Telekom klemmt alle Kabel-Schwarzseher ab - Umstellung beendet
Die Telekom hat als einer der ersten Anbieter die Umstellung ihrer TV-Kabelnetze nach dem Wegfall des Nebenkostenprivilegs im Juli 2024 vollständig abgeschlossen. Damit gehören auch die "Schwarzseher" der Vergangenheit an.
Die Streichung des Nebenkostenprivilegs erfolgte im Rahmen der Novellierung des Telekommunikationsgesetzes (TKG), dessen neue Regelungen bereits am 1. Dezember 2021 in Kraft traten. Daher waren die Anbieter aufgefordert, ihre Angebote umzustellen.
Die Zahl der betroffenen Haushalte liegt hier vermutlich im mehrstelligen Millionenbereich, es werden aber schon seit 2024 Schwarzseher abgeklemmt. Das Ende des Nebenkostenprivilegs symbolisiert den digitalen Wandel in Deutschland. Viele Haushalte nutzen mittlerweile Streaming-Dienste wie Netflix, Amazon Prime Video oder Disney+ sowie IPTV-Angebote wie Telekom MagentaTV, WaipuTV und Zattoo anstelle des klassischen Kabel-TVs.
Wer weiterhin einen TV-Kabelanschluss nutzen möchte, muss mit Kosten zwischen fünf und zehn Euro monatlich rechnen - das sind etwa zwei bis drei Euro mehr als bei einem Mehrnutzervertrag. Alternativ bieten Streaming-Dienste und IPTV-Anbieter moderne Pakete mit vielen Sendern, Mediatheken und Zusatzfunktionen, die auf verschiedenen Geräten funktionieren. Die meisten dieser Dienste sind bereits ab etwa fünf Euro monatlich verfügbar und bieten oft mehr Flexibilität als traditionelle Kabelanschlüsse.
Habt ihr schon auf Streaming oder IPTV umgestellt oder seid beim klassischen Kabel geblieben? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren!
Waipu.tv, Zattoo, Magenta & Co.: TV-Streaming Anbieter im Vergleich
Siehe auch:
- Telekom beendet TV-Kabelumstellung nach Ende des Nebenkostenprivilegs
- Bis 30. Juni 2024 zahlten alle Mieter für Kabelanschlüsse über Nebenkosten
- Gesetzesänderung trat bereits am 1. Dezember 2021 in Kraft
- Vodafone mit 80 Prozent Marktanteil steckt noch mitten in der Umstellung
- Digitaler Wandel zeigt sich in verstärkter Nutzung von Streaming-Diensten
- Kabelanschluss kostet nun zwischen fünf und zehn Euro monatlich
- Streaming-Dienste bieten ab fünf Euro mehr Flexibilität als Kabelfernsehen
Telekom beendet Kabel-TV-Ära
Das Nebenkostenprivileg ermöglichte es bis zum 30. Juni 2024, dass Hauseigentümer und Hausverwaltungen die Kabelgebühren über die Nebenkosten mit abrechneten. Diese Umlage der Kabel-Kosten über die Betriebskostenabrechnung auf alle Hausbewohner bedeutete, dass Mieter auch dann für den gemeinschaftlichen Kabelanschluss zahlen mussten, wenn sie ihn nicht nutzten.Die Streichung des Nebenkostenprivilegs erfolgte im Rahmen der Novellierung des Telekommunikationsgesetzes (TKG), dessen neue Regelungen bereits am 1. Dezember 2021 in Kraft traten. Daher waren die Anbieter aufgefordert, ihre Angebote umzustellen.
Vodafone kämpft noch mit der Umstellung
Während die Telekom die Umstellung laut dem Bericht von Teltarif bereits vollständig abgeschlossen hat, befindet sich Vodafone noch mitten in diesem Prozess. Da Vodafone einen deutlich größeren Marktanteil im Kabelsektor hat - etwa 80 Prozent des deutschen Kabelnetzes - dürfte dieser Prozess dort länger dauern.Die Zahl der betroffenen Haushalte liegt hier vermutlich im mehrstelligen Millionenbereich, es werden aber schon seit 2024 Schwarzseher abgeklemmt. Das Ende des Nebenkostenprivilegs symbolisiert den digitalen Wandel in Deutschland. Viele Haushalte nutzen mittlerweile Streaming-Dienste wie Netflix, Amazon Prime Video oder Disney+ sowie IPTV-Angebote wie Telekom MagentaTV, WaipuTV und Zattoo anstelle des klassischen Kabel-TVs.
Wer weiterhin einen TV-Kabelanschluss nutzen möchte, muss mit Kosten zwischen fünf und zehn Euro monatlich rechnen - das sind etwa zwei bis drei Euro mehr als bei einem Mehrnutzervertrag. Alternativ bieten Streaming-Dienste und IPTV-Anbieter moderne Pakete mit vielen Sendern, Mediatheken und Zusatzfunktionen, die auf verschiedenen Geräten funktionieren. Die meisten dieser Dienste sind bereits ab etwa fünf Euro monatlich verfügbar und bieten oft mehr Flexibilität als traditionelle Kabelanschlüsse.
Habt ihr schon auf Streaming oder IPTV umgestellt oder seid beim klassischen Kabel geblieben? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren!
Waipu.tv, Zattoo, Magenta & Co.: TV-Streaming Anbieter im Vergleich
Alternativen zum Kabel-TV
Mieter können auf alternative TV-Empfangswege zurückgreifen. Online-Streamingdienste, die lediglich einen Internetzugang erfordern, sind eine gängige Alternative. Auch Satelliten- und Antennenanschlüsse sind möglich, wobei geprüft werden sollte, ob deren Installation im Gebäude erlaubt und technisch umsetzbar ist.
Fortführung des Kabelanschlusses
Mieter, die den Kabelanschluss weiterhin nutzen möchten, müssen einen eigenen Vertrag mit dem Kabelanbieter abschließen. Ein Anbieterwechsel ist in der Regel nicht möglich, da die Netzbetreiber feste Gebiete haben und es häufig nur ein Anbieter vor Ort gibt
Wegfall des Nebenkostenprivilegs
Bis zum 30. Juni 2024 konnten die Kosten für TV-Kabelanschlüsse von Vermietern über die Betriebskostenabrechnung auf die Mieter umgelegt werden - übrigens unabhängig davon, ob der Anschluss genutzt wurde oder nicht. Seit dem 1. Juli 2024 ist dies nicht mehr erlaubt. Mieter haben nun die vollständig freie Wahl bezüglich ihres TV-Empfangs. Ein individueller Vertrag ist damit notwendig, wenn der Kabelanschluss weiterhin genutzt werden soll. Es gibt aber auch Alternativen.
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Nadine DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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