Microsoft macht erstmals mehr Umsatz mit Gaming als mit Windows

Gestern Abend hat Microsoft seine aktuellen Zahlen bekannt gegeben und dabei sticht vor allem eine Zahl ins Auge: ein Gaming-Umsatz-Plus von 49 Prozent. Damit schreibt dieser Bereich nun mehr Umsatz als die Windows-Sparte. Die Erklärung ist aber simpel: Activision Blizzard.
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Das Drei-Billionen-Dollar-Unternehmen Microsoft

Die Geschäfte von Microsoft laufen bestens, das kann man nicht auf andere Art schreiben: Denn der Umsatz ist um 18 Prozent auf rund 62 Milliarden Dollar gestiegen, der Nettogewinn hat sich um 33 Prozent erhöht und betrug zuletzt 21,9 Milliarden Dollar. Es ist das erste Mal, dass der Redmonder Konzern Quartalszahlen bekannt gibt und sich dabei als Drei-Billionen-Dollar-Unternehmen bezeichnen kann.

Die größte Auffälligkeit war, wie im Vorspann erwähnt, dass der Gaming-Umsatz mittlerweile über jenem der Windows-Sparte liegt. Das bedeutet allerdings nicht, dass das Geschäft mit dem Betriebssystem schlecht läuft, denn der Windows-OEM-Umsatz ist um immerhin elf Prozent gestiegen.


Activision Blizzard-Übernahme

Das explodierende Gaming-Geschäft hängt natürlich mit der erfolgreichen Übernahme von Activision Blizzard zusammen. Denn der Großpublisher erscheint erstmals im Geschäftsbericht von Microsoft. Laut Microsoft ist die Rechnung hier aber einigermaßen kompliziert, wie The Verge ausführt: Denn der Nettoeffekt des Umsatzes beläuft sich auf rund zwei Milliarden Dollar. Allerdings wird diese Summe nach Übernahme durch die Kosten für Integration, die Transaktion und sonstiges mehr als halbiert, nach Abzug sonstiger betrieblicher Aufwendungen in Höhe von 1,59 Milliarden Dollar ergibt sich ein Betriebsverlust von 440 Millionen Dollar.

Die More Personal Computing-Sparte, zu der Xbox, Surface und Windows zählen, hat insgesamt ein Plus von 19 Prozent vermeldet. Dabei konnte Microsoft auch die Konsolenverkäufe um drei Prozent steigern - allerdings täuscht dieser Wert. Denn beim vorliegenden Quartal handelt es sich um jenes, in welches das Weihnachtsgeschäft gefallen ist und Microsoft eine ganze Reihe an Aktionen zur Xbox Series X angeboten hatte, was die wahre Performance etwas verschleiert. Denn laut Finanzchefin Amy Hood erlebte man einen "schwächeren Konsolenmarkt als erwartet".

Unter dem Strich hat Gaming aber 7,11 Milliarden Dollar Umsatz geschrieben, Windows kam auf 5,26 Milliarden Dollar. Dazu kommt noch Office mit 13,5 Milliarden Dollar und das Cloud-Geschäft mit zusammengerechnet 33,7 Milliarden Dollar. Die Azure-Sparte, in welche das Geschäft mit generativer KI fällt, wuchs übrigens um satte 30 Prozent, sechs Prozentpunkte werden den KI-Lösungen zugeschrieben.

Zusammenfassung
  • Gaming-Umsatz von Microsoft um 49 Prozent gestiegen
  • Quartalsumsatz liegt bei 62 Milliarden Dollar
  • Nettogewinn erhöht sich auf 21,9 Milliarden Dollar
  • Windows-OEM-Umsatz steigt um elf Prozent
  • Activision Blizzard beeinflusst Microsofts Zahlen
  • More Personal Computing-Sparte wächst um 19 Prozent
  • Azure und KI-Lösungen verzeichnen 30 Prozent Wachstum

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