Windows: Microsoft blockiert Trick zum Ändern des Standardbrowsers

Das Thema Standardanwendungen und Windows ist ein altes und kontroverses, denn Microsoft versucht hier alles, um Nutzern den Wechsel von Defaults, allen voran des Browsers, zu erschweren. Nun schließt man eine praktische, aber auch nicht ungefährliche Hintertür.
Chrome, Firefox, Webbrowser, Edge, Microsoft Edge, Google Chrome, Mozilla Firefox, Opera, Microsoft Browser, Edge Browser, Edge Chromium, Chrome Browser, Chrome Logo, Opera Browser, Google Chrome Browser, Opera Mini, Edge vs. Chrome, Mozilla Firefox Browser, Edge Versus, Edge Vs., Edge vs. Opera, Edge vs. Firefox, Edge vs. Opera vs. Chrome vs. Firefox, Edge vs. RestOfTheWorld

Microsoft will Microsoft-Programme

Microsoft möchte am liebsten, dass Nutzer von Windows möglichst Microsoft-Produkte nutzen. Das ist verständlich bzw. aus Sicht des Konzerns auch nachvollziehbar, doch das Unternehmen aus Redmond treibt es hier schon immer zu weit. Denn man unternimmt alles, um Nutzern den Wechsel zu anderer Software zu erschweren.

Zwischen Nutzern sowie externen Entwicklern und Microsoft herrscht schon lange ein Katz-und-Maus-Spiel, denn die Redmonder unternehmen alles auch nur halbwegs legale, um Wege, die den Wechsel erleichtern, zu unterbinden. Das ist nun erneut der Fall (allerdings ein durchaus spezieller), wie Bleeping Computer (via Dr. Windows) berichtet.

Konkret geht es hier um die Februar-Updates für Windows 10 (KB5034763) und Windows 11 (KB5034765). Denn dem IT-Spezialisten Christoph Kolbicz ist aufgefallen, dass seine selbst entwickelten Programme SetUserFTA und SetDefaultBrowser plötzlich nicht mehr funktioniert haben.


Die beiden Kommandozeilenprogramm sind vor allem für Admins gedacht, mit SetUserFTA können bzw. konnten Dateizuordnungen über Anmeldeskripte und andere Methoden geändert werden, mithilfe von SetDefaultBrowser ließ sich, wie unschwer zu erraten ist, der Browser ändern.

Treiber UCPD.sys

Doch ein im Zuge des Februar-Updates verteilter und erst nach und nach aktivierter Treiber namens UCPD.sys verhindert, dass sich diese Programme nutzen lassen. Das hat eine schlechte, aber auch gute Seite: Denn auch wenn das derartige Ändern der Standardeinstellungen eine praktische Sache ist, so kann das theoretisch auch missbraucht werden, etwa über manipulierte Installer.

So wird sicherlich auch Microsoft argumentieren, sollte man sich je dazu äußern (müssen). Nutzer werden hier zweifellos an die vielen Maßnahmen denken, die Anwendern ein Leben außerhalb des Microsoft-Ökosystems erschweren sollen.

Allerdings muss man hier explizit betonen, dass die oben beschriebenen Einschränkungen für derartige Programme nicht bedeuten, dass man die Standardanwendungen nicht ändern kann - man muss aber eben den "offiziellen" Weg über die Windows-Einstellungen gehen. Wer das, aus welchen Gründen auch immer, nicht möchte, der findet bei Christoph Kolbicz eine detaillierte Beschreibung, wie man den verantwortlichen Treiber deaktivieren kann.

Zusammenfassung
  • Microsoft erschwert Wechsel von Standardanwendungen in Windows
  • Updates blockieren Drittanbieter-Tools zur Änderung von Defaults
  • Admin-Tools SetUserFTA und SetDefaultBrowser funktionieren nicht mehr
  • Februar-Updates für Windows 10 und 11 deaktivieren Hilfsprogramme
  • Neuer Treiber UCPD.sys verhindert Nutzung der Kommandozeilenprogramme
  • Manipulationsgefahr durch Drittanbieter-Software als möglicher Grund
  • Offizieller Weg über Windows-Einstellungen bleibt für Änderungen offen

Siehe auch:
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!