Mattel wegen Porno-Link auf Verpackung zu Wicked-Puppe verklagt

Ein Fehldruck auf "Wicked"-Puppen führt zu einer Millionenklage gegen Mattel. Statt der offiziellen Filmwebsite wurde versehentlich ein Link zu einer Pornoseite abgedruckt. Nun sieht sich der Spielzeugriese mit rechtlichen Konsequenzen konfrontiert.
Film, Kino, Kinofilm, Wicked
Universal Pictures

Spielzeugfehler mit pikanten Folgen

Ein Tippfehler auf der Verpackung von "Wicked"-Puppen stürzt den Spielzeughersteller Mattel in rechtliche Turbulenzen. Statt auf die offizielle Website des Kinofilms zu verweisen, führte der QR-Code auf den Puppen zu einer pornografischen Webseite. Diese Panne hat nun eine Sammelklage mit einem Streitwert von über fünf Millionen Dollar zur Folge.

Im Zentrum der Klage steht Holly Ricketson aus South Carolina. Sie kaufte am 11. November 2024 eine "Wicked"-Puppe für ihre minderjährige Tochter. Als das Kind den auf der Verpackung angegebenen Link besuchte, landete es auf einer Website mit expliziten pornografischen Inhalten. Laut Klageschrift waren Mutter und Tochter von den Bildern "schockiert und entsetzt".

Wie das Branchenmagazin Variety berichtet, räumte Mattel den Fehler ein und zog die betroffenen Puppen umgehend aus dem Verkauf zurück. Das Unternehmen empfahl Kunden, die Verpackung zu entsorgen oder den Link unkenntlich zu machen. Allerdings bot Mattel keine Rückerstattung an, was einer der Hauptkritikpunkte der Klägerin ist.


Wicked, ein Musicalfilm mit Cynthia Erivo und Ariana Grande in den Hauptrollen, ist einer der größten Kassenschlager des Jahres. Trotz des Verpackungs-Fauxpas (den aber wohl die wenigsten "aktiv" mitbekommen haben dürften), hat der Film bisher bereits über 360 Millionen Dollar eingespielt. Die Panne hat dem Film nicht geschadet hat. Michael Moses, Marketingchef des verantwortlichen Filmstudios Universal, erklärte gegenüber Variety gelassen: "Ich glaube, das war eher eine Anekdote als eine echte Bedrohung."

Dennoch könnte der Vorfall weitreichende Folgen für Mattel haben. Die Klage wirft dem Unternehmen Fahrlässigkeit und Verstöße gegen kalifornische Verbraucherschutzgesetze vor. Ricketson fordert eine Entschädigung für alle US-Käufer der fehlerhaften Puppen.

Mattel selbst lehnte eine Stellungnahme zu dem laufenden Verfahren ab, betonte aber: "Die Wicked-Puppen sind mit korrekter Verpackung wieder im Verkauf bei Online-Händlern und in Geschäften erhältlich, um der starken Verbrauchernachfrage nach den Produkten gerecht zu werden. Der vorherige Fehldruck auf der Verpackung hat keinerlei Auswirkungen auf den Wert oder die Spielerfahrung, die das Produkt selbst in der begrenzten Anzahl von Einheiten bietet, die vor der Korrektur verkauft wurden."

Zusammenfassung
  • Mattel: Millionenklage wegen Porno-Link auf 'Wicked'-Puppenverpackung
  • QR-Code führte zu Pornoseite statt offizieller Filmwebsite
  • Mutter klagt nach schockierendem Erlebnis ihrer minderjährigen Tochter
  • Mattel zog Puppen zurück, bot aber keine Rückerstattung an
  • Trotz Panne: 'Wicked'-Film spielt über 360 Millionen Dollar ein
  • Klage wirft Mattel Fahrlässigkeit und Gesetzesverstöße vor
  • Mattel: Korrigierte Puppen wieder im Verkauf, Fehler ohne Produkteinfluss

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