USA stellen offensive Cyberoperationen gegen Russland ab sofort ein
Die USA haben laut Medienberichten ihre offensiven Cyberoperationen gegen Russland eingestellt. Dabei soll es sich um eine weitere Maßnahme handeln, die Beziehungen zwischen der US-Regierung und dem russischen Diktator Wladimir Putin zu verbessern.
Die Entscheidung soll bereits vor dem Treffen von US-Präsident Donald Trump, Vizepräsident JD Vance und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Oval Office am vergangenen Freitag gefallen sein. Laut der New York Times ist die Maßnahme Teil eines umfassenderen Versuchs, Russlands Präsident Wladimir Putin zu Verhandlungen über den Krieg in der Ukraine zu bewegen.
Im Zusammenhang damit steht auch die Entscheidung, russische Hacker nicht mehr als bedeutende Bedrohung für die Cybersicherheit anzusehen. Die US-Behörde für Cybersicherheit und Infrastrukturschutz (CISA) wurde bereits angewiesen, keine Berichte mehr über russische Cyberbedrohungen zu veröffentlichen. Stattdessen sollen laut einem internen Memo die Bedrohungen durch China sowie der Schutz lokaler Infrastrukturen in den Fokus rücken. CISA-Mitarbeiter seien mündlich darüber informiert worden, ihre Arbeit gegen russische Cyberbedrohungen einzustellen.
Das US-Heimatschutzministerium, dem CISA unterstellt ist, wies diesen Bericht jedoch zurück. Tricia McLaughlin, stellvertretende Sekretärin des Ministeriums, erklärte, dass das Memo nicht von der Trump-Regierung stamme und dass CISA weiterhin alle Cyberbedrohungen gegen kritische US-Infrastrukturen, einschließlich jener aus Russland, ernst nehme.
In den vergangenen Jahren hatte die US-Regierung immer wieder Maßnahmen gegen russische Cyberkriminelle ergriffen, darunter die Zerschlagung von Infrastruktur russischer Ransomware-Gruppen, die Rückgewinnung erpresster Lösegeldzahlungen und die Verhängung von Sanktionen gegen prominente russische Hacker.
Siehe auch:
Weisung ans US Cyber Command
Wie The Record berichtet, wurde die Anweisung zur Einstellung der Cyberangriffe von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth genehmigt. Sie betrifft Operationen des US Cyber Command, einer Abteilung des Verteidigungsministeriums, die sich auf Hacking und Cyberoperationen konzentriert. Nicht betroffen sind hingegen Spionageaktivitäten der National Security Agency (NSA). Auch die New York Times und die Washington Post bestätigten inzwischen den Bericht.Die Entscheidung soll bereits vor dem Treffen von US-Präsident Donald Trump, Vizepräsident JD Vance und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Oval Office am vergangenen Freitag gefallen sein. Laut der New York Times ist die Maßnahme Teil eines umfassenderen Versuchs, Russlands Präsident Wladimir Putin zu Verhandlungen über den Krieg in der Ukraine zu bewegen.
Im Zusammenhang damit steht auch die Entscheidung, russische Hacker nicht mehr als bedeutende Bedrohung für die Cybersicherheit anzusehen. Die US-Behörde für Cybersicherheit und Infrastrukturschutz (CISA) wurde bereits angewiesen, keine Berichte mehr über russische Cyberbedrohungen zu veröffentlichen. Stattdessen sollen laut einem internen Memo die Bedrohungen durch China sowie der Schutz lokaler Infrastrukturen in den Fokus rücken. CISA-Mitarbeiter seien mündlich darüber informiert worden, ihre Arbeit gegen russische Cyberbedrohungen einzustellen.
Das US-Heimatschutzministerium, dem CISA unterstellt ist, wies diesen Bericht jedoch zurück. Tricia McLaughlin, stellvertretende Sekretärin des Ministeriums, erklärte, dass das Memo nicht von der Trump-Regierung stamme und dass CISA weiterhin alle Cyberbedrohungen gegen kritische US-Infrastrukturen, einschließlich jener aus Russland, ernst nehme.
Riskante Kehrtwende
Die Berichte über eine geänderte US-Politik gegenüber Russland kommen nur wenige Monate, nachdem die US-Geheimdienste Russland als anhaltende Cyberbedrohung eingestuft hatten. In ihrem jährlichen Bedrohungsbericht warnten sie davor, dass der russische Auslandsgeheimdienst SVR weiterhin US-Regierungsbehörden und kritische Infrastrukturen ins Visier nimmt.In den vergangenen Jahren hatte die US-Regierung immer wieder Maßnahmen gegen russische Cyberkriminelle ergriffen, darunter die Zerschlagung von Infrastruktur russischer Ransomware-Gruppen, die Rückgewinnung erpresster Lösegeldzahlungen und die Verhängung von Sanktionen gegen prominente russische Hacker.
Zusammenfassung
- Die USA beenden laut Medien offensive Cyberoperationen gegen Russland
- Verteidigungsminister Hegseth genehmigt die Einstellung der Cyberangriffe
- Die Maßnahme soll die Beziehungen zu Putin verbessern und Verhandlungen fördern
- CISA angewiesen, keine Berichte über russische Cyberbedrohungen zu erstellen
- Heimatschutzministerium dementiert Änderung der Cybersicherheitspolitik
- US-Geheimdienste stuften Russland kürzlich als anhaltende Cyberbedrohung ein
- Die USA ergriffen in der Vergangenheit Maßnahmen gegen russische Cyberkriminelle
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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