Zwei Windows 11-Start-Buttons:
Microsoft blamiert sich mit KI-Bildern

Microsoft nutzt für Anleitungen im Hilfebereich von Windows 11 neuerdings Bilder, die von der hauseigenen KI Copilot generiert wurden. Statt hilfreicher Screenshots sehen Nutzer dort jedoch fehlerhafte Grafiken mit doppelten Start-Buttons.
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KI-Fehler in Windows-Anleitungen

Microsoft integriert künstliche Intelligenz zunehmend in das Ökosystem von Windows 11 - und nicht nur dort. Denn nun fiel Windows Latest auf, dass der Konzern im eigenen Hilfebereich Windows Learning Center verstärkt auf künstlich generierte Illustrationen setzt. Anstatt echte Screenshots oder professionelle Fotos zu verwenden, kommen Grafiken zum Einsatz, die bei Anwendern für Verwirrung sorgen und schlichtweg als peinlich bezeichnet werden können.

Besonders auffällig ist ein Bild in einer Anleitung zur Nutzung der Taskleiste. Die von der hauseigenen Software Copilot erstellte Grafik zeigt eine Desktop-Oberfläche, auf der gleich zwei Start-Buttons nebeneinander zu sehen sind. Für Einsteiger stellt das ein potenzielles Hindernis dar, da die Darstellung nicht der Realität des Betriebssystems entspricht. KI-Slop bei Hilfe-Artikeln von MicrosoftWelches Startmenü hätten's gern? Das Linke oder das in der Mitte? TweakTown sind weitere KI-Bilder aufgefallen: In einem Guide zum Anschluss von Gamepads generierte die Software beispielsweise ein Paar, das vor einem Fernseher sitzt. Dabei spielen die beiden augenscheinlich auf einer PlayStation 4 von Sony und halten entsprechende Controller in den Händen.

Dass Microsoft als Hersteller der Xbox Konkurrenzprodukte in den eigenen Anleitungen abbildet, wirkt unfreiwillig komisch. Das zeugt von mangelnder redaktioneller Kontrolle. Ein weiteres Beispiel findet sich in einem Artikel über das Programm Snipping Tool. Anstatt die Benutzeroberfläche des Werkzeugs zu zeigen, präsentiert der Text lediglich eine generische Person vor einem Laptop. KI-Slop bei Hilfe-Artikeln von MicrosoftAch Schatz, ist unsere XboxStation nicht toll?

Halluzinationen bei Screenshots

Microsoft kennzeichnet die Bilder zwar transparent mit dem Hinweis "AI Art Created via Copilot", doch die inhaltliche Diskrepanz bleibt aber bestehen. In einem anderen Fall blickt eine dargestellte Spielerin vom Bildschirm weg, während sie angeblich in ein Spiel vertieft ist. Eine solche physisch unlogische Darstellung ist typisch für derzeitige Bildgeneratoren. KI-Slop bei Hilfe-Artikeln von MicrosoftIn Wirklichkeit spiele ich auf einem TV, der im anderen Zimmer ist Die Verwendung der generierten Grafiken geschieht vor dem Hintergrund einer wachsenden Skepsis gegenüber der Integration von Automatisierung in Verbraucherprodukte. Microsoft hatte erst kürzlich Pläne zurückgefahren, Copilot tiefer in die Einstellungen von Windows 11 zu integrieren. Die Entwickler wollten das Betriebssystem nicht überfrachten.

Dennoch scheint das Marketing- und Support-Team bestrebt zu sein, die Bildgenerierungsfunktionen prominent zu platzieren. Die fehlerhafte Darstellung von Benutzeroberflächen untergräbt jedoch den primären Zweck einer Anleitung. Wenn Hilfstexte Dinge zeigen, die auf dem Bildschirm des Nutzers nicht existieren, sinkt das Vertrauen in die offizielle Dokumentation.

Microsoft hat bislang nicht offiziell auf die Kritik reagiert. Es bleibt abzuwarten, ob die Redakteure die betroffenen Bilder durch korrekte Screenshots des Systems ersetzen werden - wenn es denn überhaupt noch Menschen gibt, die diese Artikel kontrollieren.

Sind euch derartige Fehler in Anleitungen auch schon aufgefallen? Schreibt uns eure Beobachtungen gerne unten in die Kommentare. Wir sind gespannt auf eure Meinung zum Einsatz von generierten Bildern.

Zusammenfassung
  • Microsoft nutzt KI-generierte Bilder im Hilfebereich von Windows 11
  • Copilot-Grafiken zeigen fehlerhafte Inhalte wie doppelte Start-Buttons
  • Einsteiger werden durch unrealistische Darstellungen leicht verwirrt
  • In einem Guide werden versehentlich PlayStation-Controller von Sony gezeigt
  • Die Bilder werden zwar als KI-generiert gekennzeichnet, bleiben fehlerhaft
  • Microsofts redaktionelle Kontrolle bei KI-Inhalten wirkt stark mangelhaft
  • Es ist unklar, ob die fehlerhaften Bilder durch Screenshots ersetzt werden

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