Werbung mit integrierter KI schreckt inzwischen eher vom Kauf ab
Es ist offenbar nicht besonders klug, wenn Unternehmen ihre Produkte mit der Integration von KI-Features bewerben. Denn dies führt inzwischen dazu, dass Verbraucher eher von einem Kauf abgeschreckt werden.
"Wir dachten zunächst, dass der Hinweis auf KI die Kaufbereitschaft erhöht, weil KI allgegenwärtig beworben wird", sagt Studienautor Dogan Gursoy. "Aber tatsächlich wirkt es eher abschreckend." In mehreren Experimenten, in denen die Forschenden zwei Gruppen von jeweils etwa 100 Personen unterschiedliche Werbeanzeigen zeigten, habe sich dies herausgestellt.
Die eine Gruppe sah Produkte mit Formulierungen wie "KI-gestützt" oder "mit künstlicher Intelligenz", während die andere auf Begriffe wie "neue Technologie" oder "modernste Technik" stieß. Ergebnis: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die mit KI-bezogenen Begriffen konfrontiert wurden, zeigten geringeres Interesse, das Produkt zu kaufen oder auszuprobieren - insbesondere bei Produkten mit potenziellem Sicherheitsrisiko.
Eine weitere, größere Studie des Marktforschungsinstituts Parks Associates kam zu ähnlichen Ergebnissen. Von rund 4.000 Befragten sagten nur 18 Prozent, dass KI sie eher zum Kauf animieren würde. 24 Prozent hingegen gaben an, dass sie bei einem KI-Hinweis eher vom Kauf Abstand nehmen würden. Besonders ältere Menschen zeigten sich kritisch: In der Altersgruppe 65+ sank die Kaufbereitschaft am stärksten.
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Besonders bei Autos ausgeprägt
Eine neue Studie von Forschenden der Washington State University und der Temple University zeigt, dass Hinweise auf den Einsatz von KI in Werbung eher Skepsis als Begeisterung auslösen - besonders bei Produkten mit höherem wahrgenommenem Risiko wie Autos oder medizinische Dienstleistungen. Das berichtet das Wall Street Journal."Wir dachten zunächst, dass der Hinweis auf KI die Kaufbereitschaft erhöht, weil KI allgegenwärtig beworben wird", sagt Studienautor Dogan Gursoy. "Aber tatsächlich wirkt es eher abschreckend." In mehreren Experimenten, in denen die Forschenden zwei Gruppen von jeweils etwa 100 Personen unterschiedliche Werbeanzeigen zeigten, habe sich dies herausgestellt.
Die eine Gruppe sah Produkte mit Formulierungen wie "KI-gestützt" oder "mit künstlicher Intelligenz", während die andere auf Begriffe wie "neue Technologie" oder "modernste Technik" stieß. Ergebnis: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die mit KI-bezogenen Begriffen konfrontiert wurden, zeigten geringeres Interesse, das Produkt zu kaufen oder auszuprobieren - insbesondere bei Produkten mit potenziellem Sicherheitsrisiko.
Bedenken überwiegen
Kaufentscheidungen werden laut den Forschenden häufig emotional getroffen. Viele Befragte vertrauten KI-basierten Angeboten nicht, vor allem wenn unklar bleibt, was die KI genau leistet. Auch Datenschutzbedenken spielen offenbar eine Rolle. Ein Beispiel: Das Interesse an einem "smarten" Kühlschrank mit KI war deutlich geringer als bei anderen risikoarmen Produkten wie einem Fernseher. Gursoy erklärt das unter anderem mit fehlendem Nutzen: "Ein smarter Kühlschrank kostet oft mehr, verlangt Software-Updates und könnte sensible Daten wie Essgewohnheiten erfassen."Eine weitere, größere Studie des Marktforschungsinstituts Parks Associates kam zu ähnlichen Ergebnissen. Von rund 4.000 Befragten sagten nur 18 Prozent, dass KI sie eher zum Kauf animieren würde. 24 Prozent hingegen gaben an, dass sie bei einem KI-Hinweis eher vom Kauf Abstand nehmen würden. Besonders ältere Menschen zeigten sich kritisch: In der Altersgruppe 65+ sank die Kaufbereitschaft am stärksten.
Zusammenfassung
- Hinweise auf KI-Features in Werbung schrecken Verbraucher eher ab
- Skepsis ist besonders hoch bei Produkten mit Sicherheitsrisiken
- Nur 18 Prozent werden durch KI-Hinweise zum Kauf animiert
- Befragte vertrauen KI-basierten Angeboten bei unklarem Nutzen nicht
- Datenschutzbedenken spielen bei der Ablehnung eine wichtige Rolle
- Ältere Menschen ab 65 Jahren reagieren besonders kritisch
- Emotionale Faktoren beeinflussen Kaufentscheidungen stärker als Technik
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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