Anno 117: Spieler entdecken KI-Grafik, Ubisoft muss sich entschuldigen
Ubisoft gerät wegen KI-generierter Grafiken in Anno 117: Pax Romana unter Beschuss. Das Unternehmen räumt ein, dass ein fehlerhaftes Bild "versehentlich" ins fertige Spiel gerutscht sei. Fans sind enttäuscht und kritisieren den französischen Publisher.
Ganz überraschend ist das allerdings nicht, denn Anno 117: Pax Romana ist das erste Ubisoft-Spiel, das auf Steam mit einem speziellen KI-Disclaimer erscheint: "KI-Tools wurden verwendet, um bei der Erstellung einiger Spiel-Assets zu helfen". Das Strategiespiel führt die Spieler ins antike Rom und lässt sie als Statthalter eine Provinz des Römischen Reiches aufbauen und verwalten.
Die Bankett-Szene hat gleich offensichtliche KI-Fehler
Laut Kotaku bestätigte das Unternehmen den Einsatz künstlicher Intelligenz und versprach Nachbesserungen. Auf Nachfrage antwortete der Entwickler: "Das Bild war ein Platzhalter, der unbeabsichtigt durch unseren Überprüfungsprozess gerutscht ist. Das endgültige Bild wird die aktuelle Version mit dem kommenden Patch 1.3 ersetzen."
Obwohl mehrere Grafiken in Anno 117 als KI-generiert bezeichnet werden, hat Ubisoft bisher nur zu einem der Problemfälle Stellung genommen: dem Ladebildschirm mit der Bankett-Illustration. Spieler weisen allerdings auch darauf hin, dass bestimmte Sprachlokalisierungen ebenfalls KI-generiert sein dürften.
Vor allem Anno 1800 beeindruckte zuvor mit imposanten, handgefertigten Illustrationen - gerade deshalb stößt es vielen Fans sauer auf, dass einige Bilder in Pax Romana scheinbar mit KI erstellt wurden. Die handgezeichneten Artworks galten als Markenzeichen der Serie und trugen maßgeblich zur atmosphärischen Dichte bei.
Die Kontroverse zeigt, wie sensibel Spieler auf KI-Einsatz reagieren, besonders bei einer Reihe, die für handgezeichnete Kunst geschätzt wird. Wie seht ihr den Einsatz von KI-Tools in der Spieleentwicklung? Teilt eure Meinung in den Kommentaren mit uns.
Siehe auch:
KI-Kontroverse überschattet Anno-Release
Ubisoft steht wegen des Einsatzes von KI-generierter Kunst in Anno 117: Pax Romana unter Beschuss. Der vergangene Woche erschienene neueste Teil der beliebten Strategiespiel-Reihe erhält zwar viel Lob und gilt als würdige Fortsetzung nach Anno 1800, doch Spieler bemerkten merkwürdige Verzerrungen von Gesichtern und Gliedmaßen auf Ladebildschirmen und sahen das als klares Indiz für die Verwendung von KI.Ganz überraschend ist das allerdings nicht, denn Anno 117: Pax Romana ist das erste Ubisoft-Spiel, das auf Steam mit einem speziellen KI-Disclaimer erscheint: "KI-Tools wurden verwendet, um bei der Erstellung einiger Spiel-Assets zu helfen". Das Strategiespiel führt die Spieler ins antike Rom und lässt sie als Statthalter eine Provinz des Römischen Reiches aufbauen und verwalten.
Die Bankett-Szene hat gleich offensichtliche KI-Fehler
Fehler in den Artworks
Das umstrittene Ladebildschirm-Artwork zeigt ein Bankett in einem römischen Palast, bei dem Dutzende Menschen zu Gast sind. Bei genauerer Betrachtung fallen jedoch seltsame Ungereimtheiten auf: Gesichter im Hintergrund sind entstellt oder verschmiert, Gelenke und Rumpf passen nicht zusammen, und vereinzelte Linien erscheinen fehl am Platz. Schon auf den ersten Blick wirken diese Ladebildschirm-Grafiken nicht besonders hochwertig, und bei näherer Untersuchung werden die klassischen Fehler der KI-Bildgenerierung sichtbar.Laut Kotaku bestätigte das Unternehmen den Einsatz künstlicher Intelligenz und versprach Nachbesserungen. Auf Nachfrage antwortete der Entwickler: "Das Bild war ein Platzhalter, der unbeabsichtigt durch unseren Überprüfungsprozess gerutscht ist. Das endgültige Bild wird die aktuelle Version mit dem kommenden Patch 1.3 ersetzen."
Ubisoft rechtfertigt KI-Einsatz
Da Anno 117: Pax Romana das bisher ambitionierteste Anno-Spiel sei, habe man das größte Team von Künstlern zusammengestellt, das es je für die Reihe gab - diese verwenden KI-Tools für Iterationen, Prototyping und Exploration, so der Publisher. Ubisoft Mainz ist allerdings ein Triple-A-Entwickler mit fast 200 Mitarbeitern und ein Eckpfeiler der jüngsten 100-Millionen-Euro-Investition des deutschen Kulturministeriums in die Spieleentwicklung. Das ist auch der Grund, warum Fans den Einsatz von KI bei einem so großen, gut finanzierten Studio Fans als enttäuschend empfinden.Obwohl mehrere Grafiken in Anno 117 als KI-generiert bezeichnet werden, hat Ubisoft bisher nur zu einem der Problemfälle Stellung genommen: dem Ladebildschirm mit der Bankett-Illustration. Spieler weisen allerdings auch darauf hin, dass bestimmte Sprachlokalisierungen ebenfalls KI-generiert sein dürften.
Vor allem Anno 1800 beeindruckte zuvor mit imposanten, handgefertigten Illustrationen - gerade deshalb stößt es vielen Fans sauer auf, dass einige Bilder in Pax Romana scheinbar mit KI erstellt wurden. Die handgezeichneten Artworks galten als Markenzeichen der Serie und trugen maßgeblich zur atmosphärischen Dichte bei.
Die Kontroverse zeigt, wie sensibel Spieler auf KI-Einsatz reagieren, besonders bei einer Reihe, die für handgezeichnete Kunst geschätzt wird. Wie seht ihr den Einsatz von KI-Tools in der Spieleentwicklung? Teilt eure Meinung in den Kommentaren mit uns.
Zusammenfassung
- Ubisoft gibt unbeabsichtigten KI-Grafikeinsatz in Anno 117: Pax Romana zu
- Spieler entdecken typische KI-Fehler wie verzerrte Gesichter auf Ladebildschirmen
- Anno 117 erscheint als erstes Ubisoft-Spiel mit speziellem KI-Disclaimer auf Steam
- Publisher verspricht Ersatz der problematischen Grafik mit kommendem Patch 1.3
- Fans enttäuscht über KI-Einsatz trotz größtem Künstlerteam in der Anno-Geschichte
- Triple-A-Studio mit 200 Mitarbeitern und staatlicher Förderung greift auf KI zurück
- Handgezeichnete Illustrationen galten bisher als atmosphärisches Markenzeichen der Serie
Siehe auch:
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Thema:
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- Anno 117: Pax Romana - Der Strategie-Hit erscheint im November
- Anno 117: Das Römische Reich erhebt sich im ersten Gameplay-Trailer
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