Praktisch für Musk: Doge feuert Mitarbeiter, die Neuralink untersuchen

Elon Musk ist nicht nur Chef diverser Unternehmen, sondern auch de-facto-Chef der (Nicht-)Behörde Doge. Und diese wirft nun FDA-Mitarbeiter raus, die Neuralink überprüften. Elon Musks Ge­hirn-Im­plan­tat-Fir­ma wird also von den Kürzungen direkt profitieren.
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Neuralink im Fokus der Behörden

Die Entwicklung von Gehirn-Computer-Schnittstellen schreitet voran, doch der Weg zur Marktreife ist voller Herausforderungen. Besonders im Rampenlicht steht dabei Neuralink, das Unternehmen von Tech-Milliardär Elon Musk. Die Firma arbeitet an Implantaten, die es gelähmten Menschen irgendwann einmal ermöglichen sollen, digitale Geräte allein durch Gedanken zu steuern. Auch an einem Implantat zur Wiederherstellung des Sehvermögens wird geforscht.

Am vergangenen Wochenende wurde allerdings bekannt, dass etwa 20 Mitarbeiter des Büros für neurologische und physikalisch-medizinische Geräte der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) entlassen wurden. Unter den Betroffenen befanden sich auch Prüfer, die für die Überwachung der klinischen Studien von Neuralink und dessen Konkurrenten zuständig waren.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, wurden die Entlassungen vom Department of Government Efficiency (Doge) beaufsichtigt bzw. in Auftrag gegeben. Die betroffenen Mitarbeiter erhielten Schreiben, in denen leistungsbezogene Gründe für ihre Kündigung angeführt wurden. Dies steht jedoch im Widerspruch zu den erst kürzlich erhaltenen positiven Leistungsbeurteilungen vieler nun Entlassenen.

Neuralink-Patient steuert Counter-Strike 2 mit Gehirn-Implantat

Mögliche Auswirkungen auf die Sicherheit

Branchenexperten warnen, dass die Personalkürzungen bei der FDA die Überwachung solcher Geräte beeinträchtigen und möglicherweise Patienten gefährden könnten. Victor Krauthamer, ehemaliger FDA-Beamter mit dreißigjähriger Erfahrung, äußerte gegenüber Reuters schwerwiegende Bedenken:

Es ist einschüchternd für die FDA-Fachleute, die Neuralinks Studie überwachen. Wir sollten uns Sorgen um die gesamte Studie und den Schutz der Teilnehmer machen.
Victor Krauthamer, ehemaliger FDA-Beamter

Neuralink hat bisher drei Patienten mit dem Gehirnimplantat ausgestattet und plant, es in diesem Jahr bei bis zu 30 weiteren Personen einzusetzen. Die Reduzierung des Prüfpersonals könnte jedoch diese ambitionierten Pläne verzögern. Oder auch nicht, denn Elon Musk könnte das Fehlen von FDA-Prüfern auch als Freifahrtschein betrachten.

Interessenkonflikte im Fokus

Kritiker warnen schon seit der Gründung des Departments of Government Efficiency vor dem Risiko, dass Musk aufgrund seiner vielfältigen Geschäftsinteressen Entscheidungen treffen könnte, die Interessenkonflikte bergen. Laut einem Bericht der New York Times sind mindestens elf Bundesbehörden, die von Doge-Kürzungen betroffen sind, in laufende Untersuchungen oder Beschwerden im Zusammenhang mit Musks Unternehmen involviert.

Zusammenfassung
  • FDA entlässt 20 Mitarbeiter, die Neuralink-Studien überwachten
  • Entlassungen wurden vom Department of Government Efficiency angeordnet
  • Experten warnen vor Gefährdung von Patienten durch Personalkürzungen
  • Neuralink plant Implantate bei bis zu 30 weiteren Personen im Jahr 2025
  • Kritiker sehen Interessenkonflikte durch Musks Einfluss auf Doge
  • Elf Bundesbehörden mit Doge-Kürzungen untersuchen Musks Unternehmen

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