EU gegen Pornhub & Co.:
Milliardenstrafen wegen Jugendschutz drohen
Die EU-Kommission hat eine Untersuchung gegen vier große Pornoplattformen wie Pornhub eingeleitet. Diese stehen im Verdacht, gegen das Digitale-Dienste-Gesetz zu verstoßen, indem sie Minderjährige nicht ausreichend vor Erwachseneninhalten schützen.
Nach Angaben der Kommission verfügen die betroffenen Plattformen nicht über "angemessene und verhältnismäßige Maßnahmen", um ein hohes Maß an Privatsphäre, Sicherheit und Schutz für Minderjährige zu gewährleisten. Konkret kritisiert Brüssel das Fehlen wirksamer Altersverifikationssysteme, die Kinder und Jugendliche daran hindern würden, auf Erwachseneninhalte zuzugreifen.
Wie der Guardian berichtet, wurden die Unternehmen 2023 als "sehr große Online-Plattformen" gemäß dem DSA eingestuft, was sie verpflichtet, mehr gegen illegale und schädliche Inhalte auf ihren Plattformen zu unternehmen. Die Kommission hatte nach einer Untersuchung festgestellt, dass alle vier Plattformen mindestens 45 Millionen durchschnittliche monatliche Nutzer in der EU haben - die Schwelle, um als "sehr große Online-Plattform" (VLOP) eingestuft zu werden.
Die Plattformen haben es laut Vorwurf auch versäumt, ausreichende Risikobewertungen durchzuführen, um negative Auswirkungen auf die Rechte von Kindern und das geistige und körperliche Wohlbefinden der Nutzer zu identifizieren und zu mindern. Derzeit verlassen sich die meisten Pornoseiten auf einfache Selbstdeklarationen, bei denen Nutzer lediglich bestätigen müssen, dass sie volljährig sind - eine Methode, die als völlig unzureichend angesehen wird.
Was haltet ihr von diesen Maßnahmen der EU? Sind strengere Alterskontrollen der richtige Weg, oder seht ihr andere Lösungen für den Jugendschutz im Internet? Teilt eure Meinungen in den Kommentaren!
Siehe auch:
EU gegen Pornoseiten: Unzureichender Jugendschutz im Visier
Die Europäische Kommission hat heute offiziell Untersuchungen gegen vier der weltweit größten Pornografie-Plattformen eingeleitet. Pornhub, Stripchat, XNXX und XVideos werden verdächtigt, gegen den Digital Services Act (DSA) zu verstoßen, was zu Geldstrafen von bis zu sechs Prozent ihres weltweiten Jahresumsatzes führen könnte. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht der mangelhafte Schutz von Minderjährigen vor pornografischen Inhalten.Nach Angaben der Kommission verfügen die betroffenen Plattformen nicht über "angemessene und verhältnismäßige Maßnahmen", um ein hohes Maß an Privatsphäre, Sicherheit und Schutz für Minderjährige zu gewährleisten. Konkret kritisiert Brüssel das Fehlen wirksamer Altersverifikationssysteme, die Kinder und Jugendliche daran hindern würden, auf Erwachseneninhalte zuzugreifen.
Wie der Guardian berichtet, wurden die Unternehmen 2023 als "sehr große Online-Plattformen" gemäß dem DSA eingestuft, was sie verpflichtet, mehr gegen illegale und schädliche Inhalte auf ihren Plattformen zu unternehmen. Die Kommission hatte nach einer Untersuchung festgestellt, dass alle vier Plattformen mindestens 45 Millionen durchschnittliche monatliche Nutzer in der EU haben - die Schwelle, um als "sehr große Online-Plattform" (VLOP) eingestuft zu werden.
Ineffektive Altersüberprüfung
Die EU-Kommission fordert, dass die Seiten Altersverifikationswerkzeuge einsetzen, um Minderjährigen den Zugang zu ihren Inhalten zu verwehren. Zudem sollen die Plattformen die Strafverfolgungsbehörden informieren, wenn sie eine tatsächliche oder wahrscheinliche Straftat vermuten, "die eine Gefahr für das Leben oder die Sicherheit einer Person darstellt", einschließlich sexuellen Kindesmissbrauchs.Die Plattformen haben es laut Vorwurf auch versäumt, ausreichende Risikobewertungen durchzuführen, um negative Auswirkungen auf die Rechte von Kindern und das geistige und körperliche Wohlbefinden der Nutzer zu identifizieren und zu mindern. Derzeit verlassen sich die meisten Pornoseiten auf einfache Selbstdeklarationen, bei denen Nutzer lediglich bestätigen müssen, dass sie volljährig sind - eine Methode, die als völlig unzureichend angesehen wird.
Technische Lösungen in Entwicklung
Die Kommission entwickelt gemeinsam mit den Mitgliedstaaten eine "White-Label"-Altersverifikations-App, die bereits im Sommer 2025 verfügbar sein soll. Diese könnte eine standardisierte Lösung für das Problem der Altersverifikation bieten. Experten weisen darauf hin, dass effektive Altersverifikationssysteme eine Balance zwischen Datenschutz und Zugangskontrolle finden müssen, da biometrische Verfahren oder die Verknüpfung mit Ausweisdokumenten datenschutzrechtliche Bedenken aufwerfen können.Was haltet ihr von diesen Maßnahmen der EU? Sind strengere Alterskontrollen der richtige Weg, oder seht ihr andere Lösungen für den Jugendschutz im Internet? Teilt eure Meinungen in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- EU-Kommission leitet Untersuchungen gegen vier große Pornoplattformen ein
- Verstoß gegen Digital-Services-Act wegen mangelhaftem Jugendschutz
- Fehlende Altersverifikationssysteme stehen im Zentrum der Kritik
- Plattformen könnten mit Geldstrafen von bis zu sechs Prozent des Umsatzes belegt
- Bisherige Selbstdeklaration zum Alter wird als völlig unzureichend angesehen
- EU plant White-Label-Altersverifikations-App für Sommer 2025
Siehe auch:
- USA: Gesetzesentwurf will Pornografie zum Bundesverbrechen machen
- Erste Porn-App auf dem iPhone: Apple schimpft auf die EU
- Porno im US-Süden fast überall geblockt, Suchen nach VPNs explodieren
- Spotify: In der Suche tauchen seit Kurzem explizite Porno-Videos auf
- Mattel wegen Porno-Link auf Verpackung zu Wicked-Puppe verklagt
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