DreamScene-Revival: Windows 11 bringt Video-Hintergründe zurück

Microsoft testet in Windows 11 eine Rückkehr der Videohinter­grün­de: Nutzer können künftig MP4-Dateien als animierte Desk­top-Wall­pa­per verwenden. Die Funktion erinnert an DreamScene aus Win­dows Vista und könnte Wallpaper Engine Konkurrenz machen.
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Video-Hintergründe kehren nach vielen Jahren möglicherweise zurück

Fast zwei Jahrzehnte nach dem Verschwinden von DreamScene aus Windows Vista testet Microsoft wieder animierte Desktop-Hintergründe. In aktuellen Insider-Builds von Windows 11 können Nutzer erstmals nativ Videos als Wallpaper verwenden, ohne auf Drittanbieter-Software angewiesen zu sein.

Die Funktion unterstützt verschiedene Videoformate wie MP4, MKV, MOV, WMV, AVI, M4V und WEBM. Videos lassen sich über die gewohnten Personalisierungseinstellungen auswählen und laufen automatisch in einer Endlosschleife ab. Dabei bleiben Desktop-Symbole und die Taskleiste sichtbar über dem bewegten Hintergrund.

Entdeckt hat die neue Funktion der bekannte Windows-Enthusiast @phantomofearth, der ein dazu passendes Video auf X teilte. Die Implementierung zeigt, dass Microsoft möglicherweise auf die Nachfrage nach animierten Hintergründen reagiert, die seit Jahren durch Drittanbieter-Lösungen wie Wallpaper Engine bedient wird.


Comeback einer vergessenen Vista-Funktion

Windows Vista Ultimate führte 2007 mit DreamScene eine ähnliche Technologie ein, die WMV- und MPG-Dateien als Desktop-Hintergründe abspielen konnte. Die damalige Implementierung war jedoch problematisch: Computer hatten Schwierigkeiten mit der konstanten Wiedergabe, da CPUs und GPUs überlastet wurden. Performance-Probleme und hoher Energieverbrauch führten dazu, dass DreamScene mit Windows 7 wieder eingemottet wurde.

Moderne Computer haben aber deutlich bessere technische Voraussetzungen. Die Technologie hat sich seit 2007 erheblich verbessert, und heutige Computer verfügen über entsprechende Hardware für effiziente Videowiedergabe (Laptop-Nutzer sollten jedoch bedenken, dass das auf Kosten der Akkulaufzeit gehen dürfte). Microsoft setzt hier vermutlich auf die Media-Foundation-API für hardwarebeschleunigtes Decoding, was die Belastung für CPU und GPU reduziert.

Allerdings bietet Microsofts native Lösung - zumindest laut aktuellem Stand - weniger Funktionen als spezialisierte Tools. Während Wallpaper Engine interaktive 3D-Umgebungen, komplexe Animationen und Community-Inhalte unterstützt, beschränkt sich die Windows-Implementierung auf einfache Videowiedergabe. Die Funktion arbeitet zudem nur auf dem Desktop, nicht auf dem Sperrbildschirm.

Verfügbarkeit noch ungewiss

Die Video-Wallpaper sind derzeit nur in den Dev- und Beta-Builds der Windows 11 Version 26220.6690 verfügbar. Nutzer müssen dem Windows Insider Programm beitreten und die Feature-ID 57645315 aktivieren. Da es sich um eine experimentelle Funktion handelt, ist unklar, wann oder ob sie überhaupt in die stabile Version von Windows 11 aufgenommen wird.

Freut ihr euch auf die Rückkehr der Video-Hintergründe in Windows 11? Teilt eure Meinung zu dieser nostalgischen Funktion in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Windows 11 ermöglicht in Testversionen wieder native Video-Hintergründe
  • Verschiedene Videoformate werden unterstützt und laufen in Endlosschleife
  • Die Funktion ähnelt dem DreamScene-Feature aus Windows Vista von 2007
  • Moderne Hardware sorgt für bessere Performance als bei früheren Versuchen
  • Aktuell bietet die native Lösung weniger Funktionen als Drittanbieter
  • Die Funktion ist bisher nur in Windows-Insider-Builds mit spezieller ID nutzbar

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