Trump wollte als Präsident TikTok verbieten, nun hat er einen Kanal

Donald Trump hat während seiner Zeit als US-Präsident gegen das auf kurze Videos spezialisierte TikTok gewettert wie kaum ein anderer und wollte dieses verbieten lassen. Das scheiterte jedoch. Doch nun ist er selbst auf TikTok - im Wahlkampf sind Prinzipien eben "biegsam".
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TikTok: Vom politischen Gegner zum nützlichen Sprachrohr

Der 77-Jährige will im nächsten Herbst (wieder) US-Präsident werden und sein Wahlkampfteam möchte natürlich keinen Kanal auslassen, der Stimmen bringen könnte. Und es gibt derzeit kaum eine Social-Media-Plattform, die vor allem bei Jungen so populär ist wie TikTok. Dennoch ist der neue Auftritt Trumps auf TikTok einigermaßen kurios.

Denn Trump hat erfolglos versucht, TikTok zu verbannen oder zum Verkauf seines US-Geschäftes zu zwingen. Das ist mittlerweile gelungen, und zwar während der Amtszeit seines Nachfolgers Joe Biden. Denn mittlerweile wurde tatsächlich beschlossen, dass TikTok sein US-Geschäft abgeben muss. Zwar ist auch hier das letzte Wort bisher nicht gesprochen, denn der chinesische Betreiber ByteDance wehrt sich juristisch dagegen, die US-Politik ist einem Zwangsverkauf oder Verbot wesentlich näher gekommen als unter der Regierung Trump.


Trump und sein Team interessiert die Vergangenheit aber nur wenig, denn der Ex-Präsident ist seit Kurzem mit einem eigenen offiziellen Kanal auf TikTok vertreten. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hat Trump nach einem Tag bereits rund drei Millionen Follower angezogen, mittlerweile sind es 3,4 Millionen (Stand: Montagvormittag).

Allzu viel gibt es dort aber bisher nicht zu sehen, lediglich ein Video hat Trumps Social-Media-Team dort gepostet, genauer gesagt ist es ein Launch-Clip zum Kanal, das auf einer Veranstaltung der Ultimate Fighting Championship aufgenommen wurde. Trump kommentierte den Start seines TikTok-Kanals mit den Worten, dass er "jedes verfügbare Mittel" nutzen will, "um direkt mit dem amerikanischen Volk zu sprechen".

Truth Social ist nicht genug

Der TikTok-Einstand ist auch aus einem anderen Grund erstaunlich, denn in den vergangenen Monaten und Jahren konzentrierte sich Trump auf sein eigenes soziales Netzwerk Truth Social. Dort kann er aber allenfalls Trump-Fans erreichen und muss deshalb nun eigene wirtschaftliche Interesse hinten anstellen.

Zusammenfassung
  • Trump wollte TikTok verbieten, scheiterte jedoch daran
  • Nun nutzt er TikTok selbst für seinen Wahlkampf
  • Trump will im nächsten Herbst erneut US-Präsident werden
  • TikTok ist besonders bei jungen Menschen sehr populär
  • Trump hat bereits 3,4 Millionen Follower auf TikTok
  • Sein Team postete bisher nur ein Launch-Video auf TikTok
  • Trump konzentrierte sich zuvor auf sein Netzwerk Truth Social

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