Musks kühne Tesla-Pläne: Terafab für Chips, Roadster 2 im April & mehr
Tesla-Chef Elon Musk will nicht nur Anfang 2026 endlich die fertige Version des Tesla Roadster 2 präsentieren, sondern erwägt auch den Aufbau einer eigenen hochmodernen Chipfertigung und verspricht, dass Tesla-Besitzer bald "texten und fahren" können. Ob diese Visionen noch ziehen?
Musk kündigte unter anderem an, dass Tesla aktuell darauf hinarbeitet, im April 2026 endlich eine produktionsreife Version des Tesla Roadster der zweiten Generation vorzustellen. Erst vor einer Woche hatte er während eines Podcast-Auftritts getönt, er wolle den Wagen vor Ende des Jahres zeigen. Nun soll es laut Musk am 1. April 2026 soweit sein.
Dass man ausgerechnet diesen Termin gewählt habe, sei auch kein Zufall, so Musk. Der "April-Fools-Day", der auch in Deutschland mit diversen Aprilscherzen "gefeiert" wird, gebe ihm etwas Spielraum, was die Glaubwürdigkeit der dann gemachten Angaben betreffe, so Musk. Er könne dann behaupten, dass es sich nur um einen Scherz gehandelt habe.
Dass der Tesla Roadster 2 am 1. April als "marktreife" Version gezeigt werden soll, bedeutet allerdings auch noch nicht, dass der Wagen dann auch bald bei den Kunden landet. Es werde danach wohl noch 12 bis 18 Monate dauern, bis die ersten Fahrzeuge ausgeliefert werden, stellte Musk klar. Tesla hat seit der ersten Ankündigung des Roadster im Jahr 2017 lange Vorbestellungen für das Auto angenommen - zum Preis von je 50.000 US-Dollar. Für die "Founders Series"-Modelle mussten die Vorbesteller sogar 250.000 Dollar anzahlen.
Was die Fertigungsart des Elektro-Taxis von Tesla angeht, machte Musk ebenfalls hochtrabende Versprechen. Es werde pro Fahrzeug nur etwa 10 Sekunden dauern, um den gesamten Wagen zusammenzufügen. Innerhalb eines Jahres könne man so wohl zwei bis drei Millionen Cybercabs produzieren, um sie in Zukunft allgegenwärtig zu machen.
Innerhalb von "ein bis zwei Monaten" wolle man nun aber beginnen, die Überwachung der Aufmerksamkeit der Tesla-Fahrer optional abschaltbar zu machen. Über einen begrenzten Zeitraum würden die Autos dann "Full Self Driving" auf dem sogenannten Level 4 bieten, wobei der Wagen dann alle Fahraktionen eigenständig ausführt, ohne die Aufmerksamkeit der Insassen vorauszusetzen. Auf Details oder die Frage, wie man diese Änderung gegenüber den zuständigen Behörden kommuniziert, ging Musk allerdings nicht ein.
Noch gebe es keine entsprechenden Abkommen, so Musk, er denke aber darüber nach, mit Intel zusammenzuarbeiten. Zwar setze er für die nächsten zwei Generationen der Prozessoren für Tesla-Fahrzeuge, die als AI5 und AI6 bezeichnet werden, weiterhin auf die Kooperation mit TSMC und Samsung als Fertigungspartner, doch langfristig müsse man wohl eine "Terafab" bauen. Gemeint ist damit eine noch einmal deutlich größere Produktionsstätte als Tesla sie schon jetzt mit seinen sogenannten "Gigafabs" betreibt.
Natürlich nannte der Tesla-Chef keine Details dazu, wie man eine derart gigantische Chipfabrik aufziehen will. Er strebe jedoch monatlich mindestens 100.000 sogenannte Wafer-Starts pro Monat an. Zum Vergleich: TSMC kommt mit all seinen Fabriken und Tochterfirmen auf etwa 17 Millionen Wafer-Starts mit 300 Millimetern Durchmesser pro Jahr, betreibt aber auch insgesamt 12 große Werke für derartige Wafer.
