Käufer erhält Waschmittel statt RTX 5090:
Amazon sieht kein Problem
Ein Kunde bestellte bei Amazon eine RTX 5090, erhielt in seinem Paket jedoch nur eine Packung Waschmittel. Der Versandhändler verweigert dem Käufer bislang jegliche Rückerstattung. Das Produkt sei korrekt und vollständig geliefert worden.
Die RTX 5090 ist derzeit das Spitzenmodell unter den Nvidia-Grafikkarten und wegen der hohen Nachfrage sowie geringen Verfügbarkeit ein häufiges Ziel für Kriminelle. Die Sendung des betroffenen Käufers traf am 14. März 2026 ein. Während die äußere Versandtasche von Amazon, worüber der Verkauf abgewickelt wurde, völlig unversehrt wirkte, zeigte sich beim Öffnen der eigentlichen Produktverpackung das Problem.
Die Siegel waren durchtrennt und mit Klebeband überklebt. Im Inneren befand sich keine Grafikkarte mit 32 Gigabyte Speicher, sondern eine Packung des Waschmittels der Marke Ghadi mit exakt einem Kilogramm Inhalt. Derartige Gewichte werden von Tätern oft genutzt, um automatisierte Waagen in den Logistikzentren zu täuschen.
In der ramponierten Verpackung fand sich nur 1 kg Waschmittel
Trotz dieser starken Indizien und eines Auspack-Videos beharrt der Kundenservice von Amazon darauf, dass das korrekte Produkt versendet wurde. Nach einer achttägigen Untersuchung schloss der Versandriese den Fall ab. Die endgültige Absage per E-Mail erfolgte nur 15 Minuten, nachdem der Kunde aufgrund der Verzögerungen rechtliche Schritte vor einem Verbrauchergericht angekündigt hatte.
Die genannten Details deuten auf organisierte Kriminalität, Betrug und sogar Steuerhinterziehung hin. Dennoch weigert sich Amazon bislang, den Schaden zu regulieren, obwohl oder vielleicht gerade weil das Unternehmen in diesem Fall selbst für die Logistik verantwortlich war. Der Geschädigte will nun weitere Schritte einleiten.
Würdet ihr bei solch teuren Komponenten noch dem Versandhandel vertrauen? Oder kauft ihr grundsätzlich nur noch im Ladengeschäft ein? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!
Siehe auch:
Teures Erwachen nach Grafikkarten-Kauf
Wer aktuell Hardware über Online-Händler kauft, sollte vorsichtig sein. Selbst bei Einkäufen über renommierte Plattformen häufen sich die Betrugsfälle. Vor allem bei teuren Komponenten wie CPUs und Grafikkarten wird manipuliert. Für einen Kunden, der jetzt eine Gigabyte GeForce RTX 5090 Windforce OC bei einem Händler über Amazon erwarb, endete der Kauf in einem großen finanziellen Verlust. Statt der erwarteten Grafikkarte im Wert von rund 3.900 Euro fand der Käufer nur einen Beutel Waschpulver im Paket.Die RTX 5090 ist derzeit das Spitzenmodell unter den Nvidia-Grafikkarten und wegen der hohen Nachfrage sowie geringen Verfügbarkeit ein häufiges Ziel für Kriminelle. Die Sendung des betroffenen Käufers traf am 14. März 2026 ein. Während die äußere Versandtasche von Amazon, worüber der Verkauf abgewickelt wurde, völlig unversehrt wirkte, zeigte sich beim Öffnen der eigentlichen Produktverpackung das Problem.
Die Siegel waren durchtrennt und mit Klebeband überklebt. Im Inneren befand sich keine Grafikkarte mit 32 Gigabyte Speicher, sondern eine Packung des Waschmittels der Marke Ghadi mit exakt einem Kilogramm Inhalt. Derartige Gewichte werden von Tätern oft genutzt, um automatisierte Waagen in den Logistikzentren zu täuschen.
Gewichtsangabe entlarvt den Betrug
Wie der Nutzer void_SW auf Reddit berichtet, der den Fall für einen Freund öffentlich machte, ist jedoch genau das offizielle Versandgewicht auf dem Label des Logistikdienstleisters das wichtigste Indiz für den Betrug. Dort sind exakt 1,56 Kilogramm vermerkt. Das entspricht präzise dem Gewicht des Waschmittels inklusive Verpackungsmaterial. Eine originale RTX 5090 samt massivem Kühlsystem wiegt hingegen zwischen zwei und drei Kilogramm. Der Austausch des Paketinhalts war also schon vollzogen, bevor das Paket die Versandeinrichtung verließ.
In der ramponierten Verpackung fand sich nur 1 kg Waschmittel
Trotz dieser starken Indizien und eines Auspack-Videos beharrt der Kundenservice von Amazon darauf, dass das korrekte Produkt versendet wurde. Nach einer achttägigen Untersuchung schloss der Versandriese den Fall ab. Die endgültige Absage per E-Mail erfolgte nur 15 Minuten, nachdem der Kunde aufgrund der Verzögerungen rechtliche Schritte vor einem Verbrauchergericht angekündigt hatte.
Gefälschte Barcodes und falsche Namen
Der Fall zeigt tiefergehende Probleme mit Händlerstrukturen auf. Der Verkäufer der RTX 5090 wurde auf Amazon als "Fab World Point" gelistet, die Rechnung lief jedoch auf den Namen "Mohd Khalid". Zudem klebte auf der Verpackung ein gefälschter Barcode. Die Rechnung wies null Prozent Steuern aus, obwohl für Computerkomponenten in der Region 18 Prozent üblich sind.Die genannten Details deuten auf organisierte Kriminalität, Betrug und sogar Steuerhinterziehung hin. Dennoch weigert sich Amazon bislang, den Schaden zu regulieren, obwohl oder vielleicht gerade weil das Unternehmen in diesem Fall selbst für die Logistik verantwortlich war. Der Geschädigte will nun weitere Schritte einleiten.
Würdet ihr bei solch teuren Komponenten noch dem Versandhandel vertrauen? Oder kauft ihr grundsätzlich nur noch im Ladengeschäft ein? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!
Zusammenfassung
- Kunde erhält statt RTX 5090 nur Waschmittel von Amazon
- Die Grafikkarte ist rund 3.900 Euro wert, das Geld ist weg
- Siegel der Produktverpackung waren durchtrennt und überklebt worden
- Der Verkäufer wies null Prozent Steuern auf seiner Rechnung aus
- Das Versandgewicht von 1,56 Kilogramm beweist Unregelmäßigkeiten
- Amazon verweigert trotz starker Indizien jegliche Rückerstattung
Siehe auch:
- CPU-Retourenbetrug: Amazon verkauft manipulierte Ware "wie neu"
- Amazon-Betrug mit RTX 5090: Teure Lektion für 42 gutgläubige Käufer
- Brother Toner-Betrug auf Amazon: Gericht verurteilt Fälscher-Netzwerk
- Speicher-Betrug: Amazon verkauft Kunden gefälschten DDR5-RAM
- "Dreiecksbetrug": Ehrlichen Amazon-Kunden drohen Strafanzeigen
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