Miese Verkäufe: Ubisoft sucht Schuld überall, nur nicht bei sich selbst
Ubisoft-CEO Yves Guillemot macht die Star-Wars-Marke für den kommerziellen Misserfolg von Outlaws verantwortlich. Statt eigene Fehler anzuerkennen, sieht er die Schuld bei "unruhigen Gewässern" des Science-Fiction-Franchise.
Die zeitliche Einordnung von Guillemots Kritik ist ebenfalls fragwürdig. Während 2024 tatsächlich die Star-Wars-Serie The Acolyte aufgrund niedriger Zuschauerzahlen und Budgetüberschreitungen abgesetzt wurde, gab es auch positive Entwicklungen, darunter Andor, Ahsoka und Skeleton Crew.
Die technischen Probleme von Outlaws sind zudem gut dokumentiert. Das Open-World-Adventure erfüllte die hohen Erwartungen von Kritikern und Community nicht, erreichte auf Metacritic nur 76 Punkte bei Reviews und einen Userscore von 5,4. Die Gamer kritisierten repetitive Missionsstrukturen, technische Bugs und eine uninspirierte Spielwelt. Diese Qualitätsmängel lassen sich nicht durch externe Markenprobleme erklären, sondern mit fundamentalen Entwicklungsproblemen.
Was haltet ihr von Guillemots Erklärung? Glaubt ihr, dass Star Wars wirklich das Problem war, oder sollte Ubisoft mehr Verantwortung übernehmen?
Siehe auch:
Ubisoft schiebt Schuld auf Star-Wars-Marke ab
Ubisoft-CEO Yves Guillemot hat eine bemerkenswerte Erklärung für die enttäuschenden Verkaufszahlen von Star Wars Outlaws geliefert. Auf einer Aktionärsversammlung machte er nicht etwa technische Probleme oder Entwicklungsfehler für den kommerziellen Misserfolg verantwortlich, sondern die Star-Wars-Marke selbst. Das Spiel verkaufte sich im ersten Monat lediglich rund eine Million Mal - weit unter den Erwartungen für einen AAA-Titel mit einer der weltweit wertvollsten Entertainment-Marken.Outlaws wurde zu einer Zeit veröffentlicht, als die Marke, zu der es gehörte, sich in etwas unruhigen Gewässern befand.Diese Aussage ist bemerkenswert, da Guillemot jegliche Selbstreflexion vermissen lässt. Der CEO räumte zwar ein, dass das Spiel "einige Punkte hatte, die noch poliert werden mussten", schob aber die Hauptschuld auf externe Faktoren. Wie The Gamer berichtete, ignoriert Guillemots Erklärung dabei erfolgreiche Projekte wie The Mandalorian, eine Serie, die explizit das Outlaw-Thema behandelt und große Erfolge feierte.
Fragwürdige Argumentation
Guillemots Argumentation wird außerdem dadurch entkräftet, dass Star Wars Jedi: Survivor, obwohl bereits 2023 erschienen, im Jahr 2024 mehr Verkäufe erzielte als Outlaws. Dies zeigt, dass die Star-Wars-Marke immer noch genug Zugkraft besitzt, wenn die Qualität stimmt.Die zeitliche Einordnung von Guillemots Kritik ist ebenfalls fragwürdig. Während 2024 tatsächlich die Star-Wars-Serie The Acolyte aufgrund niedriger Zuschauerzahlen und Budgetüberschreitungen abgesetzt wurde, gab es auch positive Entwicklungen, darunter Andor, Ahsoka und Skeleton Crew.
Die technischen Probleme von Outlaws sind zudem gut dokumentiert. Das Open-World-Adventure erfüllte die hohen Erwartungen von Kritikern und Community nicht, erreichte auf Metacritic nur 76 Punkte bei Reviews und einen Userscore von 5,4. Die Gamer kritisierten repetitive Missionsstrukturen, technische Bugs und eine uninspirierte Spielwelt. Diese Qualitätsmängel lassen sich nicht durch externe Markenprobleme erklären, sondern mit fundamentalen Entwicklungsproblemen.
Zweite Chance mit Switch 2
Trotz der "kreativen" Schuldzuweisungen plant Ubisoft, Star Wars Outlaws eine zweite Chance zu geben. Guillemot kündigte an, dass für die Switch 2 eine verbesserte Version erscheinen soll. Ob Ubisoft aus den tatsächlichen Fehlern lernen kann, wird sich freilich erst zeigen. Für die Glaubwürdigkeit des Unternehmens wäre mehr Selbstkritik und weniger Schuldzuweisung aber sicherlich kein Fehler.Was haltet ihr von Guillemots Erklärung? Glaubt ihr, dass Star Wars wirklich das Problem war, oder sollte Ubisoft mehr Verantwortung übernehmen?
Zusammenfassung
- Ubisoft-CEO macht Star-Wars-Marke für schwache Verkäufe von Outlaws verantwortlich
- Das Spiel verkaufte sich im ersten Monat nur etwa eine Million Mal
- Guillemot spricht von 'unruhigen Gewässern' der Franchise statt Eigenverantwortung
- Star Wars Jedi: Survivor verkaufte sich 2024 besser als das neuere Outlaws
- Spieler kritisierten repetitive Missionen, Bugs und uninspirierte Spielwelt
- Metacritic-Wertung nur 76 Punkte bei Kritikern und 5,4 bei Nutzern
- Verbesserte Version soll für die Nintendo Switch 2 erscheinen
Siehe auch:
- Ubisoft-Chef hält es für normal, dass man Spiele verkauft und dann löscht
- Wer zahlt, hat mehr Spaß: Ubisoft verteidigt Mikrotransaktionen
- Drei Ubisoft-Manager wegen Belästigung & Machtmissbrauch verurteilt
- Ubisoft im Krisenmodus: Release der größten neuen Spiele verschoben
- Ubisoft spioniert Gamer aus: 'Heimliche Datenerfassung' ohne Erlaubnis
Thema:
PlayStation 5 im Preisvergleich:
Videos zum Thema PlayStation
- Saros: Sony zeigt den Launch-Trailer zum PS5-Exklusivtitel
- Starfield: Die PS5-Version und ein Mega-Update erscheinen im April
- PlayStation 5: Sony startet neue Werbekampagne 'It Happens on PS5'
- Loulan: The Cursed Sand - Neues Action-RPG für PC und PlayStation 5
- Microsoft kündigt Halo: Campaign Evolved an - auch für die PS5
Beiträge aus dem Forum
Beliebt im Preisvergleich
- Konsolen:
Interessante Links
Neue Nachrichten
- Kernfusion: Start-up Xcimer aktiviert derzeit größten privaten Laser
- "Zerschneiden" eines Photons erzeugt unendlich viele neue Lichtteilchen
- Windows 11 bekommt einen Button zum Entfernen aller KI-Modelle
- Meta macht (ein bisschen) Rückzieher bei Mitarbeiter-Totalüberwachung
- Update für Google Home: Gemini-KI startet nun auch in Deutschland
- Vernichtende Kritik: MMO-Hoffnung Camelot Unchained ein totaler Flop
- Komplett zerstörte Startrampe: Blue Origin hat aggressiven Aufbauplan
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen