Explodieren bald die Preise? Trump droht mit Chip-Zoll von bis zu 100 %
Der erneut zum US-Präsidenten gewählte Donald Trump spuckt weiter große Töne. Jetzt soll es den Chipfertigern an den Kragen gehen, wobei er auch hier darauf setzt, sie mit horrenden Abgaben für die Einfuhr ihre Produkte zum Aufbau einer Fertigung in den USA zu zwingen.
"Sie haben uns verlassen und sind nach Taiwan gegangen", so Trump, womit er sich ganz offensichtlich auf den weltweit größten Auftragsfertiger für Halbleiterprodukte TSMC aus Taiwan bezog. Dort fertigt TSMC im Auftrag aller großen Chipanbieter wie Apple, AMD, Nvidia, Intel und Qualcomm deren Produkte in hochmodernen Fabriken.
Trump setzt somit auf eine bekannte Taktik, mit der er schon während seiner ersten Amtszeit versuchte, Druck gegen die Verlagerung von Produktionskapazitäten in Ländern außerhalb der USA zu erzeugen. Den gleichen Ansatz verfolgt man auch in Indien oder Indonesien, wo große ausländische Firmen seit einiger Zeit mit horrenden Abgaben oder gar Verkaufsverboten zu lokalen Investitionen gezwungen werden, wenn sie ihre Produkte weiter in dem jeweiligen Land verkaufen wollen.
Im Fall der Chipfertiger dieser Welt dürfte es einige Jahre dauern, bis ausreichende Kapazitäten für die Halbleiterproduktion aufgebaut sind, mit denen die Nachfrage im US-Markt tatsächlich gedeckt werden kann. Bis dahin drohen durch Trumps Zölle massive Preiserhöhungen für diverse Elektronikprodukte, seien es Smartphones oder Computer, deren Komponenten oder diverse andere Geräte. Noch gilt aber auch bei den Zöllen auf Chips bzw. die damit ausgerüsteten Produkte: Die Umsetzung kommt nach der Androhung.
Siehe auch:
Chiphersteller sollen 'zurückkommen' in die USA
Wie Trump gestern bei einer Ansprache vor Mitgliedern seiner Republikanischen Partei, die bei C-SPAN zu sehen war, erklärte, wolle man bereits bald beginnen, Einfuhrabgaben in Höhe von bis zu 100 Prozent auf Produkte wie Computerchips, Halbleiter und Pharmaerzeugnisse zu erheben. Ziel sei es, den Aufbau einer inländischen Fertigung in den USA zu erzwingen, so Trump."Sie haben uns verlassen und sind nach Taiwan gegangen", so Trump, womit er sich ganz offensichtlich auf den weltweit größten Auftragsfertiger für Halbleiterprodukte TSMC aus Taiwan bezog. Dort fertigt TSMC im Auftrag aller großen Chipanbieter wie Apple, AMD, Nvidia, Intel und Qualcomm deren Produkte in hochmodernen Fabriken.
Zwang statt Subventionen als Anreiz
Man wolle dafür sorgen, dass die Chipanbieter "wieder zurückkommen", so Trump. Direkt im Anschluss übte er allerdings scharfe Kritik an den von der Vorgängerregierung unter Ex-Präsident Joe Biden aufgelegten milliardenschweren Förderung für den Aufbau der Chipfertigung in den USA. Die Chiphersteller würden kein Geld brauchen, sondern einen Anreiz - und dieser Anreiz werde sein, dass die Firmen keine Zölle in Höhe von 25, 50 oder gar 100 Prozent zahlen wollen, so Trump weiter.Trump setzt somit auf eine bekannte Taktik, mit der er schon während seiner ersten Amtszeit versuchte, Druck gegen die Verlagerung von Produktionskapazitäten in Ländern außerhalb der USA zu erzeugen. Den gleichen Ansatz verfolgt man auch in Indien oder Indonesien, wo große ausländische Firmen seit einiger Zeit mit horrenden Abgaben oder gar Verkaufsverboten zu lokalen Investitionen gezwungen werden, wenn sie ihre Produkte weiter in dem jeweiligen Land verkaufen wollen.
Im Fall der Chipfertiger dieser Welt dürfte es einige Jahre dauern, bis ausreichende Kapazitäten für die Halbleiterproduktion aufgebaut sind, mit denen die Nachfrage im US-Markt tatsächlich gedeckt werden kann. Bis dahin drohen durch Trumps Zölle massive Preiserhöhungen für diverse Elektronikprodukte, seien es Smartphones oder Computer, deren Komponenten oder diverse andere Geräte. Noch gilt aber auch bei den Zöllen auf Chips bzw. die damit ausgerüsteten Produkte: Die Umsetzung kommt nach der Androhung.
Zusammenfassung
- Trump droht mit Einfuhrzöllen von bis zu 100% auf Computerchips
- Ziel: Aufbau inländischer Chipfertigung in den USA erzwingen
- Kritik an milliardenschweren Förderprogrammen der Biden-Regierung
- Taktik ähnelt Trumps früheren Versuchen, Produktion in den USA zu halten
- Umsetzung könnte zu massiven Preiserhöhungen für Elektronik führen
- Aufbau ausreichender US-Chipproduktion würde Jahre dauern
- Konkrete Umsetzung der angedrohten Zölle steht noch aus
Siehe auch:
- Trump-Vize: Tech-Konzerne zu mächtig und stehen unter Beobachtung
- Google beugt sich Trump, Golf von Mexiko heißt jetzt Golf von Amerika
- Trump feuert auch die wichtigsten Cyber-Sicherheitsexperten der USA
- NASA-Chef erklärte zum Amtsantritt Trumps seinen Rücktritt
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