Elon Musk sauer: Andere Hersteller wollen Teslas Full Self-Driving nicht
Elon Musk gibt zu: Etablierte Autohersteller lehnen die Lizenzierung von Teslas Full Self-Driving ab. Der CEO nennt unmögliche Anforderungen als Grund, doch Experten vermuten dahinter primär die ungeklärte Haftungsfrage bei der Software.
Die etablierten Autokonzerne scheuen die Integration der Tesla-Lösung nicht grundlos. Wenn Wettbewerber überhaupt Interesse signalisierten, dann nur für winzige Pilotprogramme, die erst in Jahren starten würden. Zudem stellten sie Bedingungen an die Integration, die für den Elektroautopionier als nicht realisierbar gelten. Die Skepsis der alten Garde gegenüber dem "Silicon-Valley-Ansatz" bei sicherheitskritischer Software scheint tiefer zu sitzen, als es reine Preisverhandlungen vermuten lassen würden.
Die Hintergründe für die Zurückhaltung liegen vermutlich tiefer als nur in technischer Inkompatibilität. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass die zitierten "nicht realisierbaren Anforderungen" primär auf fundamentale Unterschiede bei der Validierung und Haftung zurückzuführen sind.
Die etablierte Autoindustrie folgt meist dem sogenannten V-Modell. Hierbei werden Anforderungen definiert, Systeme rigoros getestet und erst nach vollständiger Validierung der Sicherheit freigegeben. Tesla setzt hingegen auf eine aggressive Beta-Verteilung ("Supervised FSD") im öffentlichen Straßenverkehr, bei der die Software am Kunden reift.
Wir sind gespannt auf eure Einschätzung zu diesem Thema. Glaubt ihr, dass die traditionellen Hersteller mit ihrer Vorsicht recht haben, oder verpassen sie gerade die wichtigste Technologie des Jahrzehnts? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!
Siehe auch:
Dämpfer für Teslas Software-Ambitionen
Tesla-CEO Elon Musk muss einen Dämpfer für seine Vision hinnehmen, die eigene Software zum Industriestandard zu machen. Traditionelle Automobilhersteller zeigen derzeit kein Interesse an einer Lizenzierung der "Full Self-Driving"-Technologie (FSD). Jahrelang prognostizierte der Konzernchef, dass die Konkurrenz zwangsläufig auf das Tesla-System zurückgreifen müsse, um am Markt zu bestehen. Doch Hersteller wie Ford oder General Motors gehen lieber eigene Wege oder bevorzugen andere Kooperationen.Die etablierten Autokonzerne scheuen die Integration der Tesla-Lösung nicht grundlos. Wenn Wettbewerber überhaupt Interesse signalisierten, dann nur für winzige Pilotprogramme, die erst in Jahren starten würden. Zudem stellten sie Bedingungen an die Integration, die für den Elektroautopionier als nicht realisierbar gelten. Die Skepsis der alten Garde gegenüber dem "Silicon-Valley-Ansatz" bei sicherheitskritischer Software scheint tiefer zu sitzen, als es reine Preisverhandlungen vermuten lassen würden.
Musk bestätigt Ablehnung auf X
Die Bestätigung für diese verfahrene Situation lieferte Elon Musk auf der Plattform X (ehemals Twitter). In einem Beitrag bezeichnete er die Lage als "verrückt" und gab an, er habe die Konkurrenz gewarnt und Lizenzierungen aktiv angeboten. Die Hersteller hätten jedoch Anforderungen gestellt, die mit Teslas Ansatz inkompatibel seien. Der Unternehmer betonte auf dem Kurznachrichtendienst warnend, dass Unternehmen, die FSD jetzt ablehnen, in Zukunft leiden würden - ähnlich wie jene Konzerne, die den Umstieg auf die Elektromobilität verschlafen haben und nun versuchen, den Vorsprung von Tesla, BYD und XPeng aufzuholen.Die Hintergründe für die Zurückhaltung liegen vermutlich tiefer als nur in technischer Inkompatibilität. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass die zitierten "nicht realisierbaren Anforderungen" primär auf fundamentale Unterschiede bei der Validierung und Haftung zurückzuführen sind.
Die etablierte Autoindustrie folgt meist dem sogenannten V-Modell. Hierbei werden Anforderungen definiert, Systeme rigoros getestet und erst nach vollständiger Validierung der Sicherheit freigegeben. Tesla setzt hingegen auf eine aggressive Beta-Verteilung ("Supervised FSD") im öffentlichen Straßenverkehr, bei der die Software am Kunden reift.
Konkurrenz setzt auf Waymo
Die Absage an den US-Branchenprimus bedeutet nicht, dass die Hersteller das Thema autonomes Fahren ignorieren. Ford-CEO Jim Farley hatte bereits früher klargemacht, dass er Systeme wie Waymo für überlegen hält. Tatsächlich kooperieren Hersteller wie Toyota mittlerweile intensiv mit der Alphabet-Tochter Waymo, um autonome Technologien zu integrieren. Analysten weisen zwar darauf hin, dass Tesla aufgrund seiner enormen realen Fahrdaten immer noch massive Werte schaffen könnte. Die Weigerung der Konkurrenz zeigt jedoch, dass der Glaube an die Überlegenheit von FSD außerhalb der Tesla-Community begrenzt ist.Wir sind gespannt auf eure Einschätzung zu diesem Thema. Glaubt ihr, dass die traditionellen Hersteller mit ihrer Vorsicht recht haben, oder verpassen sie gerade die wichtigste Technologie des Jahrzehnts? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!
Zusammenfassung
- Autohersteller lehnen Teslas Full Self-Driving trotz Musks Angeboten ab
- Musk bezeichnet die Ablehnung als verrückt und warnt vor zukünftigen Nachteilen
- Hersteller stellen laut Musk Anforderungen, die mit Teslas Ansatz inkompatibel sind
- Branchenexperten vermuten Haftungsfragen als eigentlichen Grund für die Zurückhaltung
- Traditionelle Autobauer folgen dem V-Modell statt Teslas aggressiver Beta-Verteilung
- Unternehmen wie Ford und Toyota kooperieren lieber mit alternativen Anbietern wie Waymo
Siehe auch:
- TÜV-Report 2026: Gewinner und Verlierer - Tesla ist Schlusslicht
- Absatzkrise: Tesla vermietet jetzt Autos, die man nicht verkaufen kann
- Musks kühne Tesla-Pläne: Terafab für Chips, Roadster 2 im April & mehr
- Tesla-Aktionäre stimmen zu: Elon Musk winkt Bonus von 1 Billion Dollar
- Fast überall Abstürze: Tesla wird in Europa immer weiter abgestraft
Thema:
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- Fast wie K.I.T.T.: BYD-Supercar Yangwang U9 springt über Schlagloch
- Forvia auf der IAA 2023: Mehr Sicherheit und Nachhaltigkeit im Auto
- Nuro: Kleinwagen-großer Liefer-Roboter hat einen Außen-Airbag
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