E-Autos: Verkaufsflaute ist vor allem ein deutsches Problem
Aktuell klingt es zuweilen so, als würde der Absatz von Elektroautos allgemein einbrechen und das Konzept der Elektromobilität am Ende sein. Dem ist aber keineswegs so, wenn man die Zulassungszahlen in Europa insgesamt anschaut. In vielen Ländern gibt es ein klares Plus.
In zweitgrößten Automarkt der EU, in Frankreich, legten die Zulassungszahlen hingegen um 5 Prozent zu. Spitzenreiter ist Belgien. In dem Land lagen die E-Auto-Zulassungen im Mai um 45 Prozent über dem Vorjahreswert. Belgien ist damit inzwischen der drittgrößte Absatzmarkt der Hersteller von BEVs.
Da die Betrachtung der einzelnen Monate eher etwas über dem jeweiligen einzelnen Markt aussagen und aufgrund anders liegender Feiertage und anderer regionaler Besonderheiten Vergleiche zwischen den Ländern schwieriger machen, erfasst der ACEA die Trends auch mit Daten über mehrere Monate hinweg.
Die zukünftige Entwicklung ist aufgrund vielfältiger Faktoren relativ unsicher. In Deutschland spielt es beispielsweise auch eine Rolle, dass konservative Kreise immer wieder eine Wiederbelebung des Verbrenners propagieren. Und auch die Importzölle für Elektroautos aus China dürften einen negativen Effekt haben - vor allem auch, weil sie den Preiskampf abdämpfen. Dieser wäre aber durchaus nötig, da die Hersteller zunehmend Käuferkreise erschließen müssen, die nicht so viel Geld zur Verfügung haben.
Siehe auch:
-30 Prozent im Mai
In Deutschland sind die Neuzulassungen von Elektroautos tatsächlich deutlich zurückgegangen. Im Mai lagen sie laut Daten des Branchenverbandes ACEA um 30 Prozent unter den Zahlen des gleichen Monats im Vorjahr, berichtet die Nachrichtenagentur DPA. Im Wesentlichen dürfte dieser Einbruch durch den Wegfall der staatlichen Zuschüsse beim Kauf von Elektroautos zustande kommen.In zweitgrößten Automarkt der EU, in Frankreich, legten die Zulassungszahlen hingegen um 5 Prozent zu. Spitzenreiter ist Belgien. In dem Land lagen die E-Auto-Zulassungen im Mai um 45 Prozent über dem Vorjahreswert. Belgien ist damit inzwischen der drittgrößte Absatzmarkt der Hersteller von BEVs.
Da die Betrachtung der einzelnen Monate eher etwas über dem jeweiligen einzelnen Markt aussagen und aufgrund anders liegender Feiertage und anderer regionaler Besonderheiten Vergleiche zwischen den Ländern schwieriger machen, erfasst der ACEA die Trends auch mit Daten über mehrere Monate hinweg.
Zukunft ist unsicher
Dabei zeigt sich, dass die E-Auto-Neuzulassungen von Januar bis Mai in Deutschland lediglich um 16 Prozent fielen. Zeitweise gewährten die Hersteller hier deutliche Rabatte, sodass der Absatz auch nach Wegfall der Förderung auf einem guten Niveau gehalten werden konnte. Und auch in Italien ging es um 19 Prozent nach unten. In Frankreich wurde im gleichen Zeitraum ein Plus von 23 Prozent verbucht. Ein Wachstum gab es auch in den Niederlanden und Spanien. Über alle EU-Staaten hinweg wurden in den ersten fünf Monaten des Jahres 114.308 Elektroautos neu zugelassen, das sind 12 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der gesamte Automarkt schrumpfte um 3 Prozent.Die zukünftige Entwicklung ist aufgrund vielfältiger Faktoren relativ unsicher. In Deutschland spielt es beispielsweise auch eine Rolle, dass konservative Kreise immer wieder eine Wiederbelebung des Verbrenners propagieren. Und auch die Importzölle für Elektroautos aus China dürften einen negativen Effekt haben - vor allem auch, weil sie den Preiskampf abdämpfen. Dieser wäre aber durchaus nötig, da die Hersteller zunehmend Käuferkreise erschließen müssen, die nicht so viel Geld zur Verfügung haben.
Zusammenfassung
- Absatz von Elektroautos in Europa zeigt insgesamt ein klares Plus
- In Deutschland sind Neuzulassungen von Elektroautos um 30 Prozent gefallen
- Wegfall der staatlichen Zuschüsse beeinflusst deutschen Markt erheblich
- Frankreich verzeichnete einen Anstieg der Zulassungen um 5 Prozent
- Belgien ist Spitzenreiter mit einem Anstieg von 45 Prozent im Mai
- Von Januar bis Mai fielen E-Auto-Neuzulassungen in Deutschland um 16 Prozent
- Gesamtzahl der in der EU neu zugelassenen Elektroautos sank um 12 Prozent
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