Autovermieter Hertz scannt per KI auf Schäden - Kunden kriegen Krise
Der US-Autovermieter Hertz hat im großen Stil mit der Einführung von KI-gestützter Bilderkennung begonnen, um so schnell und praktisch vollautomatisch die Fahrzeuge seiner Mietwagenflotte bei der Rückgabe auf Schäden zu prüfen. Die Kunden beschweren sich reihenweise über hohe Rechnungen.
Hertz hat an großen Standorten wie dem Hartsfield-Jackson International Airport in Atlanta, Georgia bereits seine KI-Scanner installiert und will im weiteren Jahresverlauf bereits an insgesamt 100 US-Flughäfen mit den Systemen arbeiten. Die Autos fahren für die Untersuchung durch eine Art Tunnel, in dem neben starker Beleuchtung auch hochauflösende Kameras angebracht sind, deren Aufnahmen dann mit Machine Learning Algorithmen ausgewertet werden.
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KI-Kamera-Tunnel: UVeye liefert die Technik
Wird ein Schaden erkannt, liefert das System innerhalb kürzester Zeit eine Rechnung. Was eigentlich eine größere Transparenz bedeutet - schließlich können die Kunden die Vorher-Nachher-Fotos selbst ausführlich prüfen, sorgt bereits für Klagen über hohe Rechnungen. Außerdem gibt es Beschwerden, dass der hohe Automatisierungsgrad dazu führt, dass die Kunden kaum noch Möglichkeiten haben, Rechnungen zu beanstanden.
Hertz löste dabei nicht auf, wie die zusätzlichen Kosten zustande kommen. Ein Rabattangebot bei schneller Bezahlung der Forderung des Autovermieters war aufgrund mangelnder Kontaktmöglichkeiten, die nur aus einem Chatbot bestanden, kaum vom Kunden annehmbar. Andere Kunden aus den USA beschwerten sich ebenfalls, wobei häufig kritisiert wurde, dass Hertz hohe Rechnungen stellt, wobei die beanstandeten Schäden vermeintlich geringfügig erschienen.
Der Autovermieter besteht unterdessen darauf, dass das System auch für die Kunden Vorteile bietet, da alle Schäden klar und detailliert dokumentiert werden. Außerdem sei der Prozess für die Abwicklung von Schadensfällen durch die KI-Kameras deutlich beschleunigt worden.
Allerdings macht Hertz keinerlei Angaben darüber, welche Kosten den Kunden durch eventuelle Schäden entstehen können und wie die Gebühren berechnet werden. Auch gibt es keine öffentlich verfügbaren Informationen darüber, inwiefern durch die KI-Schadenserkennung Einsparungen gegenüber der Dokumentation von Schäden durch menschliche Mitarbeiter möglich sind. Hertz vermietet in den USA seine Fahrzeuge auch unter den Tochtermarken Dollar Car Rental und Thrifty.
Siehe auch:
KI-Tunnel erkennt Schäden mit Kameras & Machine Learning
Wer in den USA ein Auto beim Vermieter Hertz ausleiht, muss sich darauf einstellen, dass der Wagen bei der Rückgabe deutlich intensiver auf mögliche Schäden untersucht wird als bisher. Hertz hat nämlich in Kooperation mit einer israelischen Firma namens UVeye begonnen, die Mietwagen nicht mehr von menschlichem Personal prüfen zu lassen, sondern mittels KI-gestützter Bilderkennung.Hertz hat an großen Standorten wie dem Hartsfield-Jackson International Airport in Atlanta, Georgia bereits seine KI-Scanner installiert und will im weiteren Jahresverlauf bereits an insgesamt 100 US-Flughäfen mit den Systemen arbeiten. Die Autos fahren für die Untersuchung durch eine Art Tunnel, in dem neben starker Beleuchtung auch hochauflösende Kameras angebracht sind, deren Aufnahmen dann mit Machine Learning Algorithmen ausgewertet werden.
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KI-Kamera-Tunnel: UVeye liefert die Technik
Schadensrechnung innerhalb von Minuten
Das System vergleicht im Anschluss die Fotos mit früheren Aufnahmen, um so Unterschiede und damit mutmaßlich neu entstandene Schäden zu erkennen. Hertz will die Fahrzeuge so häufiger, genauer und effizienter auf Schäden prüfen. Die Kunden fahren die Mietwagen oft sogar selbst durch die KI-Scanner und erhalten dann innerhalb weniger Minuten einen digitalen Bericht, der ebenso die Vergleichsbilder enthält.Wird ein Schaden erkannt, liefert das System innerhalb kürzester Zeit eine Rechnung. Was eigentlich eine größere Transparenz bedeutet - schließlich können die Kunden die Vorher-Nachher-Fotos selbst ausführlich prüfen, sorgt bereits für Klagen über hohe Rechnungen. Außerdem gibt es Beschwerden, dass der hohe Automatisierungsgrad dazu führt, dass die Kunden kaum noch Möglichkeiten haben, Rechnungen zu beanstanden.
Hunderte Dollar an intransparenten Gebühren
Laut einem Bericht des Magazins The Drive erhielt ein Kunde, der ein Fahrzeug in Atlanta zurückgab, eine Rechnung in Höhe für 440 US-Dollar, weil sich an einer Felge ein etwa 2,5 Zentimeter langer 'Kratzer' befand. Hertz berechnete voll automatisiert 250 Dollar für die Reparatur, 125 Dollar für das 'Processing' des Vorgangs und eine Verwaltungsgebühr in Höhe von 65 Dollar.Hertz löste dabei nicht auf, wie die zusätzlichen Kosten zustande kommen. Ein Rabattangebot bei schneller Bezahlung der Forderung des Autovermieters war aufgrund mangelnder Kontaktmöglichkeiten, die nur aus einem Chatbot bestanden, kaum vom Kunden annehmbar. Andere Kunden aus den USA beschwerten sich ebenfalls, wobei häufig kritisiert wurde, dass Hertz hohe Rechnungen stellt, wobei die beanstandeten Schäden vermeintlich geringfügig erschienen.
Der Autovermieter besteht unterdessen darauf, dass das System auch für die Kunden Vorteile bietet, da alle Schäden klar und detailliert dokumentiert werden. Außerdem sei der Prozess für die Abwicklung von Schadensfällen durch die KI-Kameras deutlich beschleunigt worden.
Allerdings macht Hertz keinerlei Angaben darüber, welche Kosten den Kunden durch eventuelle Schäden entstehen können und wie die Gebühren berechnet werden. Auch gibt es keine öffentlich verfügbaren Informationen darüber, inwiefern durch die KI-Schadenserkennung Einsparungen gegenüber der Dokumentation von Schäden durch menschliche Mitarbeiter möglich sind. Hertz vermietet in den USA seine Fahrzeuge auch unter den Tochtermarken Dollar Car Rental und Thrifty.
Zusammenfassung
- Hertz nutzt KI-gestützte Bilderkennung zur automatischen Schadensprüfung
- Das System fotografiert Fahrzeuge und vergleicht Bilder mit früheren Aufnahmen
- Ausrollung an bereits 100 US-Flughäfen im Laufe des Jahres geplant
- Kunden erhalten schnell digitale Berichte mit Vorher-Nachher-Bildern
- Beschwerden über hohe Rechnungen für vermeintlich geringfügige Schäden
- Beispiel: 440 Dollar Rechnung für einen 2,5 Zentimeter langen Reifenkratzer
- Kritik an mangelnden Kontaktmöglichkeiten zur Rechnungsklärung
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