Schleswig-Holstein beginnt mit der Umstellung auf LibreOffice und Linux
Das Projekt der Umstellung auf Linux und Office-Open-Source-Software hat schon in München bestens funktioniert - nicht. Davon lässt man sich in Schleswig-Holstein aber nicht beeindrucken und startet seinerseits den bereits länger geplante Wechsel zu Microsoft-Alternativen.
Ob sich diese Geschichte wiederholt, wird sich erst zeigen, für Schleswig-Holstein ist aber zu hoffen, dass die Verantwortlichen ihre Lektionen aus dem Münchner Debakel gelernt haben. Beschlossen wurde die Umstellung bereits 2021, man hatte also hoffentlich genug Zeit, sich die Umsetzung genau zu überlegen.
LibreOffice als Microsoft Office-Ersatz macht hier wohlgemerkt nur den Anfang, später soll auch Linux anstelle von Windows treten. "Die beschlossene Umstellung der Office-Software ist ein Meilenstein, aber nur der Einstieg in den Umstieg: Der Wechsel zu freier Software beim Betriebssystem, der Kollaborationsplattform, dem Verzeichnisdienst, Fachverfahren und Telefonie wird folgen", sagt dazu Dirk Schrödter, der als Schleswig-Holsteins Digitalisierungsminister für das Vorhaben hauptverantwortlich ist.
Laut einer Mitteilung der Staatskanzlei sieht man sich "als digitale Vorreiterregion" und wird als erstes Land "einen digital souveränen IT-Arbeitsplatz in seiner Landesverwaltung einführen".
Konkret hat das Land im Norden Deutschlands eigenen Angaben nach folgende sechs Projektsäulen beschlossen:
- Schleswig-Holstein plant Wechsel zu Open-Source-Software
- Umstellung auf Linux und LibreOffice trotz Münchner Problemen
- LiMux-Projekt in München als warnendes Beispiel
- Schrödter sieht Umstellung als Start für weiteren Open-Source-Einsatz
- Schleswig-Holstein möchte IT-Arbeitsplatz digital souverän gestalten
- Sechs Säulen des Projekts für den IT-Umstieg definiert
- Nachrichten zu Linux-Sicherheit und Marktanteil gemischt
Open-Source statt Microsoft
Die Umstellung auf Open-Source-Software klingt in der Theorie nach einer fabelhaften Idee, da diese günstiger, sicherer und nicht schlechter als Microsoft-Lösungen funktionieren soll. In der Praxis hat das Beispiel des LiMux genannten Projektes in München aber gezeigt, dass das Ganze nicht ganz so reibungslos abläuft wie die Verantwortlich ursprünglich gehofft haben.Ob sich diese Geschichte wiederholt, wird sich erst zeigen, für Schleswig-Holstein ist aber zu hoffen, dass die Verantwortlichen ihre Lektionen aus dem Münchner Debakel gelernt haben. Beschlossen wurde die Umstellung bereits 2021, man hatte also hoffentlich genug Zeit, sich die Umsetzung genau zu überlegen.
LibreOffice als Microsoft Office-Ersatz macht hier wohlgemerkt nur den Anfang, später soll auch Linux anstelle von Windows treten. "Die beschlossene Umstellung der Office-Software ist ein Meilenstein, aber nur der Einstieg in den Umstieg: Der Wechsel zu freier Software beim Betriebssystem, der Kollaborationsplattform, dem Verzeichnisdienst, Fachverfahren und Telefonie wird folgen", sagt dazu Dirk Schrödter, der als Schleswig-Holsteins Digitalisierungsminister für das Vorhaben hauptverantwortlich ist.
Laut einer Mitteilung der Staatskanzlei sieht man sich "als digitale Vorreiterregion" und wird als erstes Land "einen digital souveränen IT-Arbeitsplatz in seiner Landesverwaltung einführen".
Konkret hat das Land im Norden Deutschlands eigenen Angaben nach folgende sechs Projektsäulen beschlossen:
- Umstieg von Microsoft Office auf LibreOffice
- Umstieg des Betriebssystems von Microsoft Windows auf Linux
- Kollaboration innerhalb der Landesverwaltung und mit Externen: Nutzung der Open Source Produkte Nextcloud, Open Xchange/Thunderbird in Verbindung mit dem Univention AD-Connector zur Ablösung von Microsoft Sharepoint sowie Microsoft Exchange/Outlook
- Konzeption eines Open Source basierten Verzeichnisdienstes zur Ablösung von Microsoft Active Directory
- Bestandsaufnahme der Fachverfahren hinsichtlich Kompatibilität und Interoperabilität mit LibreOffice und Linux
- Entwicklung einer Open Source basierten Telefonie-Lösung zur Ablösung von Telekom-Flexport
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Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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