Laut Musk geht es beim Aufbau einer eigenen Chipfertigung für ihn vor allem darum, die Kosten stark zu senken. Die ersten Chips aus eigener Fertigung würden vermutlich mit einem Drittel der Leistung auskommen, das für Nvidias aktuelle "Blackwell"-Generation benötigt wird, sollen aber nur ein Zehntel der Nvidia-GPUs kosten - hofft jedenfalls der Tesla-Boss. Inwiefern und in welchem Zeitraum sich all seine Versprechen an die Aktionäre einlösen lassen, bleibt wie immer abzuwarten.
Siehe auch:
Roadster 2 soll am 1. April 2026 marktreif gezeigt werden
Nachdem die Investoren von Tesla einem neuen "Performance-Award" für CEO Elon Musk zugestimmt haben, der ihm über 10 Jahre insgesamt Anteile im Wert von fast 900 Milliarden Dollar einbringen könnte, hat er eine Reihe von Ankündigungen gemacht, die helfen sollen, die hochgesteckten Ziele auch tatsächlich zu erreichen.Musk kündigte unter anderem an, dass Tesla aktuell darauf hinarbeitet, im April 2026 endlich eine produktionsreife Version des Tesla Roadster der zweiten Generation vorzustellen. Erst vor einer Woche hatte er während eines Podcast-Auftritts getönt, er wolle den Wagen vor Ende des Jahres zeigen. Nun soll es laut Musk am 1. April 2026 soweit sein.
Dass man ausgerechnet diesen Termin gewählt habe, sei auch kein Zufall, so Musk. Der "April-Fools-Day", der auch in Deutschland mit diversen Aprilscherzen "gefeiert" wird, gebe ihm etwas Spielraum, was die Glaubwürdigkeit der dann gemachten Angaben betreffe, so Musk. Er könne dann behaupten, dass es sich nur um einen Scherz gehandelt habe.
Roadster soll sich von Konzept stark unterscheiden
Tatsächlich machte Musk darüber hinaus auch noch einige weitere Angaben zu dem Fahrzeug, die wenig glaubhaft klingen. So werde sich die marktreife Version des Tesla Roadster 2 "sehr stark" von dem bereits vor fast acht Jahren erstmals präsentierten Konzeptfahrzeug unterscheiden, wobei es sich wohl um die "spannendste Produktvorführung aller Zeiten" handeln werde - egal, ob es klappt oder nicht.Dass der Tesla Roadster 2 am 1. April als "marktreife" Version gezeigt werden soll, bedeutet allerdings auch noch nicht, dass der Wagen dann auch bald bei den Kunden landet. Es werde danach wohl noch 12 bis 18 Monate dauern, bis die ersten Fahrzeuge ausgeliefert werden, stellte Musk klar. Tesla hat seit der ersten Ankündigung des Roadster im Jahr 2017 lange Vorbestellungen für das Auto angenommen - zum Preis von je 50.000 US-Dollar. Für die "Founders Series"-Modelle mussten die Vorbesteller sogar 250.000 Dollar anzahlen.
Tesla Cybercab ab April 2026 in Produktion?
Ab April 2026 will Musk mit Tesla auch noch einen weiteren Meilenstein erreichen. Wie er ebenfalls während des gestrigen Aktionärstreffens versprach, soll dann nämlich in Austin im US-Bundesstaat Texas die Produktion des Tesla Cybercab anlaufen. Das autonom fahrende "Taxi" soll laut Musk auch weiterhin kein Lenkrad bekommen, auch wenn die Vorstandsvorsitzende des Unternehmens dies erst kürzlich in einem Interview zugegeben hatte.Cybercab: Tesla stellt sein Robotaxi im Video vor
Was die Fertigungsart des Elektro-Taxis von Tesla angeht, machte Musk ebenfalls hochtrabende Versprechen. Es werde pro Fahrzeug nur etwa 10 Sekunden dauern, um den gesamten Wagen zusammenzufügen. Innerhalb eines Jahres könne man so wohl zwei bis drei Millionen Cybercabs produzieren, um sie in Zukunft allgegenwärtig zu machen.
