Prognose: Bald keine günstigen PCs mehr - KI-Boom killt Budget-Geräte
Günstige Computer könnten bald Geschichte sein. Neue Analysen zeigen, dass die steigenden Speicherpreise durch den KI-Boom das Aus für Einsteiger-PCs bedeuten dürften. Bis 2028 soll Schluss sein mit Geräten unter 500 Dollar.
Die Preise für essenzielle Bauteile wie DRAM-Arbeitsspeicher und SSD-Flash-Speicher ziehen derzeit massiv an. Prognosen gehen von einem Preisanstieg dieser Komponenten um bis zu 130 Prozent bis Ende 2026 aus. Das treibt die Gesamtkosten für Computer im Durchschnitt um etwa 17 Prozent in die Höhe. Während der Speicher im Jahr 2025 noch rund 16 Prozent der Materialkosten eines Computers ausmachte, wird dieser Anteil laut aktuellen Berechnungen einiger großer Hersteller wie HP bald auf über ein Drittel der Gesamtkosten steigen.
Wie das Analysehaus Gartner in einer aktuellen Untersuchung darlegt, können Hersteller diese Mehrkosten bei Budget-Geräten mit geringen Gewinnspannen nicht mehr auffangen. Ranjit Atwal, Analyst bei Gartner, erklärte, dass die Sparte der Einstiegs-Laptops wirtschaftlich untragbar werde. Die logische Konsequenz sei das Verschwinden des gesamten Segments an Geräten unter 500 Dollar.
Gartner korrigierte aufgrund dieser Engpässe auch die Prognose für die Verbreitung von KI-PCs. So werde die Marke von 50 Prozent Marktanteil wohl erst 2028 erreicht. Für Endanwender und Unternehmen hat diese Entwicklung spürbare Konsequenzen, die über den reinen Kaufpreis hinausgehen. So dürften Verbraucher ihre Geräte deutlich länger nutzen, bevor eine Neuanschaffung erfolgt. Ältere Hardware erhält jedoch oft keine Updates mehr, was die Anfälligkeit für Sicherheitsbedrohungen erhöht. Ob Hersteller mit einer Ausweitung der Update-Garantien reagieren, bleibt noch abzuwarten.
Seid ihr bereit, für euren nächsten PC deutlich tiefer in die Tasche zu greifen, oder setzt ihr künftig auf gebrauchte Hardware? Schreibt uns eure Strategie in die Kommentare!
Siehe auch:
Ende der Budget-Computer
Wer aktuell einen günstigen Rechner für Büroarbeiten oder das Surfen im Internet sucht, muss sich auf deutlich höhere Ausgaben einstellen. Ähnlich wie auch bei Smartphones soll bis zum Jahr 2028 das Marktsegment der günstigen Einstiegs-PCs voraussichtlich vollständig verschwinden. Der Grund dafür sind explodierende Kosten für Hardware-Komponenten, die die Hersteller dazu zwingen, ihre Preisgestaltung grundlegend zu ändern und preiswerte Modelle ersatzlos aus dem Sortiment zu streichen.Die Preise für essenzielle Bauteile wie DRAM-Arbeitsspeicher und SSD-Flash-Speicher ziehen derzeit massiv an. Prognosen gehen von einem Preisanstieg dieser Komponenten um bis zu 130 Prozent bis Ende 2026 aus. Das treibt die Gesamtkosten für Computer im Durchschnitt um etwa 17 Prozent in die Höhe. Während der Speicher im Jahr 2025 noch rund 16 Prozent der Materialkosten eines Computers ausmachte, wird dieser Anteil laut aktuellen Berechnungen einiger großer Hersteller wie HP bald auf über ein Drittel der Gesamtkosten steigen.
Wie das Analysehaus Gartner in einer aktuellen Untersuchung darlegt, können Hersteller diese Mehrkosten bei Budget-Geräten mit geringen Gewinnspannen nicht mehr auffangen. Ranjit Atwal, Analyst bei Gartner, erklärte, dass die Sparte der Einstiegs-Laptops wirtschaftlich untragbar werde. Die logische Konsequenz sei das Verschwinden des gesamten Segments an Geräten unter 500 Dollar.
Speichermangel durch Serverbedarf
Der Treiber dieser Entwicklung ist der anhaltende Boom rund um künstliche Intelligenz. Der Aufbau riesiger Rechenzentren für KI-Modelle verschlingt weltweit enorme Mengen an Speicherchips. Die Hersteller priorisieren die Produktion von hochpreisigem Server-DRAM und HBM (High Bandwidth Memory), was zu einer Verknappung von Standardspeicher für Endverbraucher führt. Gleichzeitig benötigen moderne "AI PCs" mehr lokalen Speicher für ihre Rechenoperationen, was die Hardware zusätzlich verteuert.Gartner korrigierte aufgrund dieser Engpässe auch die Prognose für die Verbreitung von KI-PCs. So werde die Marke von 50 Prozent Marktanteil wohl erst 2028 erreicht. Für Endanwender und Unternehmen hat diese Entwicklung spürbare Konsequenzen, die über den reinen Kaufpreis hinausgehen. So dürften Verbraucher ihre Geräte deutlich länger nutzen, bevor eine Neuanschaffung erfolgt. Ältere Hardware erhält jedoch oft keine Updates mehr, was die Anfälligkeit für Sicherheitsbedrohungen erhöht. Ob Hersteller mit einer Ausweitung der Update-Garantien reagieren, bleibt noch abzuwarten.
Mehr Premium, weniger Budget
Die Hersteller reagieren zunächst auf den Kostendruck, indem sie sich verstärkt auf das Premium-Segment konzentrieren, wo die Margen stabil genug bleiben, um die teureren Komponenten zu finanzieren. Für preissensible Käufer bedeutet das jedoch, dass günstige Alternativen zunehmend rar werden und oft womöglich nur noch der Griff zu Gebrauchtware oder generalüberholten Geräten als Ausweg bleibt.Seid ihr bereit, für euren nächsten PC deutlich tiefer in die Tasche zu greifen, oder setzt ihr künftig auf gebrauchte Hardware? Schreibt uns eure Strategie in die Kommentare!
Zusammenfassung
- Einsteiger-PCs unter 500 Dollar sollen bis 2028 komplett verschwinden
- Preise für DRAM und SSD-Speicher könnten bis Ende 2026 um 130 % steigen
- Der KI-Boom verschlingt weltweit enorme Mengen an Speicherchips
- Hersteller priorisieren hochpreisigen Server-DRAM statt Standardspeicher
- Gesamtkosten für Computer steigen im Durchschnitt um etwa 17 Prozent
- Verbraucher werden ihre Geräte künftig deutlich länger nutzen müssen
- Gebrauchte oder generalüberholte Geräte könnten zur Alternative werden
Siehe auch:
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