CDU besetzt das neue Digitalministerium mit dem Chef vom Media Markt
Es klingt beinahe klischeehaft kurios: Die CDU hat im Rahmen der Regierungsbildung unter anderem die Aufgabe, den Chefposten im neuen Digitalministerium zu besetzen. Sie vergibt den Job an den Chef des Elektronikhändlers MediaMarktSaturn.
Allerdings verfügt er nicht über Erfahrungen in einem politischen Amt. Dies dürfte seine Aufgabe entsprechend schwer machen: Immerhin übernimmt er nicht einfach ein Ministerium, in dem ihm dann bereits ein eingespieltes Personal-Team unterstützend zur Seite steht - das ganze Haus mit seinen Organisationsstrukturen und den nötigen Netzwerken in Politik und Wirtschaft muss komplett neu aufgebaut werden.
Zumindest innerhalb der CDU ist Wildberger kein gänzlich Unbekannter. Der Manager ist auch stellvertretender Vorsitzender des CDU-Wirtschaftsrates. Aus diesem Gremium werden wohl gleich mehrere führende Mitglieder in die Bundesregierung aufsteigen: Der designierte Bundeskanzler Friedrich Merz war selbst einige Zeit Vizepräsident, Katherina Reiche soll das Wirtschaftsministerium bekommen, Patrick Schnieder wird Bundesverkehrsminister.
Dringend notwendig sind Fortschritte in dem Bereich ohne Frage. Immerhin hängt Deutschland bezüglich Internet-Infrastruktur hinter vielen anderen Ländern her und die Digitalisierung zahlreicher alltäglicher Prozesse kommt nur schleppend voran.
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Bisher kein politisches Amt
Nach Informationen der Rheinischen Post soll nun also Karsten Wildberger das komplett neue Ministerium übernehmen. Der promovierte Physiker war zuletzt für alle Media Markt- und Saturn-Filialen in Europa zuständig und gehört somit durchaus zu dem Spitzenmanagern Deutschlands.Allerdings verfügt er nicht über Erfahrungen in einem politischen Amt. Dies dürfte seine Aufgabe entsprechend schwer machen: Immerhin übernimmt er nicht einfach ein Ministerium, in dem ihm dann bereits ein eingespieltes Personal-Team unterstützend zur Seite steht - das ganze Haus mit seinen Organisationsstrukturen und den nötigen Netzwerken in Politik und Wirtschaft muss komplett neu aufgebaut werden.
Zumindest innerhalb der CDU ist Wildberger kein gänzlich Unbekannter. Der Manager ist auch stellvertretender Vorsitzender des CDU-Wirtschaftsrates. Aus diesem Gremium werden wohl gleich mehrere führende Mitglieder in die Bundesregierung aufsteigen: Der designierte Bundeskanzler Friedrich Merz war selbst einige Zeit Vizepräsident, Katherina Reiche soll das Wirtschaftsministerium bekommen, Patrick Schnieder wird Bundesverkehrsminister.
Bündelung nötig
Die Digitalpolitik war bisher über verschiedene Fachbereiche verteilt: So war für die Infrastruktur das Verkehrsministerium zuständig, für die IT-Branche das Wirtschaftsministerium und für rechtliche Fragen teilten sich Justiz- und Innenministerium die Kompetenzen. Nun sollen die verschiedenen Punkte in einem Haus zusammengeführt werden, das auch die ganze Modernisierung des Staatswesens voranbringen soll.Dringend notwendig sind Fortschritte in dem Bereich ohne Frage. Immerhin hängt Deutschland bezüglich Internet-Infrastruktur hinter vielen anderen Ländern her und die Digitalisierung zahlreicher alltäglicher Prozesse kommt nur schleppend voran.
Zusammenfassung
- CDU besetzt Chefposten im neuen Digitalministerium mit Karsten Wildberger
- Wildberger war zuvor Chef von MediaMarktSaturn und ist promovierter Physiker
- Fehlende politische Erfahrung könnte seine Aufgabe erschweren
- Ministerium muss komplett neu aufgebaut werden, inklusive Strukturen
- Wildberger ist stellvertretender Vorsitzender des CDU-Wirtschaftsrates
- Digitalpolitik wird nun in einem Ministerium zusammengeführt
- Deutschland hinkt bezüglich Digitalisierung und Infrastruktur hinterher
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