Trump begnadigt den Gründer des Darknet-Marktplatzes Silk Road

Donald Trump begnadigt Ross Ulbricht, den Gründer des berüchtigten Darknet-Marktplatzes Silk Road. Die Entscheidung beendet Ulbrichts lebenslange Haftstrafe und hat mit der Unterstützung rechter Krypto-Bros zu tun. Kritiker meinen deshalb, dass sie erkauft ist.
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WinFuture/KI-generiert

Wendung im Fall Silk Road

US-Präsident Donald Trump hat eine vollständige Begnadigung für Ross Ulbricht ausgesprochen, den Gründer des berüchtigten Darknet-Marktplatzes Silk Road. Ulbricht, der seit 2015 eine lebenslange Haftstrafe ohne Bewährung verbüßte, wurde wegen mehrerer Anklagepunkte verurteilt, darunter Drogenhandel, Geldwäsche und Computerhacking. Damit löste Trump ein Wahlkampfversprechen ein, denn Ulbricht genoss die Unterstützung zahlreicher Trump-Spender.

Der als "Dread Pirate Roberts" bekannte Ulbricht betrieb Silk Road von 2011 bis 2013. Die Plattform, die nur über das Tor-Netzwerk zugänglich war, entwickelte sich zu einem der größten illegalen Online-Marktplätze. Nutzer konnten dort anonym mit Kryptowährungen wie Bitcoin handeln und Drogen sowie gefälschte Pässe und andere illegale Waren erwerben. Laut Ermittlern wurden über Silk Road Waren im Wert von mehr als 200 Millionen Dollar gehandelt.


Wie die New York Times berichtet, begründete Trump seine Entscheidung mit dem Vorwurf, dass dieselben "Verrückten", die an der "Bewaffnung der Regierung" gegen ihn beteiligt gewesen seien, auch an Ulbrichts Verurteilung mitgewirkt hätten. Der Ex-Präsident bezeichnete das ursprüngliche Urteil - zwei lebenslange Haftstrafen plus 40 Jahre - als "lächerlich".

Die Ulbrichts Haftstrafe bzw. dessen Begnadigung wurde und wird diskutiert: Befürworter der Freilassung argumentieren, dass Ulbrichts Strafe unverhältnismäßig hart war, insbesondere im Vergleich zu ähnlichen Fällen. So erhielt beispielsweise Blake Benthall, der Betreiber von Silk Road 2.0, lediglich eine Bewährungsstrafe.

Kritiker hingegen betonen die Schwere von Ulbrichts Vergehen. Während des Prozesses wurde argumentiert, dass der Handel auf Silk Road indirekt zum Tod mehrerer Menschen durch überdosierte Drogen geführt habe. Zudem warfen Staatsanwälte Ulbricht vor, Auftragsmorde in Erwägung gezogen zu haben - ein Vorwurf, für den allerdings keine Beweise vorgelegt wurden.

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