Verschwörungsgläubige überschätzen ihre eigenen Fähigkeiten massiv
Anhänger von Verschwörungsmythen wird man nicht nur durch emotionale Bedürfnisse oder eine krude Weltsicht. Ein wesentlicher Faktor ist auch ein übersteigertes Vertrauen in die eigenen kognitiven Fähigkeiten - man hält sich also für klüger als andere.
Der Psychologe Gordon Pennycook von der Cornell University, einer der Studienautoren, erklärt: "Ich hatte erwartet, dass Verschwörungsgläubige überdurchschnittlich von sich überzeugt sind. Überraschend war jedoch, wie stark sie davon ausgehen, dass andere ihre Meinung teilen - sie glauben bis zu viermal häufiger, dass sie mit ihrer Ansicht in der Mehrheit sind."
In insgesamt acht Teilstudien wurden über 4000 Erwachsene in den USA zu ihren Überzeugungen befragt, darunter auch verbreitete Verschwörungsnarrative wie die angeblich gefälschte Mondlandung oder zum Tod von Prinzessin Diana. Zudem mussten sie Aufgaben lösen, bei denen ihre tatsächliche Leistung von ihrer Selbsteinschätzung abwich. Die Ergebnisse zeigten einen deutlichen Zusammenhang: Je selbstbewusster die Teilnehmer hinsichtlich ihrer geistigen Fähigkeiten waren, desto anfälliger waren sie für Verschwörungstheorien.
Pennycook ist in der Forschung zu kognitiven Verzerrungen kein Unbekannter. Bereits 2015 erregte er Aufsehen mit einer Studie über "pseudo-tiefsinnige Aussagen", für die er später mit dem satirischen Ig-Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Die aktuelle Studie rückt nun ein weiteres psychologisches Element in den Fokus: übertriebene Selbstsicherheit. Sie scheint nicht nur mit der Anfälligkeit für Desinformation einherzugehen, sondern auch mit einem verzerrten Bild von gesellschaftlicher Zustimmung.
Siehe auch:
Auch Zustimmung wird überschätzt
Eine neue psychologische Untersuchung, veröffentlicht im Personality and Social Psychology Bulletin, zeigt: Menschen, die an Verschwörungserzählungen glauben, halten sich selbst für besonders kompetent. Außerdem überschätzen sie stark, wie viele andere ihre Überzeugungen teilen.Der Psychologe Gordon Pennycook von der Cornell University, einer der Studienautoren, erklärt: "Ich hatte erwartet, dass Verschwörungsgläubige überdurchschnittlich von sich überzeugt sind. Überraschend war jedoch, wie stark sie davon ausgehen, dass andere ihre Meinung teilen - sie glauben bis zu viermal häufiger, dass sie mit ihrer Ansicht in der Mehrheit sind."
In insgesamt acht Teilstudien wurden über 4000 Erwachsene in den USA zu ihren Überzeugungen befragt, darunter auch verbreitete Verschwörungsnarrative wie die angeblich gefälschte Mondlandung oder zum Tod von Prinzessin Diana. Zudem mussten sie Aufgaben lösen, bei denen ihre tatsächliche Leistung von ihrer Selbsteinschätzung abwich. Die Ergebnisse zeigten einen deutlichen Zusammenhang: Je selbstbewusster die Teilnehmer hinsichtlich ihrer geistigen Fähigkeiten waren, desto anfälliger waren sie für Verschwörungstheorien.
Pennycooks Steckenpferd
Ein weiterer zentraler Befund: Während im Durchschnitt nur rund 12 Prozent der Teilnehmer an bestimmte Verschwörungsmythen glaubten, schätzten deren Anhänger, dass 93 Prozent der Bevölkerung ihnen zustimmen würden. Diese massive Fehleinschätzung deutet laut Pennycook auf einen ausgeprägten "falschen Konsenseffekt" hin - die irrige Annahme, die eigene Meinung sei weitverbreitet.Pennycook ist in der Forschung zu kognitiven Verzerrungen kein Unbekannter. Bereits 2015 erregte er Aufsehen mit einer Studie über "pseudo-tiefsinnige Aussagen", für die er später mit dem satirischen Ig-Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Die aktuelle Studie rückt nun ein weiteres psychologisches Element in den Fokus: übertriebene Selbstsicherheit. Sie scheint nicht nur mit der Anfälligkeit für Desinformation einherzugehen, sondern auch mit einem verzerrten Bild von gesellschaftlicher Zustimmung.
Zusammenfassung
- Verschwörungsgläubige überschätzen ihre eigenen kognitiven Fähigkeiten
- Neue Studie zeigt massives Selbstvertrauen bei Anhängern von Verschwörungen
- Betroffene vermuten fälschlicherweise breite Zustimmung in der Bevölkerung
- Acht Teilstudien mit über 4000 US-Erwachsenen belegen den Zusammenhang
- Der sogenannte 'falsche Konsenseffekt' verzerrt die Wahrnehmung der Realität
- Übertriebene Selbstsicherheit geht einher mit Anfälligkeit für Desinformation
Siehe auch:
Thema:
Videos zum Thema Mond
- Video von Blue Ghost: Erstmals wurde eine Mondlandung in HD gefilmt
- Blue Ghost: Spektakulärer Überflug zeigt beeindruckende Mondbilder
- To the Moon: Im Trailer zur Komödie wird die Mondlandung gefaked
- NASA-Video zeigt beeindruckende Vorschau auf die Projekte von 2024
- Moonfall: Finaler Trailer zu Roland Emmerichs Zerstörungs-Spektakel
Beiträge aus dem Forum
Weiterführende Links
Celestron CPC 1100 im Preisvergleich
Neue Nachrichten
- Kernfusion: Start-up Xcimer aktiviert derzeit größten privaten Laser
- "Zerschneiden" eines Photons erzeugt unendlich viele neue Lichtteilchen
- Windows 11 bekommt einen Button zum Entfernen aller KI-Modelle
- Meta macht (ein bisschen) Rückzieher bei Mitarbeiter-Totalüberwachung
- Update für Google Home: Gemini-KI startet nun auch in Deutschland
- Vernichtende Kritik: MMO-Hoffnung Camelot Unchained ein totaler Flop
- Komplett zerstörte Startrampe: Blue Origin hat aggressiven Aufbauplan
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen