Microsoft sperrt LibreOffice-Entwickler ohne klare Begründung
Microsoft hat ohne Vorwarnung das Konto des LibreOffice-Entwicklers Mike Kaganski gesperrt und begründet dies mit einem Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen. Der Einspruch scheiterte an, wie es der Betroffene nennt, "fehlerhaftem Support-System".
Kaganski arbeitet für Collabora Productivity, eines der wichtigsten Unternehmen hinter LibreOffice. Collabora ist einer der größten Code-Beiträger zum Open-Source-Projekt und beschäftigt mehrere zertifizierte LibreOffice-Entwickler.
Der Einspruch gestaltete sich als Odyssee durch Microsofts Support-System. Als Kaganski über das Konto seiner Frau Einspruch einreichte, erhielt er Anweisungen zur Anmeldeseite, genau das, was bereits nicht funktioniert hatte. Microsoft ignorierte seine Problembeschreibung, markierte das Ticket als gelöst und schloss es.
Die E-Mail konnte Kaganski schließlich über Gmail erfolgreich versenden, was zeigt, dass der Inhalt unproblematisch war. Dies verstärkt den Verdacht eines Fehlers in Microsofts automatisierten Erkennungssystemen.
In seinem Blog betont Kaganski, kein grundsätzlicher Kritiker proprietärer Software zu sein und die positiven Aspekte von Microsoft-Produkten zu sehen. Dennoch bezeichnet er Microsoft nun als "erbärmlich inkompetent in der IT". LibreOffice wird von Millionen Nutzern weltweit als kostenlose Alternative zu Microsoft Office eingesetzt.
Was haltet ihr von Microsofts Umgang mit dem Fall? Habt ihr ähnliche Erfahrungen mit gesperrten Konten gemacht oder nutzt ihr bereits Open-Source-Alternativen?
Download LibreOffice - quelloffene Office-Suite Siehe auch:
- Microsoft sperrte das Konto des LibreOffice-Entwicklers Mike Kaganski
- Sperrung erfolgte am 21. Juli 2025 ohne Vorwarnung oder klare Begründung
- Kaganski arbeitet für Collabora Productivity, einen Hauptentwickler von LibreOffice
- Der Einspruch scheiterte an Microsofts fehlerhaftem Support-System
- Die E-Mail, die zur Sperrung führte, konnte problemlos über Gmail versendet werden
- Ähnliche Fälle zeigen Probleme mit Microsofts automatisierten Moderationssystemen
- Der Vorfall fällt in eine Zeit der Konkurrenz zwischen Microsoft und LibreOffice
Microsoft sperrt LibreOffice-Entwickler aus
Microsoft hat dem LibreOffice-Entwickler Mike Kaganski die Nutzung seiner Dienste untersagt - wegen einer angeblichen "Aktivität, die gegen die Dienstleistungsvereinbarung verstößt". Der Vorfall ereignete sich am 21. Juli 2025, als Kaganski eine technische E-Mail an die LibreOffice-Entwickler-Mailingliste senden wollte, wie er auf seinem Blog nun erläutert.Kaganski arbeitet für Collabora Productivity, eines der wichtigsten Unternehmen hinter LibreOffice. Collabora ist einer der größten Code-Beiträger zum Open-Source-Projekt und beschäftigt mehrere zertifizierte LibreOffice-Entwickler.
Kafkaeske Support-Erfahrung
Nach Kaganskis Angaben erhielt er zunächst eine Fehlermeldung beim E-Mail-Versand. Beim zweiten Versuch wurde sein Microsoft-Konto gesperrt und er fand sich ausgeloggt wieder. Der Entwickler vermutet, dass sein Account fälschlicherweise von einem automatisierten System markiert wurde.Der Einspruch gestaltete sich als Odyssee durch Microsofts Support-System. Als Kaganski über das Konto seiner Frau Einspruch einreichte, erhielt er Anweisungen zur Anmeldeseite, genau das, was bereits nicht funktioniert hatte. Microsoft ignorierte seine Problembeschreibung, markierte das Ticket als gelöst und schloss es.
Die E-Mail konnte Kaganski schließlich über Gmail erfolgreich versenden, was zeigt, dass der Inhalt unproblematisch war. Dies verstärkt den Verdacht eines Fehlers in Microsofts automatisierten Erkennungssystemen.
Breiteres Problem bei Microsoft-Konten
Kaganski ist nicht der einzige Betroffene willkürlicher Kontosperrungen. Ein Reddit-Nutzer berichtete im Juni, dass Microsoft sein Konto mit 30 Jahren "unersetzlicher Fotos und Arbeit" auf OneDrive gesperrt hatte. Auch dessen Einspruch blieb erfolglos.Brisantes Timing
Der Vorfall fällt allerdings in eine Zeit, in der Microsoft und LibreOffice stärker konkurrieren. Kürzlich hatte LibreOffice Microsoft vorgeworfen, absichtlich komplexe Dateiformate zu verwenden, um Nutzer an Microsoft Office zu binden und Open-Source-Alternativen zu behindern.In seinem Blog betont Kaganski, kein grundsätzlicher Kritiker proprietärer Software zu sein und die positiven Aspekte von Microsoft-Produkten zu sehen. Dennoch bezeichnet er Microsoft nun als "erbärmlich inkompetent in der IT". LibreOffice wird von Millionen Nutzern weltweit als kostenlose Alternative zu Microsoft Office eingesetzt.
Was haltet ihr von Microsofts Umgang mit dem Fall? Habt ihr ähnliche Erfahrungen mit gesperrten Konten gemacht oder nutzt ihr bereits Open-Source-Alternativen?
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