Xbox-Modus für Windows 11-Handhelds freigeschaltet und geleakt

Windows-Enthusiasten haben den neuen Xbox-Modus für Handheld-Gaming-PCs bereits vor dem offiziellen Release freigeschaltet. Der Modus verspricht bessere Performance durch reduzierte Hintergrundprozesse und spart bis zu zwei GB Arbeitsspeicher.
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Asus x Microsoft

Xbox-Modus vorzeitig verfügbar

Der neue Xbox-Modus für Windows 11 optimiert das Betriebssystem speziell für Gaming-Handhelds, indem er alle Autostart-Programme standardmäßig deaktiviert. Programme wie OneDrive, Steam, GOG, Discord und andere Anwendungen, die normalerweise beim Systemstart geladen werden, bleiben inaktiv und geben dadurch Systemressourcen frei.

Die Auswirkungen auf die Performance sind messbar: In Tests mit Shadow of the Tomb Raider erreichte ein ROG Ally im Xbox-Modus durchschnittlich 38 FPS, während derselbe Benchmark im normalen Desktop-Modus nur 29 FPS erzielte. Bei Celeste sank der RAM-Verbrauch von 10,6 GB auf 9,4 GB - eine Einsparung von über einem Gigabyte, selbst nachdem bereits alle sichtbaren Autostart-Programme manuell geschlossen wurden.

Wie The Verge unter Berufung auf Reddit schreibt, haben Enthusiasten Anleitungen veröffentlicht, um den Xbox-Modus auf dem Asus ROG Ally sowie verschiedenen Handheld-Gaming-PCs zu aktivieren.

Funktionsweise und Einschränkungen

Der Xbox-Modus ersetzt den Windows-Desktop durch die Xbox-App im Vollbildmodus, wobei Start-Menü, Taskleiste und Desktop-Hintergrund nicht geladen werden. Nutzer können trotzdem auf den klassischen Windows-Desktop wechseln, allerdings empfiehlt Microsoft für diese Ansicht die Verwendung von Touch-Eingabe oder Maus und Tastatur.

Die Performance-Verbesserungen (und eine längere Akkulaufzeit) entstehen wie anfangs erwähnt hauptsächlich durch das Deaktivieren der Autostart-Programme - Nutzer, die diese bereits manuell konfiguriert haben, werden weniger Unterschiede zwischen Xbox-Modus und Desktop-Modus feststellen. Das zeigt, dass der Xbox-Modus primär eine benutzerfreundliche Lösung für weniger technisch versierte Anwender darstellt.

Verfügbarkeit und Risiken

Der Xbox-Modus ist Teil des kommenden Windows 11 Update 25H2, das sich noch in der Vorbereitungsphase befindet und noch nicht allgemein verfügbar ist. Interessierte können jedoch Preview-Builds herunterladen und den Modus auf diese Weise bereits ausprobieren. Die Installation erfordert allerdings Registry-Änderungen und Anpassungen an Windows-Funktionen, was zu Systeminstabilität führen oder eine Neuinstallation von Windows erforderlich machen kann.

Microsoft plant, den Xbox-Modus zunächst im Oktober auf dem Asus ROG Ally und ROG Ally X zu veröffentlichen, bevor er 2025 auf andere Windows-basierte Handhelds ausgeweitet wird. Diese schrittweise Einführung spiegelt Microsofts vorsichtigen Ansatz wider, nachdem das Unternehmen in der Vergangenheit bereits mehrfach versucht hatte, Windows für mobile Gaming-Geräte zu optimieren - von Windows Mobile bis hin zu verschiedenen Tablet-Modi.

Der Xbox-Modus stellt natürlich so etwas wie Microsofts Antwort auf Valves SteamOS dar. Letzteres wurde speziell für Gaming-Handhelds entwickelt und läuft auf dem Steam Deck. Während SteamOS auf Linux basiert und dadurch von Grund auf schlanker ist, versucht Microsoft nun, Windows durch gezielte Deaktivierung von Funktionen ähnlich effizient zu gestalten.

Was haltet ihr von Microsofts Xbox-Modus für Gaming-Handhelds? Seht ihr darin eine ernsthafte Konkurrenz zu SteamOS oder nur einen längst überfälligen Schritt? Teilt eure Erfahrungen mit Gaming-Handhelds in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Xbox-Modus für Windows 11-Handhelds wurde vorzeitig freigeschaltet
  • Deaktivierung von Autostart-Programmen spart bis zu zwei GB Arbeitsspeicher
  • Performance-Tests zeigen deutliche FPS-Steigerungen im Xbox-Modus
  • Modus ersetzt Windows-Desktop durch Xbox-App im Vollbildmodus
  • Offizieller Release startet im Oktober zunächst auf ASUS ROG Ally-Geräten
  • Microsoft versucht mit Xbox-Modus gegen Valves SteamOS zu konkurrieren

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