Speicherkrise: Nvidia lässt Grafikkartenhersteller um VRAM kämpfen
Add-In-Card-Partner von Nvidia, welche Nvidia-Grafikchips auf fertigen Grafikkarten vertreiben, müssen den Grafikspeicher für ihre Produkte offenbar künftig selbst einkaufen, statt ihn im Paket zu erwerben. Eine Folge der Speicherkrise, die kleine Anbieter gefährdet.
Bisher war es üblich, dass Nvidia seine Grafikchips immer in Verbindung mit einer festgelegten Menge dazu passendem VRAM lieferte. Wer also als Board-Partner zum Beispiel eine Nvidia GeForce RTX 5090 bauen wollte, bekam neben dem Grafikchip auch noch 32 Gigabyte GDDR7-Speicher dazu geliefert. Weil wie im Fall von Flash-Speicher mittlerweile auch bei DRAM-Speicher wie GDDR7 massive Engpässe entstanden sind, steigen auch hier die Preise und die Speicherdistributoren verkaufen praktisch zum Tagespreis an den Höchstbietenden, wenn überhaupt Bestände vorhanden sind.
Im Wettbewerb hängt es nunmehr vor allem davon ab, wie gut die Beziehungen der verschiedenen Grafikkartenanbieter zu den Speicherlieferanten sind. ASUS, Gigabyte, MSI und andere große PC-Hersteller, die auch Grafikkarten vertreiben, könnten dabei aufgrund ihrer ohnehin bestehenden Verträge mit den Speicherherstellern Vorteile gegenüber kleineren Anbietern haben. Für die Endkunden dürfte sich die Gefahr einer erneuten Verknappung bei Grafikkarten und damit wieder das Risiko steigender Preise ergeben.
Ohnehin ziehen die Komponentenpreise derzeit stark an, wobei dahinter, wie schon vielfach berichtet, vor allem der durch den KI-Wahn der großen Technologiekonzerne befeuerte schnelle Ausbau der Kapazitäten von Rechenzentren steckt. Nvidia verdient unterdessen an allen Fronten mit - und sei es dadurch, dass man KI-Anbietern wie OpenAI oder auch Microsoft die Hardware und auf der anderen Seite die damit ausgestatteten RZ-Kapazitäten verkauft.
Siehe auch:
Keine Bündelung von Grafikchips und Speicher mehr
Während Nvidia mit seinen KI-Chips einen kaum noch zu überschauenden Boom erlebt, bleiben die Kunden aus dem Markt für PC-Grafikkarten zunehmend auf der Strecke. Weil selbst Nvidia - also das Unternehmen, welches im Grunde für den kapitalen Run auf seine KI-GPUs die Speicherkrise mit verursacht - nicht mehr in der Lage zu sein scheint, Grafikspeicher zu stabilen Preisen und in ausreichenden Mengen zu beschaffen, will man diese Aufgabe offenbar auf die AIB-Partner abwälzen.Bisher war es üblich, dass Nvidia seine Grafikchips immer in Verbindung mit einer festgelegten Menge dazu passendem VRAM lieferte. Wer also als Board-Partner zum Beispiel eine Nvidia GeForce RTX 5090 bauen wollte, bekam neben dem Grafikchip auch noch 32 Gigabyte GDDR7-Speicher dazu geliefert. Weil wie im Fall von Flash-Speicher mittlerweile auch bei DRAM-Speicher wie GDDR7 massive Engpässe entstanden sind, steigen auch hier die Preise und die Speicherdistributoren verkaufen praktisch zum Tagespreis an den Höchstbietenden, wenn überhaupt Bestände vorhanden sind.
Kleinere Anbieter haben schlechte Karten
Laut einem bekannten Branchen-Insider bei Weibo ändert Nvidia deshalb seine Vertriebsmethoden. Die Board-Partner bekommen nur noch den Grafikchip geliefert, während sie selbst den benötigten Grafikspeicher besorgen müssen, um dann ihre Grafikkarten damit zu bestücken. Für die Grafikkartenhersteller ergibt sich nun also der Zwang, im Ringen um die knappen Bestände zu bestehen, wobei sie selbst mit den Speicherherstellern wie Samsung oder Micron verhandeln müssen.Im Wettbewerb hängt es nunmehr vor allem davon ab, wie gut die Beziehungen der verschiedenen Grafikkartenanbieter zu den Speicherlieferanten sind. ASUS, Gigabyte, MSI und andere große PC-Hersteller, die auch Grafikkarten vertreiben, könnten dabei aufgrund ihrer ohnehin bestehenden Verträge mit den Speicherherstellern Vorteile gegenüber kleineren Anbietern haben. Für die Endkunden dürfte sich die Gefahr einer erneuten Verknappung bei Grafikkarten und damit wieder das Risiko steigender Preise ergeben.
Ohnehin ziehen die Komponentenpreise derzeit stark an, wobei dahinter, wie schon vielfach berichtet, vor allem der durch den KI-Wahn der großen Technologiekonzerne befeuerte schnelle Ausbau der Kapazitäten von Rechenzentren steckt. Nvidia verdient unterdessen an allen Fronten mit - und sei es dadurch, dass man KI-Anbietern wie OpenAI oder auch Microsoft die Hardware und auf der anderen Seite die damit ausgestatteten RZ-Kapazitäten verkauft.
Zusammenfassung
- Nvidia überträgt Speichereinkauf für Grafikkarten an AIB-Partner
- Bisher lieferte Nvidia Grafikchips zusammen mit passendem VRAM
- Speicherkrise führt zu Engpässen und steigenden Preisen bei GDDR7
- Große Hersteller wie ASUS und MSI könnten Vorteile beim Speicherkauf haben
- Kleinere Grafikkartenhersteller geraten durch die neue Regelung unter Druck
- Endkunden müssen mit Verknappung und höheren Preisen bei Grafikkarten rechnen
- KI-Boom in Rechenzentren verschärft die Krise auf dem Komponentenmarkt
Siehe auch:
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