Copilot hilft Piraten bei nicht autorisierter Aktivierung von Windows 11

Microsofts KI-Assistent Copilot sorgt derzeit für Aufsehen, denn er gibt bereitwillig Anleitungen zur illegalen Aktivierung von Windows 11. Die Methode ist nicht ganz neu, doch dass ausgerechnet Copilot dabei hilft, dürfte Nutzer und wohl auch Microsoft überraschen.
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Unerwartete Hilfe bei der Windows-Aktivierung

Microsoft Copilot, der KI-gestützte Assistent des Redmonder Konzerns, hat eine überraschende Fähigkeit offenbart: Er gibt Piraten detaillierte Anweisungen, wie sie Windows 11 ohne gültige Lizenz aktivieren können. Microsoft Copilot, der auf OpenAIs GPT-4-Sprachmodell basiert und 2023 eingeführt wurde, nutzt fortschrittliche KI-Technologie, um natürlichsprachige Anfragen zu verstehen und zu beantworten.

Die Methode zur illegalen Aktivierung von Windows ist, wie anfangs erwähnt, nicht wirklich neu: Sie basiert auf einem PowerShell-Skript, das seit mindestens November 2022 bekannt ist. Das Besondere an der aktuellen Situation ist jedoch, dass ausgerechnet Microsofts eigener KI-Assistent diese Informationen bereitwillig teilt.

Asked copilot if there's a script to activate Windows 11
byu/loozerr in Piracy

Wie Laptop Mag unter Berufung auf Reddit berichtet, genügt eine simple Frage an Copilot, ob es ein Skript zur Aktivierung von Windows 11 gebe, um eine detaillierte Anleitung zu erhalten. Der KI-Assistent liefert nicht nur den PowerShell-Befehl, sondern erklärt auch Schritt für Schritt, wie dieser auszuführen ist. Zusätzlich verweist Copilot auf externe Quellen für das Tool und gibt nur einen schwachen Hinweis auf mögliche Sicherheitsrisiken bei der Verwendung von Skripten Dritter.

Diese Bereitschaft von Copilot, illegale und potenziell auch gefährliche Informationen zu teilen, wirft zweifellos diverse Fragen auf. Es scheint sich auch nicht um einen Einzelfall oder eine KI-Halluzination zu handeln, sondern um ein wiederholt reproduzierbares Verhalten. Das deutet entsprechend auf eine Lücke in Microsofts KI-Sicherheitsmaßnahmen hin.

Neben den rechtlichen Aspekten der Softwarepiraterie bestehen bei solchen Methoden auch erhebliche Sicher­heits­ri­si­ken für die Anwender: Denn solche Aktivierungs­skripte, die Code von externen Servern herunter­laden, können Einfalls­tore für Malware, Key­logger oder Remote-Access-Trojaner sein. Diese könnten auch den Windows Defender deaktivieren, System­dateien modifizieren und persönliche Daten stehlen.

Microsofts Haltung zur Piraterie

Microsofts historischer Umgang mit Softwarepiraterie war stets von einer gewissen Ambivalenz geprägt. Bill Gates meinte einst, dass die weite Verbreitung von illegal kopierten Windows-Versionen in aufstrebenden Märkten langfristig zur Dominanz des Betriebssystems beitragen könnte. Dennoch hat Microsoft nie aktiv zur Piraterie ermutigt - bis jetzt, wenn auch unbeabsichtigt durch seinen KI-Assistenten.

Download Windows 11 24H2-ISO - Installationsdateien
Zusammenfassung
  • Microsofts KI-Assistent Copilot gibt Anleitung zur illegalen Windows-Aktivierung
  • Copilot nutzt bekanntes PowerShell-Skript zur Umgehung der Windows-Lizenzierung
  • KI-Assistent erklärt detailliert die Ausführung des Aktivierungs-Skripts
  • Bereitstellung illegaler Informationen deutet auf Lücke in Microsofts KI-Sicherheit
  • Nutzer setzen sich bei der Verwendung solcher Skripte erheblichen Sicherheitsrisiken aus
  • Microsofts unbeabsichtigte Förderung von Softwarepiraterie wirft ethische Fragen auf

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