Verbraucherschutz kritisiert Microsoft:
Windows 10-Problem verschoben
Verbraucherzentrale kritisiert Microsoft scharf: Windows 10-Support-Verlängerung verschiebt Problem nur um ein Jahr. Nutzer mit älterer Hardware drohen Mehrkosten für neue Rechner. EU soll klare Regeln aufstellen.
Zahlen von 2022 zeigten, dass 43 Prozent aller Computer mit Windows 10 betrieben werden - etwa 400 Millionen Geräte, die aufgrund inkompatibler Hardware nicht auf Windows 11 aktualisieren können. Nach dem Support-Ende drohen diese Systeme ohne Sicherheitsupdates zu Sicherheitsrisiken zu werden.
Die Verbraucherschützer sehen die Europäische Union in der Pflicht. Der Cyber Resilience Act ermögliche es der EU-Kommission, Mindeststandards für den Support digitaler Geräte festzulegen. Supportzeiträume sollten sich an der tatsächlichen Nutzungsdauer der Endgeräte orientieren, nicht am "guten Willen der Unternehmen", so Schröder.
Die Verbraucherzentrale mahnt: Verbraucher bräuchten verlässliche Systeme, die über Jahre aktuell bleiben. Das vermeide unnötige Kosten und schone die Umwelt durch weniger Elektroschrott. Die einjährige Verlängerung sei zwar ein Schritt in die richtige Richtung, löse aber nicht das strukturelle Problem der zu kurzen Supportzyklen.
Was meint ihr zu Microsofts Supportpolitik? Sollte die EU strengere Regeln für Betriebssystem-Updates einführen? Teilt eure Meinung in den Kommentaren mit.
Siehe auch:
Microsoft verschiebt das Problem nur
Mehr als 30 Millionen Rechner in Deutschland laufen noch mit Windows 10. Viele dieser Geräte sind technisch noch funktionsfähig, erfüllen aber nicht die Systemanforderungen für Windows 11. Nutzer mit älterer Hardware müssen sich nach dem Support-Ende potenziell einen neuen Rechner zulegen - oder Sicherheitsrisiken eingehen.Zahlen von 2022 zeigten, dass 43 Prozent aller Computer mit Windows 10 betrieben werden - etwa 400 Millionen Geräte, die aufgrund inkompatibler Hardware nicht auf Windows 11 aktualisieren können. Nach dem Support-Ende drohen diese Systeme ohne Sicherheitsupdates zu Sicherheitsrisiken zu werden.
Verbraucherzentrale fordert EU-Regelungen
Die Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) kritisiert Microsofts Vorgehen scharf. Michaela Schröder, Geschäftsbereichsleiterin Verbraucherpolitik des VZBV, bringt die Kritik auf den Punkt:Im Oktober 2026 stehen dann viele Nutzerinnen und Nutzer wieder vor derselben Herausforderung.Mit der aktuellen Maßnahme zur Sicherheitsupdate-Politik für Windows 10 verschiebe Microsoft das Problem nur um ein Jahr.
Die Verbraucherschützer sehen die Europäische Union in der Pflicht. Der Cyber Resilience Act ermögliche es der EU-Kommission, Mindeststandards für den Support digitaler Geräte festzulegen. Supportzeiträume sollten sich an der tatsächlichen Nutzungsdauer der Endgeräte orientieren, nicht am "guten Willen der Unternehmen", so Schröder.
Internationale Kritik wächst
Die Kritik beschränkt sich nicht auf Deutschland. Eine US-Verbraucherschutzorganisation startete eine Petition gegen Microsofts Vorgehen. Über 16.300 Verbraucher und 590 Unternehmen haben bereits unterzeichnet. Die Organisation kritisiert das "Wegwerfsystem", das den Planeten zerstöre und Verbraucherrechte verletze.Die Verbraucherzentrale mahnt: Verbraucher bräuchten verlässliche Systeme, die über Jahre aktuell bleiben. Das vermeide unnötige Kosten und schone die Umwelt durch weniger Elektroschrott. Die einjährige Verlängerung sei zwar ein Schritt in die richtige Richtung, löse aber nicht das strukturelle Problem der zu kurzen Supportzyklen.
Was meint ihr zu Microsofts Supportpolitik? Sollte die EU strengere Regeln für Betriebssystem-Updates einführen? Teilt eure Meinung in den Kommentaren mit.
Wann endet der Support für Windows 10?
Der reguläre Support für Windows 10 endet am 14. Oktober 2025. Danach gibt es keine Funktions- oder Qualitätsupdates mehr, sondern nur noch Sicherheitsupdates im Rahmen des ESU-Programms.
Diese Extended Security Updates (ESU) werden erstmals auch für Privatanwender angeboten - ein Jahr lang kostenlos. Für Unternehmen sind bis zu drei Jahre möglich, sofern sie sich für das Programm registrieren.
Diese Extended Security Updates (ESU) werden erstmals auch für Privatanwender angeboten - ein Jahr lang kostenlos. Für Unternehmen sind bis zu drei Jahre möglich, sofern sie sich für das Programm registrieren.
Wer kann die ESU-Sicherheitsupdates nutzen?
Anders als bei früheren Windows-Versionen bietet Microsoft die ESU-Updates für Windows 10 auch Privatanwendern mit Home- und Pro-Edition an - und das im ersten Jahr kostenlos.
Unternehmen können sich für bis zu drei Jahre verlängerten Support anmelden. Voraussetzung ist die Teilnahme am ESU-Programm. Geräte mit LTSC-Versionen sind hiervon ausgenommen, da sie eigene Supportzyklen haben.
Unternehmen können sich für bis zu drei Jahre verlängerten Support anmelden. Voraussetzung ist die Teilnahme am ESU-Programm. Geräte mit LTSC-Versionen sind hiervon ausgenommen, da sie eigene Supportzyklen haben.
Was passiert nach Oktober 2025?
Nach dem 14. Oktober 2025 gibt es keine regulären Updates mehr für Windows 10. Nur wer sich für das ESU-Programm anmeldet, erhält weiterhin Sicherheitsupdates.
Nutzer sollten spätestens jetzt mit der Planung eines Umstiegs auf Windows 11 oder eine LTSC-Version beginnen. Microsoft bietet ein Jahr Übergangszeit - danach steigt das Risiko durch fehlende Sicherheits-Patches deutlich.
Nutzer sollten spätestens jetzt mit der Planung eines Umstiegs auf Windows 11 oder eine LTSC-Version beginnen. Microsoft bietet ein Jahr Übergangszeit - danach steigt das Risiko durch fehlende Sicherheits-Patches deutlich.
Zusammenfassung
- Support für Windows 10 wird im EWR um ein Jahr bis Oktober 2026 verlängert
- Mehr als 30 Millionen deutsche Rechner laufen noch mit Windows 10
- VZBV kritisiert Microsoft für bloßes Verschieben des grundlegenden Problems
- EU soll laut Verbraucherschützern Mindeststandards für Support festlegen
- Viele Windows-10-Geräte erfüllen nicht die Anforderungen für Windows 11
- Nach Support-Ende drohen Sicherheitsrisiken oder teure Neuanschaffungen
Siehe auch:
- Windows 10 zu 11: Microsoft startet Unternehmen-Backup-Tool in Kürze
- Windows 10: Microsoft veröffentlicht eines der letzten WinRE-Updates
- Windows 10: Microsoft veröffentlicht letztes Update vor Support-Ende
- Windows 10/11: Alle Infos zum Microsoft-Patchday September 2025
- Zahltag für Microsoft: Windows-10-Ende kostet Kunden Milliarden
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