Gelähmter Neuralink-Patient spielt World of Warcraft durch Gedanken
Ein britischer Armee-Veteran steuert das Online-Rollenspiel World of Warcraft nur mit seinen Gedanken. Nach 100 Tagen mit dem Neuralink-Implantat berichtet er über die Eingewöhnung, Herausforderungen und die zurückgewonnene digitale Freiheit.
Der chirurgische Eingriff fand im Dezember 2025 in London statt. Ein Robotersystem platzierte 1.024 hauchdünne Elektrodenfäden direkt in den motorischen Kortex des Patienten. Das Implantat in der Größe einer Münze erfasst die elektrische Aktivität einzelner Neuronen und sendet diese drahtlos an einen externen Empfänger. Noble verließ das Krankenhaus bereits nach einem Tag, und die Narbe verblasste innerhalb einer Woche.
Laut Noble gelang der Durchbruch am 80. Tag. Noble startete World of Warcraft und bewegte seinen Charakter durch die Welt von Azeroth. Das Spiel ist für seine komplexe Benutzeroberfläche und die Notwendigkeit schneller Tastenanschläge bekannt, weshalb die Steuerung rein über neuronale Signale als technischer Erfolg gilt. Nach kurzer Zeit synchronisierten sich Gehirn und Schnittstelle für flüssige Bewegungen.
Die Entwicklung von Gehirn-Computer-Schnittstellen geht auf Forschungen in den 1970er-Jahren zurück. Während frühe Systeme auf klobige externe Sensoren setzten, ermöglichen moderne Chips wie der N1 eine vollständige Implantation unter die Schädeldecke. Der Akku des Systems wird kabellos über ein spezielles Kissen aufgeladen, was die Mobilität im Alltag nicht einschränkt. Noble nutzt das System mittlerweile viele Stunden täglich.
Die Entwicklung der Technologie verschlingt allerdings immense Summen. Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass die Kosten für das Implantat und die Operation bei einer künftigen kommerziellen Zulassung bei rund 40.000 Dollar (etwa 34.463 Euro) liegen könnten. Derzeit trägt das Unternehmen die Kosten im Rahmen der laufenden Studien. Langzeitfolgen und die Haltbarkeit der Elektroden im Gewebe werden weiterhin genau beobachtet.
Was haltet ihr von der Neurotechnologie? Könntet ihr euch vorstellen, Spiele nur mit Gedanken zu steuern? Schreibt eure Meinung unten in die Kommentare!
Siehe auch:
World of Warcraft per Gedanken steuern
Für den britischen Armee-Veteranen Jon L. Noble war die Bedienung eines Computers lange unmöglich, nachdem er durch eine Rückenmarksverletzung ab dem Hals gelähmt war. Nun steuert der Patient als 18. Mensch mit einem N1-Implantat von Neuralink komplexe Anwendungen wie das Online-Rollenspiel World of Warcraft vollständig ohne Hände. Die Technologie übersetzt neuronale Signale direkt in digitale Befehle für den PC.Der chirurgische Eingriff fand im Dezember 2025 in London statt. Ein Robotersystem platzierte 1.024 hauchdünne Elektrodenfäden direkt in den motorischen Kortex des Patienten. Das Implantat in der Größe einer Münze erfasst die elektrische Aktivität einzelner Neuronen und sendet diese drahtlos an einen externen Empfänger. Noble verließ das Krankenhaus bereits nach einem Tag, und die Narbe verblasste innerhalb einer Woche.
Der erste Raid fühlte sich etwas holprig an, aber sobald mein Gehirn und das BCI aufeinander abgestimmt waren, war es pure Magie. Jetzt raide ich und erkunde Azeroth freihändig und mit voller Geschwindigkeit - keine Maus, keine Tastatur, nur meine Gedanken. Es ist ehrlich gesagt genial. Diese Freiheit macht süchtig.Neuralink wurde im Jahr 2016 von Elon Musk gegründet, um direkte Schnittstellen zwischen dem menschlichen Gehirn und Computern zu schaffen. Das primäre Ziel der aktuellen klinischen Studien ist es, Menschen mit schweren motorischen Einschränkungen ein hohes Maß an Unabhängigkeit zurückzugeben.
Von der Kalibrierung zum Raid
Der Lernprozess erforderte Geduld und technisches Feinjustieren. Wie Jon Noble in einem X-Post detailliert beschreibt, wurde das Implantat in der zweiten Woche mit einem MacBook gekoppelt. Das stellte für den Veteranen eine Premiere dar, da er zuvor nie einen Mac genutzt hatte. Unterstützt von Neuralink-Entwicklern lernte er, den Mauszeiger allein durch seine Intention zu bewegen.Laut Noble gelang der Durchbruch am 80. Tag. Noble startete World of Warcraft und bewegte seinen Charakter durch die Welt von Azeroth. Das Spiel ist für seine komplexe Benutzeroberfläche und die Notwendigkeit schneller Tastenanschläge bekannt, weshalb die Steuerung rein über neuronale Signale als technischer Erfolg gilt. Nach kurzer Zeit synchronisierten sich Gehirn und Schnittstelle für flüssige Bewegungen.
Die Entwicklung von Gehirn-Computer-Schnittstellen geht auf Forschungen in den 1970er-Jahren zurück. Während frühe Systeme auf klobige externe Sensoren setzten, ermöglichen moderne Chips wie der N1 eine vollständige Implantation unter die Schädeldecke. Der Akku des Systems wird kabellos über ein spezielles Kissen aufgeladen, was die Mobilität im Alltag nicht einschränkt. Noble nutzt das System mittlerweile viele Stunden täglich.
Die Entwicklung der Technologie verschlingt allerdings immense Summen. Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass die Kosten für das Implantat und die Operation bei einer künftigen kommerziellen Zulassung bei rund 40.000 Dollar (etwa 34.463 Euro) liegen könnten. Derzeit trägt das Unternehmen die Kosten im Rahmen der laufenden Studien. Langzeitfolgen und die Haltbarkeit der Elektroden im Gewebe werden weiterhin genau beobachtet.
Was haltet ihr von der Neurotechnologie? Könntet ihr euch vorstellen, Spiele nur mit Gedanken zu steuern? Schreibt eure Meinung unten in die Kommentare!
Zusammenfassung
- Britischer Veteran steuert World of Warcraft nur mit seinen Gedanken
- Noble erhielt im Dezember 2025 in London das Neuralink-N1-Implantat
- Ein Robotersystem platzierte 1.024 Elektrodenfäden im motorischen Kortex
- Am 80. Tag gelang der Durchbruch mit flüssiger Spielsteuerung per BCI
- Das Implantat übersetzt neuronale Signale direkt in digitale PC-Befehle
- Kommerzielle Kosten könnten künftig bei rund 40.000 Dollar pro Eingriff liegen
- Langzeitfolgen und Haltbarkeit der Elektroden werden weiterhin untersucht
Siehe auch:
- Neuralink: Massenproduktion von Gehirn-Chips soll 2026 starten
- Paradromics Gehirnimplantat bereit: Das kann die Neuralink-Konkurrenz
- Konkurrenz verschärft: OpenAI plant Alternative zu Musks Neuralink
- Startup von Valve-Gründer Newell fordert Musks Neuralink heraus
- Praktisch für Musk: Doge feuert Mitarbeiter, die Neuralink untersuchen
Thema:
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