BitLocker-Verschlüsselung:
Windows wird langsamer, Linux schneller

Microsoft hat schon länger Probleme mit Bitlocker. Die Verschlüsselung von Daten kann Windows unter anderem deutlich verlangsamen. Durch die Arbeit eines Google-Mitarbeiters an der Implementierung der Verschlüsselung wird Linux hingegen bald deutlich schneller.
Sicherheit, Datenschutz, Privatsphäre, Kryptographie, Schlüssel, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, schloss, Token, Absicherung, Verschlüsselungssoftware, Kryptografie, Encryption Verschlüsselung

Bitlocker bereitet Probleme unter Windows

Seit Anfang Mai ist klar, dass Microsoft ab Windows 11 24H2 die Verschlüsselung von Nutzerdaten auf der Festplatte mittels Bitlocker standardmäßig aktiviert. Das Ganze soll in Zukunft nicht nur wie bisher bei OEMs mit Windows Pro-Lizenz der Fall sein, sondern auch bei den Home-Editionen.

Allerdings zeigte sich schon vor einiger Zeit, dass die Verschlüsselung (XTS-AES 128) zu massiven Leistungs- beziehungsweise Geschwindigkeitseinbußen bei einigen der schnellsten Festplatten kommen kann. Durch eine Abnahme bei den Lese- und Schreibgeschwindigkeiten von bis zu 45 Prozent verlangsamt sich das gesamte Betriebssystem. Seitdem das Problem bekannt ist, hat Microsoft schon einige Arbeit in Bitlocker gesteckt, um die Probleme zu minimieren.


Linux stattdessen mit Leistungssteigerung

Während Windows mit einer Verlangsamung zu kämpfen hat, gibt es bei Linux eine genau gegensätzliche Entwicklung. Nicht zuletzt durch die Arbeit des Google-Mitarbeiters Eric Biggers zur Implementierung von AES-XTS gibt es eine deutliche Leistungssteigerung bei AMD- und Intel-x86-Systemen.

Testresultate nach einer entsprechenden Implementierung zeigten eine enorme Verbesserung in Bezug auf den Datendurchsatz bei beiden Arten von Systemen. Bei einem AMD Zen 4 führte das zu einem Leistungsanstieg um unglaubliche 155 Prozent. Beim Test mit einem Intel Sapphire Rapid waren es satte 151 Prozent, wie Phoronix berichtet.

Die Änderungen bezüglich der Verschlüsselung wurden nun für die kommende Linux-Kernel-Version 6.10 vorgeschlagen.

Microsoft muss handeln

Es bleibt abzuwarten, wann und wie gut Microsoft die Probleme mit Bitlocker in den Griff bekommt. Mit einem langsameren Windows dürfte sich das Unternehmen aber keine neuen Freunde machen. In einer Zeit, in der die Installation und Nutzung von Linux immer einfacher wird, könnte das ein weiterer Grund für Nutzer sein, einen Wechsel zu wagen.

Zusammenfassung
  • Microsoft aktiviert Bitlocker-Verschlüsselung ab Windows 11 24H2 standardmäßig
  • Verschlüsselung kann zu massiven Leistungs- und Geschwindigkeitseinbußen führen
  • Linux verzeichnet Leistungssteigerungen durch die Arbeit von Eric Biggers
  • Implementierung von AES-XTS verbessert Datendurchsatz bei AMD- und Intel-Systemen
  • AMD Zen 4 zeigt eine Leistungssteigerung von 155 Prozent
  • Änderungen wurden für die kommende Linux-Kernel-Version 6.10 vorgeschlagen
  • Microsoft kämpft weiterhin mit Problemen bei Verschlüsselung
  • Einfachere Nutzung von Linux könnte Anwender zum Wechsel motivieren

Siehe auch:
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!