Ubisoft cancelt Assassin's Creed-Spiel wegen US-politischer Bedenken
Ubisoft hat offenbar die Entwicklung eines Assassin's Creed-Spiels zur Ära nach dem US-Bürgerkrieg eingestellt. Das Projekt mit einem ehemaligen Sklaven als Protagonisten wurde aufgrund der Yasuke-Kontroverse und politischer Spannungen in den USA eingestellt.
Die Kontroverse um Yasuke in Assassin's Creed Shadows hatte bereits zu heftigen Diskussionen geführt, bei denen Fans die Darstellung des schwarzen Samurai als "woke" bezeichneten und seine historische Rolle als Samurai infrage stellten (an der es wohlgemerkt keine grundsätzlichen Zweifel gibt). Eine Petition zur Absetzung von Assassin's Creed Shadows sammelte fast 100.000 Unterschriften, und sogar Elon Musk kritisierte die Einbindung als Ergebnis von Diversity-Initiativen.
Laut Game File führten drei Quellen bei Ubisoft an, dass die Unternehmensführung in Paris das Reconstruction-Projekt aus zwei Hauptgründen stoppte: der Online-Kritik an Yasuke und Sorgen über das politische Klima in den USA. Ein Insider beschrieb die Situation prägnant: "Zu politisch in einem zu instabilen Land, um es kurz zu machen."
Diese Periode war jedoch von heftigem und oft gewalttätigem Widerstand der weißen Bevölkerung im Süden geprägt, was die Reconstruction untergrub und 1877 zu deren offiziellem Ende führte. Die Reconstruction-Ära gilt als eine der komplexesten und umstrittensten Perioden der amerikanischen Geschichte, in der Fortschritte bei den Bürgerrechten durch systematische Unterdrückung und Gewalt zunichte gemacht wurden.
Ubisoft behauptet zwar gerne, dass man keine politischen Videospiele mache, allerdings berühren viele Titel der Assassin's Creed-Reihe durchaus politische und historisch sensible Themen, von der Französischen Revolution bis hin zu den Kreuzzügen.
Was haltet ihr von Ubisofts Entscheidung, das Reconstruction-Spiel zu streichen? Sollten Entwickler kontroverse historische Themen vermeiden oder gerade deshalb angehen?
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Geplantes Spiel zur Reconstruction-Ära gestoppt
Ubisoft hat 2024 die Entwicklung eines Assassin's Creed-Spiels eingestellt, das zur Zeit der sogenannten Reconstruction nach dem Bürgerkrieg hätte spielen sollen. Das Projekt sollte einen ehemaligen Sklaven als Protagonisten zeigen, der nach seiner Befreiung in den Westen zieht und später von der Assassinen-Bruderschaft rekrutiert wird. In der Handlung wäre er in den Süden zurückgekehrt, um gegen Ungerechtigkeit zu kämpfen und dabei unter anderem dem entstehenden rassistischen Ku-Klux-Klan entgegengetreten.Die Kontroverse um Yasuke in Assassin's Creed Shadows hatte bereits zu heftigen Diskussionen geführt, bei denen Fans die Darstellung des schwarzen Samurai als "woke" bezeichneten und seine historische Rolle als Samurai infrage stellten (an der es wohlgemerkt keine grundsätzlichen Zweifel gibt). Eine Petition zur Absetzung von Assassin's Creed Shadows sammelte fast 100.000 Unterschriften, und sogar Elon Musk kritisierte die Einbindung als Ergebnis von Diversity-Initiativen.
Laut Game File führten drei Quellen bei Ubisoft an, dass die Unternehmensführung in Paris das Reconstruction-Projekt aus zwei Hauptgründen stoppte: der Online-Kritik an Yasuke und Sorgen über das politische Klima in den USA. Ein Insider beschrieb die Situation prägnant: "Zu politisch in einem zu instabilen Land, um es kurz zu machen."
Entwicklerteam war begeistert
Die Entwickler waren laut den Berichten begeistert von dem Projekt und sahen darin das Potenzial für positive gesellschaftliche Wirkung. Das Spiel hätte hauptsächlich in den 1860ern und 1870ern gespielt, einer Zeit, in der ehemalige Sklaven die US-Staatsbürgerschaft erhielten und die konföderierten Staaten wieder in die USA eingegliedert werden sollten.Diese Periode war jedoch von heftigem und oft gewalttätigem Widerstand der weißen Bevölkerung im Süden geprägt, was die Reconstruction untergrub und 1877 zu deren offiziellem Ende führte. Die Reconstruction-Ära gilt als eine der komplexesten und umstrittensten Perioden der amerikanischen Geschichte, in der Fortschritte bei den Bürgerrechten durch systematische Unterdrückung und Gewalt zunichte gemacht wurden.
Ubisofts Risikoscheu
Das Spiel befand sich noch in der Konzeptphase und war Jahre von einer Veröffentlichung entfernt, als die Streichung erfolgte. Ein Mitarbeiter äußerte Enttäuschung über die Führung und kritisierte, dass immer mehr Entscheidungen getroffen würden, um den politischen Status quo zu erhalten und keine Risiken einzugehen.Ubisoft behauptet zwar gerne, dass man keine politischen Videospiele mache, allerdings berühren viele Titel der Assassin's Creed-Reihe durchaus politische und historisch sensible Themen, von der Französischen Revolution bis hin zu den Kreuzzügen.
Was haltet ihr von Ubisofts Entscheidung, das Reconstruction-Spiel zu streichen? Sollten Entwickler kontroverse historische Themen vermeiden oder gerade deshalb angehen?
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