Nubia Z60 Ultra im Test: Der Geheimtipp unter den Top-Smartphones?

Das Nubia Z60 Ultra ist ein ungewöhnliches High-End-Smartphone, denn der chinesische Hersteller bietet das Gerät nicht nur zu über­ra­schend günstigen Preisen ab 679 Euro mit aktuellster Technik an, son­dern verpasst ihm auch noch ein einmaliges Design. Wir haben das neue Topmodell mit Android getestet.
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Das Nubia Z60 ist ein Klotz ...

Nubia versucht mit dem Z60 Ultra in mehrerer Hinsicht gegen den Strom zu schwimmen. Einerseits ist das Gerät deutlich günstiger zu haben als die meisten Konkurrenzprodukte, andererseits wird hier ein Design verwendet, bei dem anders als bei vielen aktuellen Wettbewerbern keinerlei Verwechslungsgefahr mit dem iPhone besteht.

Statt runden Ecken und einer biederen Optik für den Massenmarkt, zeigt Nubia beim Z60 Ultra "klare Kante" und ein Design, das durchaus an Gettoblaster und Kompakt-Stereoanlagen der Achtzigerjahre des letzten Jahrhunderts erinnert. Man muss die Optik mögen, denn die drei rückwärtigen Kameras sind nicht unbedingt logisch angeordnet. Nubia Z60 UltraVor einer Sony FH-909R von 1988 fällt das Nubia Z60 Ultra optisch kaum auf

... der Nutzen und Design vereint

Dass das Z60 Ultra wohl eng mit dem Red Magic 9 Pro verwandt ist, einem ebenfalls chinesischen Gaming-Smartphone, ist wahrscheinlich einer der Gründe für das ungewöhnliche, aber irgendwie doch futuristisch wirkende Design. Wer auf große Smartphones steht, wird hier nicht enttäuscht, auch wenn das Gerät wegen der schmalen Display-Ränder eigentlich nicht größer ist als ein 6,4-Zoll-Smartphone früherer Jahre.

Insgesamt ist das Nubia Z60 Ultra eigentlich ein großer Ziegelstein, dessen eckiges Design man mögen muss. Gerade dies bietet aber auch Vorteile, denn das Gerät verfügt über einen mit 6000mAh extrem großen Akku, der in Verbindung mit dem hier verbauten Snapdragon-Chip von Qualcomm für sehr lange Laufzeiten sorgt. Natürlich muss man dadurch in Kauf nehmen, dass das Telefon dadurch mit 246 Gramm etwa schwerer ist als andere Modelle gleicher Größe und teilweise etwas unhandlich sein kann. Dafür bekommt man aber eben auch einiges geboten.

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Nichts für Menschen mit kleinen Händen

Das klobige Design des Nubia Z60 Ultra hebt das Gerät von der eintönigen Masse der Smartphones ab, sorgt aber auch für ein paar Eigenheiten. Menschen mit kleinen Händen habe wahrscheinlich einige Schwierigkeiten den Trumm zu händeln, wobei die matte, sehr glatte Oberfläche auf der Rückseite sicherlich nicht hilft. Die Kameraeinheit bietet mit ihrer breiten Kante aber gut Halt, wobei manche Nutzer es sicher etwas unangenehm finden, mit den Fingern ständig an den weit aus dem Gehäuse ragenden Kameras hängenzubleiben, an denen sich in kurzer Zeit viel Staub ansammeln kann.

Die Anmutung des Z60 Ultra ist durchaus hochwertig, denn der Metallrahmen und alle anderen Materialien fühlen sich einwandfrei an. Wenig hochwertig erscheint hingegen das transparente Cover, welches nur um die Ecken des Z60 Ultra geklemmt wird und darüber hinaus eigentlich nur die Rückseite abdeckt.

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Wer sich für das neue Nubia-Flaggschiff entscheidet, sollte sich daher bei AliExpress nach einem alternativen Cover umsehen. Die ab Werk installierte Display-Folie zerkratzt leider relativ schnell, sodass unser Testgerät bereits rund zwei Wochen zwei auffällige Kratzer aufwies.

