China: Geldstrafen, wenn Bürger in Bus & Bahn mit Handy-Lärm stören

Einwohner der chinesischen Metropole Guangzhou riskieren künftig Geldstrafen in Höhe von umgerechnet bis zu 130 Euro, wenn sie in öffentlichen Verkehrsmitteln Musik oder Videos von ihren Smartphones mit hoher Lautstärke abspielen.
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    Wer nicht leise scrollt, bekommt auf den Deckel

    In der Millionenstadt Guangzhou könnten den Fahrgästen in Bussen und Bahnen künftig empfindliche Geldstrafen drohen, wenn sie andere Fahrgäste mit Lärm von ihren Smartphones belästigen. Die Behörden haben neue Regelungen zur Debatte gestellt, laut denen Geldstrafen zwischen 200 und 1000 Yuan fällig werden könnten, was umgerechnet aktuell gut 25 bis 130 Euro entspricht.

    Die neuen Regelungen sehen vor, dass die Wiedergabe von Musik oder anderen Audioinhalten über Smartphones, Tablets oder andere mobile elektronische Geräte in Bussen, Bahnen oder an Bahnhöfen und Stationen grundsätzlich untersagt werden soll. Verstößt ein Passagier gegen diese Vorgabe, ist es den Mitarbeitern der jeweiligen Verkehrsanbieter gestattet, die Personen zur Unterlassung aufzufordern.

    Strafe erst bei Widerstand

    Halten sich die Fahrgäste auch dann nicht an die Zurechtweisung, soll es den Behörden gestattet sein, das Verhalten zu bestrafen oder eine Belehrung vorzunehmen, aber auch Strafen in Höhe von 200 bis 1000 Yuan zu verhängen. Außerdem können Mitarbeiter der Verkehrsunternehmen die Polizei hinzuziehen, heißt es in einem Bericht des chinesischen Portals MyDrivers.

    Noch sind die neuen Vorgaben zur Unterdrückung von Lärm in der Öffentlichkeit nicht bindend, heißt es weiter. Aktuell wurden die Regelungen über eine Website veröffentlicht, um so Rückmeldungen der Öffentlichkeit einzuholen. Ob und wann die Umsetzung der neuen Lärmschutzmaßnahmen auch tatsächlich in Kraft treten soll, ist bisher noch unklar.

    Die neuen Vorgaben gegen Handy-Lärm in öffentlichen Verkehrsmitteln sind Teil eines größeren Maßnahmenpakets, mit dem man gegen Lärm vorgehen will. Dieses sieht unter anderem vor, dass Bürger über eine Hotline der Stadtregierung Beschwerden über Lärmbelästigung melden können, woraufhin die zuständigen Behörden innerhalb von zwei Stunden Mitarbeiter entsenden müssen, die dagegen vorgehen sollen.

    Zusammenfassung
    • Guangzhou plant Strafen gegen lauten Handylärm in Bussen und Bahnen
    • Audioinhalte auf Mobilgeräten sollen im Nahverkehr verboten werden
    • Fahrgästen drohen bei Verstößen Bußgelder zwischen 25 und 130 Euro
    • Personal soll Passagiere zunächst ermahnen und belehren dürfen
    • Bei Uneinsichtigkeit kann künftig auch die Polizei einschreiten
    • Geplante Maßnahmen sind Teil eines größeren Lärmschutzkonzepts

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