UFO-Verschwörungserzähler sind für Geldverschwendung verantwortlich

Mythen über UFOs und andere unerklärliche Phänomene gibt es schon seit Ewigkeiten, zuletzt stieg aber die Bereitschaft bei Regierungen, sich diesem Thema zu widmen, allen voran in den USA. Der Ex-Chef der UFO-Abteilung im Pentagon hält das für Geldverschwendung.
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Verschwörung oder Fantasie?

Das US-amerikanische Verteidigungsministerium hält Beweise für die UFO-Existenz sowie Basen mit Aliens zurück und testet selbst fliegende Objekte, die auf außerirdischer Technologie basieren: Das sind nur einige der Mythen, die es heutzutage im Zusammenhang mit den offiziell als UAPs (Unidentified Anomalous Phenomena; unidentifizierte anormale Phänomene) bezeichneten Vorkommnissen gibt.

Menschen, die daran glauben, gibt es auch in der US-Regierung bzw. in den jeweiligen Behörden und sie kosten den Steuerzahler jedes Jahr Millionenbeträge. Denn dieses Geld wird ausgegeben, um die "selbstleckende Eistüte" zu suchen, wie Sean Kirkpatrick kürzlich in einem Podcast sagte (via The Guardian).

Kirkpatrick ist jemand, der es bestens wissen müsste, denn er war bis vor Kurzem der Chefermittler in Sachen UAP. Er war bis Dezember 2023 der Chef des All-domain Anomaly Resolution Office (AARO), dieses wurde erschaffen, um militärische Berichte über UAP-Sichtungen zu sammeln und mehr Transparenz darüber zu schaffen, was die Regierung dazu weiß.

Die 2022 gegründete Behörde wird dieses Jahr ihren ersten offiziellen Bericht veröffentlichen, dieser wurde bereits dem Kongress übermittelt. Laut Kirkpatrick gebe es darin aber weder Beweise noch Hinweise auf außerirdisches Leben oder Vertuschungsaktionen der Regierung.


Das liegt aber auch daran, dass es viele Abgeordnete gebe, die nur zu gerne bereit seien, unbegründete Geschichten über geheime UFO-Forschungsprogramme der Regierung zu übernehmen, die von einer "Kerngruppe von Leuten" verbreitet werden. Er erwähnt auch explizit den Whistleblower David Grusch, der im Vorjahr behauptete, dass die USA "intakte" UFOs besitzen würden.

"Es sind dieselben Leute, die mit einer US-Firma und der US-Armee zusammengearbeitet haben, um ein Stück Material zu erforschen, von dem sie behaupten, es sei ein UAP und in Wirklichkeit ist es ein Stück Raketengehäuse aus den 1950er-Jahren", so Kirkpatrick. "Es sind dieselben Leute, die einige der Whistleblower beeinflusst haben, die sich gemeldet haben, um zu sagen: "Hey, ich habe keine Beweise aus erster Hand, aber all diese Leute erzählen mir das".

Kirkpatrick weiter: "Das Beste, was mir in diesem Job hätte passieren können, ist, dass ich die Außerirdischen gefunden hätte, und ich hätte sie enthüllen können, aber es gibt keine. Es gibt keine Beweise für Außerirdische und es gibt keine Beweise für die Regierungsverschwörung."

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