Insgesamt wirkt das Gerät wie erwähnt hochwertig, wozu auch sie Tasten und der frei belegbare Schiebeschalter am rechten Gehäuserand ihren Beitrag leisten. Nichts wackelt, der Druckpunkt der Buttons ist deutlich und präzise, während der Schalter satt einrastet. Der Vibrationsmotor trägt zu diesem Eindruck übrigens ebenfalls bei, vibriert das Z60 Ultra doch stets kräftig und merkbar, wie man es von einem Oberklasse-Smartphone erwarten würde, aber eben nicht immer geboten bekommt.

Einziges Top-Smartphone mit Under-Display-Cam

Das Nubia Z60 Ultra hat nicht nur ein sehr eigenwilliges Design. Das Gerät fällt auch auf, weil es als einziges Flaggschiff-Smartphone überhaupt mit einer Under-Display-Kamera daherkommt. Wie sein Schwestermodell Redmagic 9 Pro hat auch das Z60 Ultra kein Loch im Bildschirm, in dem die anderen Hersteller ihre Frontkamera unterbringen.


Stattdessen sitzt die Frontkamera mit ihren 12 Megapixeln Auflösung hinter einem Bereich unterhalb der Mitte des oberen Bildschirmrands, in dem die Pixeldichte reduziert ist und so eine Möglichkeit geschaffen wird, die Kamera "durch" das OLED-Panel hindurchsehen zu lassen. Dies führt dazu, dass Nubia auch in diesem Bereich Bildschirminhalte anzeigen kann und nur bei Bedarf der Blick für die Frontkamera freigegeben wird. Nubia Z60 UltraNubia Z60 Ultra: Display vollflächig und ohne Loch Das Resultat hat zwar durchaus den Vorteil, dass der Nutzer nicht von einem mehr oder weniger großen Loch im Display gestört wird, doch ergeben sich auch Nachteile. So liefert die Frontkamera selbst bei guten Lichtverhältnissen nur verwaschene Aufnahmen, auch wenn die Qualität des 12-Megapixel-Sensors eigentlich in Ordnung gehen müsste. Im Grunde ist die Kamera somit nicht mehr als eine Art unfreiwillige Dreingabe, die Nubia sich vielleicht am liebsten gespart hätte.

Das Display beeindruckt in (fast) jeder Hinsicht

Das Display des Nubia Z60 Ultra ist mit 6,8 Zoll (17,27 cm) gigantisch und dank der unter der Oberfläche versteckten Frontkamera störungsfrei randlos. Das Panel ist ein "normales" AMOLED-Display, das mit bis zu 120 Hertz maximaler Bildwiederholrate arbeitet. Weil des sich nicht um ein LTPO-Panel handelt, kann die Bildwiederholrate nur zwischen 60 oder 120 Hertz, nicht aber in Schritten von 1 bis 120 Hertz dynamisch umschalten.

Theoretisch bedeutet dies Nachteile bei der Akkulaufzeit, rein praktisch kommt das Gerät aber bestens durch den Tag. Regelt man die Helligkeit des Panels auf das Maximum, wurden bei unserem Testgerät knapp 600 Candela erreicht. Überlässt man dem Gerät die Helligkeitsregelung per Automatik, knackt es knapp die 1000-Candela-Marke, liefert also mehr als ausreichend Helligkeit, um auch im Freien bestens ablesbar zu bleiben. Nubia Z60 UltraAuch bei direkter Sonneneinstrahlung ist das Display gut ablesbar Die Farbdarstellung des Bildschirms gefiel uns zu allen Zeitpunkten gut, wobei die Standard-Einstellungen schon ab Werk ein optimales Erlebnis bieten. Reflexionen sind beim Nubia Z60 Ultra nur bei starken Lichtquellen im Freien ein kleineres Problem, da die Sichtbarkeit bei leichter Neigung des Geräts teilweise nicht mehr gegeben sein kann. Generell wäre es zu begrüßen, wenn Nubia hier ab Werk eine Antireflexionsschicht anstelle der doch recht anfälligen Schutzfolie anbringen würde.

Bei Spielen bewährte sich das Nubia Z60 Ultra gut, konnten wir doch dank der rasanten Umschaltzeiten des Bildschirms keine Schlieren oder Artefakte nachvollziehen. Insgesamt muss man Nubia für das gute Display des Z60 Ultra loben, gelingt es dem chinesischen Hersteller doch, ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten - wir sprechen hier immer noch über ein Gerät, das in der günstigsten Version eine UVP von nur 649 Euro hat.


