Windows 11-Bug: Updates stoppen Wiedergabe von DRM/HDCP-Videos

Nach den September Patch-Day für Windows 11 verweigern Blu-Ray- und TV-Anwendungen teilweise die Wiedergabe - Microsoft hat die Probleme inzwischen offiziell bestätigt. Wenn also plötzlich die Wiedergabe streikt, liegt das nicht unbedingt an dem Medium.
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Windows-Update legt Blu-Ray und TV-Apps lahm

Ein Windows-Sicherheitsupdate sorgt derzeit für großen Ärger bei Nutzern, die noch auf klassische Medien zum Schauen von Filmen und Serien setzen. Nach der Installation des Updates KB5065426 für Windows 11 24H2 berichten Anwender von massiven Problemen bei der Wiedergabe von urheberrechtlich geschütztem Videomaterial. Auch beim Vorschau-Update KB5064081 soll der Fehler bereits aufgetaucht sein.

Microsoft hat inzwischen bestätigt, das bestimmte Blu-Ray- und TV-Anwendungen ihren Dienst verweigern. Betroffen sind Programme, die auf den Enhanced Video Renderer (EVR) in Kombination mit HDCP- oder DRM-Schutzmechanismen setzen.


Was ist passiert, wie zeigt sich der Fehler?

Das Resultat ist dann ein plötzlicher Abspielabbruch, oder Fehlermeldungen, eingefrorene Bilder und komplett schwarze Bildschirme. Viele Informationen werden aber derzeit nicht zur Verfügung gestellt. Da heißt es:

  • Bei einigen Digital-TV- und BluRay/DVD-Anwendungen können nach der Installation des Windows-Preview-Updates vom 29. August 2025 (KB5064081) oder späteren Updates Probleme bei der Wiedergabe geschützter Inhalte auftreten. Bei Anwendungen, die Enhanced Video Renderer mit HDCP-Durchsetzung oder Digital Rights Management (DRM) für digitale Audiodaten verwenden, können Fehler beim Kopierschutz, häufige Unterbrechungen der Wiedergabe, Einfrieren oder schwarze Bildschirme auftreten. Dieses Problem hat keine Auswirkungen auf Streaming-Dienste.
  • Nächste Schritte: Wir arbeiten daran, Lösungen in zukünftigen Windows-Updates bereitzustellen, und werden weitere Informationen bereitstellen, sobald diese verfügbar sind.

Streamingdienste sind nicht betroffen. Wer seine Filme und Serien bei Netflix, Disney+ oder Amazon Prime schaut, kann die Updates also problemlos einspielen. Probleme treten ausschließlich bei Anwendungen auf, die physische Medien wie Blu-ray-Discs oder digitale TV-Signale abspielen - ein Markt, der zwar rückläufig, aber längst nicht tot ist. Für betroffene Nutzer bedeutet das im Klartext: Legal erworbene Inhalte lassen sich nicht mehr nutzen.

Keine Übergangslösung, Fix angekündigt

Technisch steckt dahinter ein altes Relikt. Der EVR, ein Windows-Baustein für die geschützte Videowiedergabe, arbeitet tief im Zusammenspiel mit DirectShow und der Media Foundation. Seine Aufgabe ist es, dass geschützte Frames nur über vertrauenswürdige Direct3D-Schnittstellen ausgegeben werden - ein Kernstück, um Lizenzvorgaben von Filmstudios zu erfüllen. Doch genau hier hakt es nun nach den jüngsten Updates.

Einen Ausweg bietet Microsoft bislang nicht. Wer auf Blu-Ray-Wiedergabe oder Digital-TV angewiesen ist, soll nach Möglichkeit die Installation der fehlerhaften Patches verschieben oder auf das nächste Update warten. Eine Deinstallierung von Sicherheitsupdates ist nur der letzte Ausweg. Details und den aktuellen Stand bei der Lösungsfindung dokumentiert Microsoft im Windows Health Dashboard.

Was meint ihr: Ärgerlich, aber verschmerzbar, weil Streaming ohnehin dominiert - oder ist es ein großes Problem, dass Microsoft immer wieder wichtige Funktionen durch Updates stört?

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Zusammenfassung
  • Windows 11-Updates stören Wiedergabe von DRM- und HDCP-geschützten Videos
  • Blu-ray-Discs und TV-Apps betroffen, Streaming-Dienste funktionieren
  • Problem liegt beim Enhanced Video Renderer in Verbindung mit Schutz
  • Microsoft rät, fehlerhafte Updates vorerst nicht zu installieren
  • Lösung erst mit kommendem Update in Aussicht

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