Trump schmeißt Chef der NSA und des Cyber Command raus
General Timothy Haugh, Leiter des US-Geheimdienstes und des U.S. Cyber Command, ist von der Trump-Regierung entlassen worden. Dies bestätigten sowohl Demokraten in den Geheimdienstausschüssen des Parlaments als auch eine mit der Angelegenheit vertraute Quelle.
Wie CBS News unter Berufung auf eine interne Quelle berichtet, übernimmt vorübergehend Generalleutnant William Hartman, derzeit stellvertretender Direktor des Cyber Command, die Leitung der NSA. Die NSA selbst sowie das Weiße Haus und Verteidigungsminister Pete Hegseth gaben zunächst keinen Kommentar ab.
General Haugh war erst seit gut einem Jahr im Amt. Seine Ernennung erfolgte im Mai 2023 durch den damaligen Präsidenten Joe Biden, wurde jedoch durch monatelange Blockaden des republikanischen Senators Tommy Tuberville verzögert. Grund dafür war dessen Protest gegen eine Pentagon-Politik zur Kostenübernahme bei Reisen im Zusammenhang mit reproduktiver Gesundheitsversorgung für Militärangehörige.
Demokraten zeigten sich schockiert über die Entlassung. Himes erklärte, er sei "zutiefst beunruhigt". Haugh sei ein gesetzestreuer, integrer Anführer gewesen, der die nationale Sicherheit stets in den Vordergrund gestellt habe - möglicherweise seien aber das genau die Eigenschaften, die ihm in der aktuellen Regierung zum Verhängnis geworden sind.
Besondere Brisanz erhält die Entlassung vor dem Hintergrund der jüngsten Signal-Leak-Affäre: Haugh hatte vor dem Kongress zu einem Fall ausgesagt, bei dem ein Journalist versehentlich Zugang zu einem Gruppenchat hochrangiger Regierungsmitglieder erhalten hatte - inklusive Gesprächen über einen Militärschlag gegen Huthi-Ziele.
Zusätzliche Spekulationen wurden entfacht, nachdem bekannt wurde, dass kurz vor Haughs Absetzung mindestens sechs Mitarbeiter des Nationalen Sicherheitsrates entlassen wurden - unmittelbar nach einem Besuch der umstrittenen rechten Aktivistin Laura Loomer im Oval Office. Loomer soll laut Warner erheblichen Einfluss auf nationale Sicherheitsentscheidungen im Weißen Haus haben.
Siehe auch:
Weißes Haus schweigt
Haughs Abberufung wurde durch den Abgeordneten Jim Himes, ranghöchstes demokratisches Mitglied des Geheimdienstausschusses im Repräsentantenhaus, sowie durch Senator Mark Warner, Vizevorsitzender des Geheimdienstausschusses im Senat, öffentlich gemacht.Wie CBS News unter Berufung auf eine interne Quelle berichtet, übernimmt vorübergehend Generalleutnant William Hartman, derzeit stellvertretender Direktor des Cyber Command, die Leitung der NSA. Die NSA selbst sowie das Weiße Haus und Verteidigungsminister Pete Hegseth gaben zunächst keinen Kommentar ab.
General Haugh war erst seit gut einem Jahr im Amt. Seine Ernennung erfolgte im Mai 2023 durch den damaligen Präsidenten Joe Biden, wurde jedoch durch monatelange Blockaden des republikanischen Senators Tommy Tuberville verzögert. Grund dafür war dessen Protest gegen eine Pentagon-Politik zur Kostenübernahme bei Reisen im Zusammenhang mit reproduktiver Gesundheitsversorgung für Militärangehörige.
Demokraten zeigten sich schockiert über die Entlassung. Himes erklärte, er sei "zutiefst beunruhigt". Haugh sei ein gesetzestreuer, integrer Anführer gewesen, der die nationale Sicherheit stets in den Vordergrund gestellt habe - möglicherweise seien aber das genau die Eigenschaften, die ihm in der aktuellen Regierung zum Verhängnis geworden sind.
Welche Rolle spielt Loomer?
Senator Warner äußerte Unverständnis über die Entscheidung angesichts wachsender Cyberbedrohungen, wie des "Salt Typhoon"-Angriffs aus China im vergangenen Jahr. "Wie soll es der Sicherheit der Amerikaner dienen, den erfahrensten Cyber-Experten zu entlassen?", fragte er.Besondere Brisanz erhält die Entlassung vor dem Hintergrund der jüngsten Signal-Leak-Affäre: Haugh hatte vor dem Kongress zu einem Fall ausgesagt, bei dem ein Journalist versehentlich Zugang zu einem Gruppenchat hochrangiger Regierungsmitglieder erhalten hatte - inklusive Gesprächen über einen Militärschlag gegen Huthi-Ziele.
Zusätzliche Spekulationen wurden entfacht, nachdem bekannt wurde, dass kurz vor Haughs Absetzung mindestens sechs Mitarbeiter des Nationalen Sicherheitsrates entlassen wurden - unmittelbar nach einem Besuch der umstrittenen rechten Aktivistin Laura Loomer im Oval Office. Loomer soll laut Warner erheblichen Einfluss auf nationale Sicherheitsentscheidungen im Weißen Haus haben.
Zusammenfassung
- Trump-Regierung entlässt General Timothy Haugh als NSA- und Cyber-Command-Chef
- Generalleutnant William Hartman übernimmt vorübergehend die NSA-Leitung
- Demokraten zeigen sich schockiert und beunruhigt über Haughs Entlassung
- Entlassung erfolgt inmitten wachsender Cyberbedrohungen und der Signal-Leak-Affäre
- Sechs Mitarbeiter des Nationalen Sicherheitsrates wurden ebenfalls entlassen
- Einfluss der rechten Aktivistin Laura Loomer auf Sicherheitsentscheidungen vermutet
- Haughs Ernennung war 2023 durch republikanische Blockaden verzögert worden
Siehe auch:
Thema:
Beliebte Downloads
Neue Nachrichten
Beliebte Nachrichten
Videos
Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
Ich empfehle ...
Meist kommentierte Nachrichten
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen