Trump feuert auch die wichtigsten Cyber-Sicherheitsexperten der USA

Die Trump-Regierung säubert dieser Tage unliebsame Mitglieder der Vorgänger-Administration, und das betrifft auch das Cyber Safety Review Board. Experten kritisieren die Entscheidung als kurzsichtig, da sie wichtige Untersuchungen zu chinesischen Cyberangriffen gefährdet.
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Umstrittene Entscheidung im Bereich Cybersicherheit

Die neue US-Regierung von Präsident Donald Trump hat eine kontroverse Entscheidung im Bereich der nationalen Cybersicherheit getroffen. Das Department of Homeland Security (DHS) hat die Mitgliedschaften aller beratenden Gremien der Behörde mit sofortiger Wirkung beendet. Besonders betroffen ist davon das Cyber Safety Review Board (CSRB), ein wichtiges Gremium zur Untersuchung schwerwiegender Cybersicherheitsvorfälle.

Die Anordnung zur Beendigung der Mitgliedschaften erfolgte durch den amtierenden DHS-Minister Benjamin Huffman in einem internen Memo vom 20. Januar. Als Begründung wurde die Verpflichtung des Ministeriums genannt, "die missbräuchliche Verwendung von Ressourcen zu eliminieren" und sicherzustellen, dass die Aktivitäten des DHS die nationale Sicherheit priorisieren.

Wie TechCrunch berichtet, wirft diese Entscheidung Fragen zur Zukunft laufender Untersuchungen auf: Das CSRB war gerade dabei, die als "Salt Typhoon" bekannt gewordenen Hackerangriffe auf neun US-Telekommunikationsunternehmen zu untersuchen. Diese Angriffe werden China zugeschrieben und gelten als ernsthafte Bedrohung für die nationale Sicherheit.

Experten äußern Bedenken

Cybersicherheitsexperten zeigen sich besorgt über die möglichen Auswirkungen dieser Entscheidung. Eine anonyme Quelle, die mit dem CSRB vertraut ist, bezeichnete die Entlassung als "horrend kurzsichtig". Die Person warnte: "Die Beendigung der CSRB-Überprüfung, während China weiterhin Cyberangriffe auf unsere kritische Infrastruktur durchführt, ist ein gefährlicher Fehler. Wir müssen aus Salt Typhoon lernen und uns besser schützen."


Die Entscheidung betrifft nicht nur das CSRB, sondern auch andere wichtige Beratungsgremien des DHS. Dazu gehören Komitees, die sich mit künstlicher Intelligenz, Telekommunikation, Wissenschaft und Technologie sowie Notfallvorsorge befassen.

Politische Motive

Kritiker sehen in der Entscheidung politische Motive. Trump hatte bereits im Wahlkampf angekündigt, Regierungsangestellte zu entlassen, die er als illoyal gegenüber seiner politischen Agenda einstuft oder die mit der Biden-Administration in Verbindung stehen. Die Entlassung der Gremien-Mitglieder wird als Teil dieser Strategie gesehen.

Die Entscheidung betrifft auch Chris Krebs, den ehemaligen Direktor der Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA). Krebs war bereits 2020 von Trump entlassen worden, nachdem er die Sicherheit der damaligen Präsidentschaftswahlen bestätigt hatte.

Zusammenfassung
  • Trump-Regierung beendet Mitgliedschaften in DHS-Beratungsgremien
  • Cyber Safety Review Board besonders betroffen durch Entscheidung
  • Laufende Untersuchungen zu chinesischen Hackerangriffen gefährdet
  • Experten kritisieren Entscheidung als kurzsichtig und gefährlich
  • Politische Motive hinter Entlassung von Gremien-Mitgliedern vermutet
  • Auch andere wichtige DHS-Beratungsgremien von Maßnahme betroffen
  • Ehemaliger CISA-Direktor Chris Krebs erneut von Entlassung betroffen

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