Trumps designierter Energieminister:
"Es gibt keine Klimakrise"

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat kürzlich Chris Wright als Energieminister nominiert. Was uns allen Sorgen machen sollte: Der Öl- und Gasmanager dementiert den Klimawandel und plant, die US-Energiepolitik entsprechend neu auszurichten.
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Trumps Wahl sorgt für Kontroversen

Der designierte US-Präsident Donald Trump hat vor einigen Tagen Chris Wright als neuen Energieminister nominiert. Wright, CEO des Fracking-Unternehmens Liberty Energy, ist ein entschiedener Verfechter fossiler Brennstoffe und hat in der Vergangenheit die Auswirkungen des Klimawandels wiederholt heruntergespielt. Seine Ernennung deutet auf eine mögliche Kehrtwende in der US-Energiepolitik hin und lässt die Alarmglocken bei Klimaaktivisten und Umweltschützern schrillen.

Wright, der auch im Vorstand des Kernenergie-Startups Oklo sitzt, hat eine langjährige Karriere in der Öl- und Gasindustrie vorzuweisen. Er gründete 1992 Pinnacle Technologies, ein Unternehmen, das maßgeblich an der Entwicklung von Fracking-Technologien beteiligt war. 2011 startete er Liberty Energy, das heute zu den größten Fracking-Unternehmen Nordamerikas zählt.

Wie NPR und The Verge berichten, hat Wright in Vergangenheit mehrfach öffentlich die Bedrohung durch den Klimawandel infrage gestellt. In einem LinkedIn-Video vom letzten Jahr erklärte er:

Es gibt keine Klimakrise, und wir befinden uns auch nicht inmitten einer Energiewende.
Chris Wright, CEO Liberty Energy
Diese Ansicht steht im Widerspruch zum wissenschaftlichen Konsens, der einen Zusammenhang zwischen menschengemachter globaler Erwärmung und der Zunahme von Extremwetterereignissen sieht.

Wrights Nominierung signalisiert eine mögliche Abkehr von der Energiepolitik der Biden-Administration, die sich auf die Förderung erneuerbarer Energien konzentrierte. Experten befürchten, dass die USA unter einer erneuten Trump-Regierung im globalen Wettbewerb um saubere Energietechnologien ins Hintertreffen geraten könnten.


Kritik von Umweltschützern

Umweltorganisationen haben die Nominierung zum Teil scharf kritisiert. Jean Su vom Center for Biological Diversity bezeichnete die Wahl Wrights als "klares Zeichen dafür, dass Trump die USA in einen Pariastaat des Ölzeitalters verwandeln will." Auch Amanda Leland von der Environmental Defense Fund warnte vor den Konsequenzen: "Jeder Kandidat, der die Dringlichkeit der Klimakrise ignoriert, sollte uns alle beunruhigen."

In der Öl- und Gasindustrie findet die Entscheidung erwartungsgemäß lauten Beifall: Kathleen Sgamma, Präsidentin der Western Energy Alliance, lobte Wright als "lautstarken Förderer der Öl- und Erdgasindustrie". Trump selbst bezeichnete ihn als "Schlüsselfigur für Innovation und Bürokratieabbau".

Die Bestätigung Wrights steht noch aus. Mit einer erwarteten republikanischen Mehrheit von 53 zu 47 Sitzen im Senat müssten mindestens vier Republikaner gegen seine Ernennung stimmen, um sie zu blockieren. Angesichts der Ansichten Wrights zum Klimawandel und seiner Verbindungen zur fossilen Brennstoffindustrie dürfte seine Anhörung im Senat mit Spannung erwartet werden - eine Ablehnung durch die Republikaner, die fest in Hand von Trump sind, ist aber dennoch unwahrscheinlich.

Zusammenfassung
  • Trump nominiert Chris Wright, CEO von Liberty Energy, als Energieminister
  • Wright leugnet Klimakrise und befürwortet fossile Brennstoffe
  • Die Nominierung deutet auf mögliche Kehrtwende in der US-Energiepolitik hin
  • Umweltorganisationen kritisieren die Wahl Wrights scharf
  • Öl- und Gasindustrie begrüßt die Nominierung
  • Wrights Bestätigung durch den Senat steht noch aus
  • Ablehnung durch republikanische Mehrheit gilt als unwahrscheinlich

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