Lilium-Absturz: Flugtaxi-Pläne durch Insolvenzantrag gescheitert
Das deutsche Lufttaxi-Startup Lilium steht vor dem Aus: Aufgrund finanzieller Engpässe müssen die Haupttochtergesellschaften Insolvenz anmelden. Die Pläne für elektrische Senkrechtstart-Flugzeuge scheinen gescheitert zu sein. Der Aktienkurs brach um über 60 Prozent ein.
Die Nachricht traf die Anleger hart: Der Aktienkurs von Lilium brach an der Technologie-Börse Nasdaq um über 60 Prozent ein und schloss bei einem neuen 52-Wochen-Tief von etwa 20 Cent pro Aktie. Damit scheinen die ambitionierten Pläne des Unternehmens, bis 2026 die ersten elektrischen Senkrechtstart-Flugzeuge an Kunden auszuliefern, vorerst gescheitert zu sein.
Die geplanten Insolvenzanträge der Tochtergesellschaften könnten laut Lilium dazu führen, dass die Muttergesellschaft die Kontrolle über die Tochtergesellschaften verliert. Das bestehende Management bleibt unter der Aufsicht eines Sachwalters und zweier als Chief Insolvency Officers fungierender Anwälte im Amt. Ziel des Verfahrens ist es, Vermögenswerte oder das Geschäft als Ganzes zu veräußern, um die bestmögliche Rendite für die Gläubiger zu erzielen.
Die Krise bei Lilium wirft auch Fragen zur Zukunft der gesamten Lufttaxi-Branche auf. Während so mancher die Technologie weiterhin als vielversprechend ansieht, zeigt der Fall Lilium die enormen technischen und vor allem finanziellen Herausforderungen, die mit der Entwicklung solcher Fluggeräte verbunden sind.
Siehe auch:
Finanzielle Turbulenzen bei Lufttaxi-Pionier
Das deutsche Flugtaxi-Startup Lilium steckt in schweren finanziellen Turbulenzen. Die beiden Haupttochtergesellschaften Lilium GmbH und Lilium eAircraft GmbH werden in den kommenden Tagen Insolvenz anmelden müssen. Grund dafür ist, dass es dem Unternehmen nicht gelungen ist, ausreichend zusätzliche Finanzmittel aufzubringen, um den Betrieb aufrechtzuerhalten.Die Nachricht traf die Anleger hart: Der Aktienkurs von Lilium brach an der Technologie-Börse Nasdaq um über 60 Prozent ein und schloss bei einem neuen 52-Wochen-Tief von etwa 20 Cent pro Aktie. Damit scheinen die ambitionierten Pläne des Unternehmens, bis 2026 die ersten elektrischen Senkrechtstart-Flugzeuge an Kunden auszuliefern, vorerst gescheitert zu sein.
Werbespot für den Lilium Jet, ein vollelektrisches "eVTOL"-Fluggerät
Rettungsversuche
Wie Lilium in einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC erklärte (via CNBC), waren die Bemühungen um staatliche Unterstützung erfolglos geblieben. Das Unternehmen hatte versucht, einen Kredit in Höhe von 100 Millionen Euro aufzunehmen, wovon die Hälfte durch Garantien der deutschen Bundesregierung abgesichert werden sollte. Doch die zuständigen Parlamentarier lehnten das ab. Auch separate Gespräche mit der bayerischen Landesregierung führten zu keiner Einigung.Ambitionierte Pläne
Lilium hatte seit seiner Gründung im Jahr 2015 fast 1,5 Milliarden Euro in die Entwicklung seines elektrischen Senkrechtstarters investiert. Das Unternehmen plante, ein Fluggerät mit Elektro-Strahlantrieb und vertikalen Start- und Landefähigkeiten auf den Markt zu bringen. Der erste Testflug eines konformen Prototyps war für das kommende Jahr geplant, die Zertifizierung sollte 2026 erfolgen - ein äußerst ehrgeiziger Zeitplan.Die geplanten Insolvenzanträge der Tochtergesellschaften könnten laut Lilium dazu führen, dass die Muttergesellschaft die Kontrolle über die Tochtergesellschaften verliert. Das bestehende Management bleibt unter der Aufsicht eines Sachwalters und zweier als Chief Insolvency Officers fungierender Anwälte im Amt. Ziel des Verfahrens ist es, Vermögenswerte oder das Geschäft als Ganzes zu veräußern, um die bestmögliche Rendite für die Gläubiger zu erzielen.
Die Krise bei Lilium wirft auch Fragen zur Zukunft der gesamten Lufttaxi-Branche auf. Während so mancher die Technologie weiterhin als vielversprechend ansieht, zeigt der Fall Lilium die enormen technischen und vor allem finanziellen Herausforderungen, die mit der Entwicklung solcher Fluggeräte verbunden sind.
Zusammenfassung
- Liliums Haupttochtergesellschaften müssen Insolvenz anmelden
- Finanzielle Engpässe: Nicht genügend zusätzliche Mittel aufgebracht
- Der Aktienkurs am Nasdaq brach um über 60 Prozent ein
- Bemühungen um staatliche Unterstützung blieben erfolglos
- Fast 1,5 Milliarden Euro seit 2015 in Entwicklung investiert
- Die geplante Zertifizierung für 2026 war ein äußerst ehrgeiziger Zeitplan
- Die Krise wirft Fragen zur Zukunft der gesamten Lufttaxi-Branche auf
Siehe auch:
- Flugtaxi-Startup bekommt keine Staatshilfe, Söder schimpft auf Grüne
- Flugtaxis: Bund soll mit viel Geld für weiteres Prestige-Projekt bürgen
- Flugtaxi sollte heute in Paris fliegen, erwies sich aber als Luftnummer
- Wissing: Kürzungen bei der Bahn - aber 150 Mio. Euro für Flugtaxis
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