inhalte stammt aus den Jahren 2010 bis 2019

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