Der Grund, warum Windows-Updates nun langweilige Namen haben
Microsoft benannte seine früher saisonal genannten Windows-Updates von "Spring" und "Fall" zu "H1" und "H2" um - aus einem überraschend simplen Grund. Ein Mitarbeiter aus der südlichen Hemisphäre brachte das Unternehmen zum Umdenken.
Die Geschichte hinter diesem Wandel zeigt, wie wichtig Inklusion auch in der Softwareentwicklung ist. Microsoft hatte ursprünglich auf jahreszeitliche Begriffe wie "Frühling" und "Herbst" gesetzt, um die halbjährlichen Feature-Updates zu kennzeichnen. Diese Namensgebung schien zunächst praktisch und eingängig - zumindest für Nutzer in der nördlichen Hemisphäre.
Wie Microsoft-Veteran Raymond Chen in seinem Blog The Old New Thing berichtet, wies der Kollege darauf hin, dass ein "Fall Creators Update" für ihn keinen Sinn ergebe, da in seiner Heimat zu diesem Zeitpunkt nicht Herbst herrsche, sondern Frühling.
Heute hat Microsoft seine Update-Strategie weiter vereinfacht. Statt zwei großer Feature-Updates pro Jahr gibt es nur noch eines, was die gesamte Namenskonvention zusätzlich entschlackt hat.
Was haltet ihr von Microsofts Entscheidung? Sind euch solche kulturellen Unterschiede bei Software schon einmal aufgefallen?
Siehe auch:
Warum Microsoft seine Update-Namen änderte
Wer schon länger mit Windows arbeitet, erinnert sich vielleicht an die anfangs durchaus kreativen Namen der großen Updates: "Anniversary Update", "Fall Creators Update" oder "Spring Creators Update". Diese Bezeichnungen machten natürlich (jahres-) zeitliche Bezüge, doch seit 2018 verwendet Microsoft ein deutlich logischeres, aber auch langweiligeres System mit den Bezeichnungen H1 und H2 für die beiden Jahreshälften.Die Geschichte hinter diesem Wandel zeigt, wie wichtig Inklusion auch in der Softwareentwicklung ist. Microsoft hatte ursprünglich auf jahreszeitliche Begriffe wie "Frühling" und "Herbst" gesetzt, um die halbjährlichen Feature-Updates zu kennzeichnen. Diese Namensgebung schien zunächst praktisch und eingängig - zumindest für Nutzer in der nördlichen Hemisphäre.
Ein Mitarbeiter sorgte für Umdenken
Der Wendepunkt kam während einer Belegschaftsversammlung, als eine Führungskraft die Anwesenden nach unbewussten Voreingenommenheiten im Unternehmen fragte. Ein Mitarbeiter, der in der südlichen Hemisphäre aufgewachsen war, meldete sich zu Wort und machte auf ein fundamentales Problem aufmerksam: Die jahreszeitlichen Bezeichnungen spiegelten eine Voreingenommenheit zugunsten der nördlichen Hemisphäre wider.Wie Microsoft-Veteran Raymond Chen in seinem Blog The Old New Thing berichtet, wies der Kollege darauf hin, dass ein "Fall Creators Update" für ihn keinen Sinn ergebe, da in seiner Heimat zu diesem Zeitpunkt nicht Herbst herrsche, sondern Frühling.
Schnelle Änderung
Die Reaktion des Unternehmens war bemerkenswert: Bereits am nächsten Tag wurde beschlossen, die Namensgebung der halbjährlichen Updates auf ein Hemisphären-neutrales System umzustellen. Die neuen Bezeichnungen H1 und H2 orientieren sich an der in der Finanzwelt üblichen Einteilung der Geschäftsjahre in erste und zweite Hälfte. Das ist zwar durchaus langweiliger, aber eben globaler.Heute hat Microsoft seine Update-Strategie weiter vereinfacht. Statt zwei großer Feature-Updates pro Jahr gibt es nur noch eines, was die gesamte Namenskonvention zusätzlich entschlackt hat.
Was haltet ihr von Microsofts Entscheidung? Sind euch solche kulturellen Unterschiede bei Software schon einmal aufgefallen?
Zusammenfassung
- Microsoft änderte Update-Namen von saisonalen auf H1/H2-Bezeichnungen
- Die früheren Namen wie Fall Creators Update zeigten nördliche Hemisphäre
- Ein Mitarbeiter aus der südlichen Hemisphäre wies auf das Problem hin
- In seiner Heimat herrschte Frühling statt Herbst zur gleichen Jahreszeit
- Microsoft stellte bereits am nächsten Tag auf neutrale Bezeichnungen um
- Die Begriffe H1 und H2 stammen aus der Einteilung von Geschäftsjahren
- Heute gibt Microsoft nur noch ein großes Feature-Update pro Jahr heraus
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