Trump: Taiwan soll zahlen - "Haben unser Chip-Geschäft gestohlen"
In der Vergangenheit haben die USA immer wieder betont, Taiwan im Notfall auch mit militärischen Mitteln vor einer Invasion zu schützen. Den Inselstaat und seine Chip-Industrie China zu überlassen, hätte fatale Folgen. Donald Trump sieht das jetzt etwas anders.
Führende amerikanische Technologie-Konzerne wie Apple, Google und Microsoft hätten das Nachsehen. Sie setzen alle auf Chips von TSMC, dem in Taiwan ansässigen und weltweit größten Hersteller von Halbleitern. Obwohl die USA in den letzten Jahre riesige Beträge in die heimische Chip-Entwicklung gesteckt hatten, ist man immer noch in höchstem Maße abhängig von der taiwanesischen Produktion.
Dieser Umstand scheint Donald Trump allerdings nicht gänzlich klar zu sein, weswegen er die Verteidigung Taiwans generell infrage stellt: "Warum? Warum tun wir das?"
Was tatsächlich passiert, sollte Donald Trump die anstehenden US-Wahlen gewinnen und erneut Präsident werden, bleibt abzuwarten. Es sind zum Teil allerdings genau diese Rhetorik und stark vereinfachten Ansichten, die Trump bei vielen seiner Anhänger so beliebt machen.
Siehe auch:
Taiwan soll die USA bezahlen
In den Augen von Donald Trump sind die USA im Prinzip "eine Versicherungsgesellschaft". Zumindest im Rahmen der Beziehung des Landes zu Taiwan wäre das der Fall, sagte der ehemalige US-Präsident in einem Interview mit Bloomberg. Amerika würde das Land schließlich vor einer Invasion Chinas schützen. Trump meint daher, der Inselstaat solle Geld an die USA zahlen.Ich denke, Taiwan sollte uns für die Verteidigung bezahlen. Wissen Sie, wir sind nicht anders als eine Versicherungsgesellschaft. Taiwan gibt uns nichts.
US-Unternehmen profitieren
Natürlich handelt die USA in dieser Angelegenheit keineswegs uneigennützig. Denn 92 Prozent aller fortgeschrittenen Mikrochips werden in dem asiatischen Land hergestellt. Eine chinesische Invasion würde den Zugang zu den Halbleitern vermutlich massiv begrenzen und China in eine gefährliche Machtposition bringen.Führende amerikanische Technologie-Konzerne wie Apple, Google und Microsoft hätten das Nachsehen. Sie setzen alle auf Chips von TSMC, dem in Taiwan ansässigen und weltweit größten Hersteller von Halbleitern. Obwohl die USA in den letzten Jahre riesige Beträge in die heimische Chip-Entwicklung gesteckt hatten, ist man immer noch in höchstem Maße abhängig von der taiwanesischen Produktion.
Dieser Umstand scheint Donald Trump allerdings nicht gänzlich klar zu sein, weswegen er die Verteidigung Taiwans generell infrage stellt: "Warum? Warum tun wir das?"
Alles nur geklaut?
Außerdem sei die gesamte Situation eine riesige Ungerechtigkeit. Schließlich hätte Taiwan den USA "so gut wie 100 Prozent unseres Chip-Geschäfts" weggenommen, so Trump. Das wäre allerdings nur möglich gewesen, "weil dumme Leute das Land regiert haben".Was tatsächlich passiert, sollte Donald Trump die anstehenden US-Wahlen gewinnen und erneut Präsident werden, bleibt abzuwarten. Es sind zum Teil allerdings genau diese Rhetorik und stark vereinfachten Ansichten, die Trump bei vielen seiner Anhänger so beliebt machen.
Zusammenfassung
- USA schützen Taiwan vor möglicher chinesischer Invasion
- Trump betrachtet die USA als eine Art Versicherer für Taiwan
- Ex-Präsident fordert finanzielle Gegenleistung von Taiwan für Schutz
- 92% der fortgeschrittenen Mikrochips stammen aus Taiwan
- US-Technologiekonzerne abhängig von taiwanesischen Halbleitern
- Trump hinterfragt Sinn der Verteidigung Taiwans ohne Gegenleistung
- Trump kritisiert, Taiwan habe den USA das Chip-Geschäft weggenommen
Siehe auch:
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