Geister-Entwickler: Ca. jeder zehnte Programmierer tut faktisch nichts
Eine neue Studie der Stanford University wirft ein Schlaglicht auf ein alarmierendes Phänomen in der Softwarebranche: sogenannte "Geister-Entwickler". Dabei handelt es sich um Programmierer, deren Produktivität gegen null geht.
Ein möglicher Grund für dieses Phänomen ist die Praxis der Überbeschäftigung. Dabei nehmen Einzelpersonen mehrere Jobs gleichzeitig an und teilen ihre Arbeitszeit zwischen den Positionen auf, sodass in jeder einzelnen Stelle nur minimaler Einsatz erfolgt. Diese Strategie wird besonders durch flexible Arbeitsmodelle wie Homeoffice und frei gestaltete Arbeitszeiten begünstigt, die in der Technologiebranche verbreitet sind.
Die Studie zieht Vergleiche zu ineffizienten Strukturen in Bürokratien. Hier besagt das Pareto-Prinzip, dass 20 Prozent der Mitarbeitenden 80 Prozent der Arbeit erledigen. Einige Experten argumentieren sogar, dass ein höherer Aktivitätsgrad in solchen Systemen kontraproduktiv sein könnte, da mehr Scheinarbeit oder unnötige Komplexität entsteht.
Die Studie zeigt, dass das Phänomen der Geister-Entwickler kein Einzelfall ist, sondern die Herausforderungen einer zunehmend digitalisierten und dezentralen Arbeitswelt widerspiegelt. Unternehmen und Behörden sind hier wohl gefordert, neue Kontrollmechanismen und transparente Arbeitskulturen zu schaffen. Nur so ließe sich verhindern, dass Überbeschäftigung und mangelnde Verantwortlichkeit langfristig Produktivität und Vertrauen schädigen, hieß es.
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Nichtstun in mehreren Jobs
Laut der von Yegor Denisov-Blanch geleiteten Studie fallen immerhin rund 9,5 Prozent der Software-Entwickler in diese Kategorie. Sie haben zwar reguläre Positionen in Unternehmen, erbringen jedoch kaum messbare Arbeitsleistung - oft weniger als 0,1 Prozent der Produktivität eines durchschnittlichen Programmierers. Erstaunlich ist, dass diese Mitarbeitenden oft unauffällig bleiben und über längere Zeiträume ihre Gehälter beziehen, ohne einen wesentlichen Beitrag zu leisten.Ein möglicher Grund für dieses Phänomen ist die Praxis der Überbeschäftigung. Dabei nehmen Einzelpersonen mehrere Jobs gleichzeitig an und teilen ihre Arbeitszeit zwischen den Positionen auf, sodass in jeder einzelnen Stelle nur minimaler Einsatz erfolgt. Diese Strategie wird besonders durch flexible Arbeitsmodelle wie Homeoffice und frei gestaltete Arbeitszeiten begünstigt, die in der Technologiebranche verbreitet sind.
Die Studie zieht Vergleiche zu ineffizienten Strukturen in Bürokratien. Hier besagt das Pareto-Prinzip, dass 20 Prozent der Mitarbeitenden 80 Prozent der Arbeit erledigen. Einige Experten argumentieren sogar, dass ein höherer Aktivitätsgrad in solchen Systemen kontraproduktiv sein könnte, da mehr Scheinarbeit oder unnötige Komplexität entsteht.
Lösung nicht einfach
Das Phänomen der Geister-Entwickler wirft dringende Fragen für die moderne Arbeitswelt auf - insbesondere natürlich, wie Unternehmen diese unproduktiven Beschäftigten besser identifizieren und Zeit und Budget effizienter einsetzen können. Dies lässt sich kaum mit trivialen Instrumenten schaffen, da solche dazu führen können, dass die bisher produktiven Mitarbeiter unter ihnen zu leiden haben und in der Leistung nachlassen.Die Studie zeigt, dass das Phänomen der Geister-Entwickler kein Einzelfall ist, sondern die Herausforderungen einer zunehmend digitalisierten und dezentralen Arbeitswelt widerspiegelt. Unternehmen und Behörden sind hier wohl gefordert, neue Kontrollmechanismen und transparente Arbeitskulturen zu schaffen. Nur so ließe sich verhindern, dass Überbeschäftigung und mangelnde Verantwortlichkeit langfristig Produktivität und Vertrauen schädigen, hieß es.
Zusammenfassung
- Studie: 9,5 % der Softwareentwickler sind 'Geister-Entwickler'
- Geister-Entwickler leisten kaum messbare Arbeit, beziehen Gehalt
- Überbeschäftigung und flexible Arbeitsmodelle begünstigen Phänomen
- Vergleich zu Pareto-Prinzip in Bürokratien: 20 % leisten 80 % Arbeit
- Herausforderung: Identifizierung unproduktiver Mitarbeiter
- Neue Kontrollmechanismen und transparente Arbeitskulturen nötig
- Das Phänomen spiegelt Herausforderungen digitaler Arbeitswelt wider
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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