Trump lässt Golf von Mexiko umbenennen, doch das ist nicht so einfach
Donald Trump hat per Dekret die Umbenennung des Golfs von Mexiko in "Golf von Amerika" angeordnet. Die Namensänderung stößt auf Widerstand, Verwirrung und auch Erheiterung. Dazu kommt: So einfach, wie Trump sich das vorstellt, ist die Sache nicht.
Die Anordnung verpflichtet US-Bundesbehörden, den neuen Namen innerhalb von 30 Tagen in ihren Systemen zu implementieren. Trump begründet den Schritt damit, dass der Name "einen wunderschönen Klang" habe und "angemessen" sei. Doch die Umsetzung gestaltet sich schwieriger als gedacht.
Wie die USA Today und Apple Insider berichten, hat die Umbenennung über die Grenzen der USA hinaus keine bindende Wirkung. Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum machte bereits deutlich: "Für uns und für die ganze Welt ist es immer noch der Golf von Mexiko." Sie konterte sogar mit dem Vorschlag: "Warum nennen wir das nicht 'Mexikanisches Amerika'?"
Ein Einzelfall sind Trumps Pläne nicht, ganz im Gegenteil: Die Namensgebung von Gewässern ist oft Gegenstand internationaler Dispute. So gibt es etwa Unstimmigkeiten zwischen Iran und Saudi-Arabien über die Bezeichnung des Persischen Golfs, Saudi-Arabien hätte gerne, dass dieser "Arabischer Golf" heißt. Auch das Japanische Meer und das Südchinesische Meer sind umstrittene Bezeichnungen.
Der Prozess der Umbenennung geografischer Orte ist normalerweise ohnehin langwierig. Das U.S. Board on Geographic Names (BGN) benötigt in der Regel mindestens sechs Monate für solche Änderungen, um alle Beteiligten zu konsultieren. Zudem gibt es Bedenken bezüglich der Navigation und der historischen Bedeutung von Ortsnamen.
Der Golf von Mexiko ist nicht der einzige betroffene Ort: Trumps Dekret sieht auch die Rückbenennung des Mount Denali in Alaska zu Mount McKinley vor. Letzteren hatte Barack Obama 2015 umtaufen lassen, um die Ureinwohner zu ehren.
Siehe auch:
Präsidentendekret sorgt für Verwirrung
US-Präsident Donald Trump hat am Montag, kurz nach seiner Vereidigung, per Dekret die Umbenennung des Golfs von Mexiko in "Golf von Amerika" angeordnet. Was auf den ersten Blick wie eine einfache Namensänderung erscheint, entpuppt sich allerdings als ziemlich komplexes Thema mit weitreichenden Folgen - oder eben auch nicht.Die Anordnung verpflichtet US-Bundesbehörden, den neuen Namen innerhalb von 30 Tagen in ihren Systemen zu implementieren. Trump begründet den Schritt damit, dass der Name "einen wunderschönen Klang" habe und "angemessen" sei. Doch die Umsetzung gestaltet sich schwieriger als gedacht.
Wie die USA Today und Apple Insider berichten, hat die Umbenennung über die Grenzen der USA hinaus keine bindende Wirkung. Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum machte bereits deutlich: "Für uns und für die ganze Welt ist es immer noch der Golf von Mexiko." Sie konterte sogar mit dem Vorschlag: "Warum nennen wir das nicht 'Mexikanisches Amerika'?"
Ein Einzelfall sind Trumps Pläne nicht, ganz im Gegenteil: Die Namensgebung von Gewässern ist oft Gegenstand internationaler Dispute. So gibt es etwa Unstimmigkeiten zwischen Iran und Saudi-Arabien über die Bezeichnung des Persischen Golfs, Saudi-Arabien hätte gerne, dass dieser "Arabischer Golf" heißt. Auch das Japanische Meer und das Südchinesische Meer sind umstrittene Bezeichnungen.
Digitale Karten im Fokus
Besonders interessant ist die Frage, wie digitale Kartendienste mit der Situation umgehen. Apple Maps und Google Maps zeigen bisher keine Änderungen. Dan Crenshaw, Kongressabgeordneter aus Texas, forderte Apple-CEO Tim Cook öffentlich auf, die Karten zu aktualisieren. Doch Apple und Google als globale Unternehmen orientieren sich eher an internationalen Standards als an einzelnen Regierungsanordnungen.Der Prozess der Umbenennung geografischer Orte ist normalerweise ohnehin langwierig. Das U.S. Board on Geographic Names (BGN) benötigt in der Regel mindestens sechs Monate für solche Änderungen, um alle Beteiligten zu konsultieren. Zudem gibt es Bedenken bezüglich der Navigation und der historischen Bedeutung von Ortsnamen.
Der Golf von Mexiko ist nicht der einzige betroffene Ort: Trumps Dekret sieht auch die Rückbenennung des Mount Denali in Alaska zu Mount McKinley vor. Letzteren hatte Barack Obama 2015 umtaufen lassen, um die Ureinwohner zu ehren.
Zusammenfassung
- Trump ordnet per Dekret Umbenennung des Golfs von Mexiko an
- Neuer Name 'Golf von Amerika' stößt auf Widerstand und Verwirrung
- Umsetzung komplexer als gedacht, keine bindende Wirkung außerhalb der USA
- Namensgebung von Gewässern oft Gegenstand internationaler Dispute
- Digitale Kartendienste zeigen bisher keine Änderungen
- Umbenennungsprozess normalerweise langwierig und komplex
- Das Dekret sieht auch Rückbenennung des Mount Denali in Alaska vor
Siehe auch:
- Trump begnadigt den Gründer des Darknet-Marktplatzes Silk Road
- Gut für Deutschland: Trump stoppt Hilfe für Hightech-Industrie der USA
- Klimaabkommen, Elektroautos: Trump will die Welt (ver)brennen sehen
- Donald Trump startet Meme-Coin, stürzt ab, als Melania gleiches macht
- Neue Export-Einschränkungen für KI-Chips: Nvidia hofft nun auf Trump
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