Microsoft behebt nach Monaten BitLocker-Probleme - aber nicht für alle
Schon im Oktober hatte Microsoft ein Problem bestätigt, bei dem es bei der mobilen Geräteverwaltung für Unternehmenskunden zu einer Fehlmeldung kam. Dabei meldete die BitLocker-Laufwerksverschlüsselung irreführend, dass das Gerät entschlüsselt werden müsse.
Im Windows Release Health Dashboard gibt es dazu nun weiterführende Informationen, denn Microsoft hat mitgeteilt, dass es kein Update für Windows 10 Enterprise LTSC 2019, das unter erweitertem Support steht, geben wird. Damit ist die Sache für den Konzern abgeschlossen.
Diese Entscheidung basiert auf der Tatsache, dass der Fehler nur auf ein Berichtsszenario beschränkt ist, was bedeutet, dass er keine Auswirkungen auf die Laufwerksverschlüsselung oder die Meldung anderer Probleme auf dem Gerät hat.
Das Problem zeigte sich vorrangig bei Unternehmenskunden, wenn diese eine mobile Geräteverwaltung (MDM-Server) einsetzen, sobald ein Nutzer mit Windows 10 (Version 22H2, 21H2 und Enterprise LTSC 2019) oder 11 (22H2, 21H2) angemeldet wird.
BitLocker erhält dann unter Umständen fälschlicherweise einen 65000-Fehler angezeigt und meldet dazu Probleme wie "Gerät muss entschlüsselt werden".
Dieser Fehler steht laut Microsoft in Zusammenhang mit dem BitLocker CSP-Verschlüsselungsbericht und dem BitLocker Configuration Service Provider (CSP). Dieser wird von Unternehmen genutzt, um die Verschlüsselung von PCs und Geräten zu verwalten. Betroffen sind durch den Fehler auch Intune und andere Drittanbieter. Die im Januar und Februar verteilten Updates änderten etwas an der Konfiguration, sodass die Falschmeldung nicht mehr auftaucht.
Admins können das Problem auf Windows 10 Enterprise LTSC 2019-Systemen immer noch selbst entschärfen, indem sie die Einstellung "nicht konfiguriert" für die Richtlinien "Laufwerksverschlüsselung auf festen Laufwerken erzwingen" oder "Laufwerksverschlüsselungstyp auf Betriebssystemlaufwerken erzwingen" in Microsoft Intune aktivieren.
Siehe auch:
- Microsoft bestätigte im Oktober ein Problem bei der Geräteverwaltung
- BitLocker meldete irrtümlich eine notwendige Entschlüsselung
- Updates KB5034204 und KB5034763 beheben den Fehler für Windows 11 und 10
- Kein Update für Windows 10 Enterprise LTSC 2019 geplant
- Fehler betrifft nur Berichtsfunktion, nicht die Verschlüsselung selbst
- BitLocker-Fehler tritt bei Nutzung von MDM-Servern auf
- Admins können Einstellungen in Microsoft Intune manuell anpassen
Updates verfügbar
Damit ist nun Schluss, denn für einige Betroffene gibt es bereits eine Lösung. Microsoft hat diesen Fehler mit dem Preview-Update KB5034204, das im Januar für Windows 11 veröffentlicht wurde, und dem kumulativen Update KB5034763, das im Februar für Windows 10 veröffentlicht wurde, behoben.Im Windows Release Health Dashboard gibt es dazu nun weiterführende Informationen, denn Microsoft hat mitgeteilt, dass es kein Update für Windows 10 Enterprise LTSC 2019, das unter erweitertem Support steht, geben wird. Damit ist die Sache für den Konzern abgeschlossen.
Diese Entscheidung basiert auf der Tatsache, dass der Fehler nur auf ein Berichtsszenario beschränkt ist, was bedeutet, dass er keine Auswirkungen auf die Laufwerksverschlüsselung oder die Meldung anderer Probleme auf dem Gerät hat.
Das Problem zeigte sich vorrangig bei Unternehmenskunden, wenn diese eine mobile Geräteverwaltung (MDM-Server) einsetzen, sobald ein Nutzer mit Windows 10 (Version 22H2, 21H2 und Enterprise LTSC 2019) oder 11 (22H2, 21H2) angemeldet wird.
BitLocker erhält dann unter Umständen fälschlicherweise einen 65000-Fehler angezeigt und meldet dazu Probleme wie "Gerät muss entschlüsselt werden".
Dieser Fehler steht laut Microsoft in Zusammenhang mit dem BitLocker CSP-Verschlüsselungsbericht und dem BitLocker Configuration Service Provider (CSP). Dieser wird von Unternehmen genutzt, um die Verschlüsselung von PCs und Geräten zu verwalten. Betroffen sind durch den Fehler auch Intune und andere Drittanbieter. Die im Januar und Februar verteilten Updates änderten etwas an der Konfiguration, sodass die Falschmeldung nicht mehr auftaucht.
Admins können das Problem auf Windows 10 Enterprise LTSC 2019-Systemen immer noch selbst entschärfen, indem sie die Einstellung "nicht konfiguriert" für die Richtlinien "Laufwerksverschlüsselung auf festen Laufwerken erzwingen" oder "Laufwerksverschlüsselungstyp auf Betriebssystemlaufwerken erzwingen" in Microsoft Intune aktivieren.
Siehe auch:
- Windows 10 und 11: Neue Sicherheits-Patches für ältere Intel-CPUs
- Nach Windows-Patch-Day: Secure Boot-Problem weitet sich aus
- Boot-Fehler nach Windows Patch: Secure Boot auf VMware bricht ab
- Diese neue Windows-10-Option startet zum Patch-Day Februar
- Alle Infos zum Microsoft Februar-Patch-Day für Windows 10/11
Thema:
Nadine Juliana DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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