Teslas sollen in 'ein, zwei Monaten' ganz autonom fahren
Auch bezüglich der Fortschritte bei der Entwicklung seiner Software für selbstfahrende Autos gab sich Musk auf dem Aktionärstreffen zuversichtlich. Man sei mittlerweile so weit, dass man sich "fast gut damit fühle", die Besitzer von Tesla-Modellen bald nicht mehr grundsätzlich zu zwingen, auch beim autonomen Fahren auf die Straße zu schauen. Aktuell überwachen Kameras im Innenraum dies noch immer.Innerhalb von "ein bis zwei Monaten" wolle man nun aber beginnen, die Überwachung der Aufmerksamkeit der Tesla-Fahrer optional abschaltbar zu machen. Über einen begrenzten Zeitraum würden die Autos dann "Full Self Driving" auf dem sogenannten Level 4 bieten, wobei der Wagen dann alle Fahraktionen eigenständig ausführt, ohne die Aufmerksamkeit der Insassen vorauszusetzen. Auf Details oder die Frage, wie man diese Änderung gegenüber den zuständigen Behörden kommuniziert, ging Musk allerdings nicht ein.
Musk will eigene 'Terafab' für Chips bauen
Mit Blick auf die weitere Entwicklung von High-End-Chips zur Nutzung in Tesla-Fahrzeugen erklärte Musk, dass er Gespräche mit dem US-Chipgiganten Intel anstrebt. Tesla werde wahrscheinlich eine "gigantische Chipfabrik" bauen müssen, um in ihr KI-fähige Chips zu bauen, die dann in den E-Autos des Unternehmens verwendet werden können.Noch gebe es keine entsprechenden Abkommen, so Musk, er denke aber darüber nach, mit Intel zusammenzuarbeiten. Zwar setze er für die nächsten zwei Generationen der Prozessoren für Tesla-Fahrzeuge, die als AI5 und AI6 bezeichnet werden, weiterhin auf die Kooperation mit TSMC und Samsung als Fertigungspartner, doch langfristig müsse man wohl eine "Terafab" bauen. Gemeint ist damit eine noch einmal deutlich größere Produktionsstätte als Tesla sie schon jetzt mit seinen sogenannten "Gigafabs" betreibt.
Natürlich nannte der Tesla-Chef keine Details dazu, wie man eine derart gigantische Chipfabrik aufziehen will. Er strebe jedoch monatlich mindestens 100.000 sogenannte Wafer-Starts pro Monat an. Zum Vergleich: TSMC kommt mit all seinen Fabriken und Tochterfirmen auf etwa 17 Millionen Wafer-Starts mit 300 Millimetern Durchmesser pro Jahr, betreibt aber auch insgesamt 12 große Werke für derartige Wafer.
Laut Musk geht es beim Aufbau einer eigenen Chipfertigung für ihn vor allem darum, die Kosten stark zu senken. Die ersten Chips aus eigener Fertigung würden vermutlich mit einem Drittel der Leistung auskommen, das für Nvidias aktuelle "Blackwell"-Generation benötigt wird, sollen aber nur ein Zehntel der Nvidia-GPUs kosten - hofft jedenfalls der Tesla-Boss. Inwiefern und in welchem Zeitraum sich all seine Versprechen an die Aktionäre einlösen lassen, bleibt wie immer abzuwarten.
Zusammenfassung
- Musk verspricht Tesla Roadster 2 für April 2026 mit 'April-Fools-Day'-Vorbehalt
- Cybercab ohne Lenkrad soll ab April 2026 in Texas mit extrem kurzer Fertigungszeit starten
- Tesla plant abschaltbare Fahrüberwachung für autonomes Fahren auf Level 4
- Musk erwägt Zusammenarbeit mit Intel für den Bau einer eigenen 'Terafab'
- Eigene Chipproduktion soll laut Musk nur ein Zehntel der Nvidia-GPU-Kosten verursachen
- Aktionäre stimmten Performance-Award für Musk mit Anteilen von 900 Milliarden Dollar zu
- Trotz großer Ankündigungen bleibt wie immer fraglich, ob Versprechungen eingelöst werden
Siehe auch:
- Tesla-Aktionäre stimmen zu: Elon Musk winkt Bonus von 1 Billion Dollar
- Fast überall Abstürze: Tesla wird in Europa immer weiter abgestraft
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Thema:
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