Wahljahr in Deutschland: Russlands Troll-Farmen sind bereits aktiv
Dass der Kreml im Wahljahr 2024 seine Troll-Armeen in Marsch setzen wird, war zu erwarten. Das Auswärtige Amt hat sich jetzt mit dem Thema beschäftigt und allein auf Twitter/X zehntausende Fake-Accounts ausgemacht, mit denen die Stimmung im Land manipuliert wird.
Dass das russische Regime professionelle Trollfarmen betreibt, mit denen die Debatten auf Social-Media-Plattformen im Sinne Moskaus gelenkt werden, ist im Grunde nichts Neues. Insbesondere mit Blick auf das Superwahljahr, in dem in Deutschland Kommunal- und Landes-Parlamente sowie das EU-Parlament neu gewählt werden, setzte das Auswärtige Amt nun aber noch einmal Experten auf die Angelegenheit an, um sich ein konkreteres Bild machen zu können.
Binnen nur eines Monats - vom 20. Dezember bis 20. Januar - wurden von diesen zehntausende Accounts auf der Plattform des US-Unternehmers Elon Musk ausfindig gemacht, die sich keinen normalen Usern zuordnen lassen und die orchestrierte Desinformationskampagnen stützen.
Man muss damit rechnen, dass die Intensität der Desinformationskampagnen in den kommenden Wochen noch weiter zulegen werden. Hier dürfte es dann insbesondere in der Zeit vor den Wahlen auch zu einem breiteren Ansatz kommen - etwa das bestimmte Narrative dann parallel von den Trollfabriken und auch politischen Kräften im Land, die mit dem russischen Regime zusammenarbeiten, gemeinsam agieren.
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Desinformation als Waffe
Laut eines Berichts des Nachrichtenmagazins Der Spiegel handelt es sich um rund 50.000 verschiedene Accounts, die jetzt registriert wurden. Von diesen wurden mehr als eine Million Beiträge veröffentlicht. Dabei geht es vor allem um zwei Zielrichtungen: Es wird Stimmung gegen die aktuelle Bundesregierung gemacht, um die Gesellschaft weiter zu polarisieren, und die Hilfe für die Ukraine soll stärker infrage gestellt werden.Dass das russische Regime professionelle Trollfarmen betreibt, mit denen die Debatten auf Social-Media-Plattformen im Sinne Moskaus gelenkt werden, ist im Grunde nichts Neues. Insbesondere mit Blick auf das Superwahljahr, in dem in Deutschland Kommunal- und Landes-Parlamente sowie das EU-Parlament neu gewählt werden, setzte das Auswärtige Amt nun aber noch einmal Experten auf die Angelegenheit an, um sich ein konkreteres Bild machen zu können.
Binnen nur eines Monats - vom 20. Dezember bis 20. Januar - wurden von diesen zehntausende Accounts auf der Plattform des US-Unternehmers Elon Musk ausfindig gemacht, die sich keinen normalen Usern zuordnen lassen und die orchestrierte Desinformationskampagnen stützen.
Spalten vor der Wahl
Eines der hauptsächlichen Narrative, die hier verbreitet werden, läuft darauf hinaus, dass die Bundesregierung ihrer eigenen Bevölkerung die Unterstützung versagt, um die Ukraine stärker unterstützen zu können. Aber auch andere Themen, die die Spaltung in der Gesellschaft vertiefen, werden in großer Zahl verbreitet. Immer wieder gelingt es, dass die Argumentationen dann von Nutzern, die sich gern mit einfachen Erklärungen und Thesen begnügen, weitergetragen werden.Man muss damit rechnen, dass die Intensität der Desinformationskampagnen in den kommenden Wochen noch weiter zulegen werden. Hier dürfte es dann insbesondere in der Zeit vor den Wahlen auch zu einem breiteren Ansatz kommen - etwa das bestimmte Narrative dann parallel von den Trollfabriken und auch politischen Kräften im Land, die mit dem russischen Regime zusammenarbeiten, gemeinsam agieren.
Zusammenfassung
- Kreml setzt 2024 Troll-Armeen ein
- Auswärtiges Amt identifiziert Fake-Accounts
- Rund 50.000 Twitter-Accounts registriert
- Ziel: Stimmungsmache gegen Bundesregierung
- Desinformationskampagnen auf Musk-Plattform
- Narrative zur Vernachlässigung der Bevölkerung
- Zunahme der Kampagnen vor Wahlen erwartet
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Christian Kahle
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