Fast alles dran, nur kein drahtloses Laden

Das Nubia Z60 Ultra bietet im Grunde ein rundes Ausstattungspaket mit wenigen Abstrichen. Das Telefon ist sowohl wasser- und staubdicht als auch mit einem schnellen USB 3.2 Gen 2 kompatiblen USB-C-Port ausgerüstet. Wie es für viele chinesische Smartphones üblich ist, hat Nubia einen Infrarot-Blaster verbaut, um das Gerät als Fernbedienung nutzbar zu machen.

Das Z60 Ultra unterstützt WiFi 7, kann also bei Bedarf auch im 6-Gigahertz-Bereich schnelle Drahtlosnetzwerke nutzen, auch wenn diese bislang nicht weitverbreitet sind. Die Positionierung per GPS und Glonass erfolgt überraschend schnell und präzise, wobei auch in Innenräumen eine relativ gute Performance bei der Ortung möglich ist. Außerdem wird mit Bluetooth 5.4 die neueste Variante des Kurzstreckenfunks unterstützt und NFC ist ebenfalls an Bord. Die Verwendung zur Kartenzahlung ist mit dem Z60 Ultra ohne Weiteres möglich.
Nubia Z60 UltraDie Ziegelstein-Optik ... Nubia Z60 Ultra... steht dem Nubia Z60 Ultra gut

Gigant mit gigantischem Akku

Nur das für manche Nutzer wichtigen Wireless-Charging fehlt. Dessen Fehlen macht Nubia aber mit einem großen Akku teilweise wieder wett, der rasch geladen werden kann und deshalb die drahtlose Ladefunktion weitestgehend überflüssig macht. Der riesige 6000-mAh-Akku kann dank Super Fast Charging mit bis zu 80 Watt schnell geladen werden.

Dabei kann das Telefon durchaus ungewöhnlich warm werden, sodass es vielleicht zu empfehlen wäre, ein schwächeres Netzteil zu verwenden, um so den Akku etwas zu schonen. Immerhin ist das Smartphone von Nubia mit einer breiten Unterstützung für verschiedene Ladestandards ausgestattet, sodass es während unserer Nutzung an einfachen Handy-Ladegeräten von Samsung mit 15 oder 25 Watt, an Laptop-Netzteilen mit 65 Watt und einem 100W-Charger von Honor ohne Weiteres mit scheinbar voller Power in kürzester Zeit geladen werden konnte.
Nubia Z60 UltraNach sechs Monaten als Daily-Driver ... Nubia Z60 Ultra... ist beim Nubia Z60 Ultra ein wenig der Lack ab
Die Akkulaufzeit ist wegen des riesigen Akkus enorm. Im "Normalbetrieb" mit 5-6 Stunden gemischter aktiver Nutzung hält das Z60 Ultra problemlos auch einen langen Arbeitstag durch und hat meist auch noch genügend Saft, um bis zum Abend des nächsten Tages mitzumachen - und dann mit einem verbleibenden Akkustand von rund 25 Prozent wieder geladen zu werden. Binnen 15-20 Minuten geht es dann auf rund 80 Prozent, was ausreicht, um einen weiteren Tag Nutzung zu ermöglichen.

Snapdragon 8 Gen 3 sorgt für Power satt

Bezüglich Performance muss sich das neue Flaggschiff von Nubia vor keinem Konkurrenten aus dem Android-Lager verstecken. Durch den Snapdragon 8 Gen 3, also den neuesten Top-Prozessor von Qualcomm, steht jederzeit mehr als ausreichend Leistung zur Verfügung.

Den üblichen Zahlenzirkus rund um diverse Benchmark-Werte sparen wir uns, es sei aber gesagt, dass der Top-Chip von Qualcomm auch hier hervorragende Leistungswerte liefert, mit denen das Nubia Z60 Ultra in der absoluten Spitze unter den Android-basierten Smartphones mitspielt und viele seiner Konkurrenten sogar hinter sich lassen kann.
Nubia Z60 UltraNubia Z60 Ultra im Benchmark Nubia Z60 UltraGeekbench zeigt die starke Performance

Viel schneller Speicher

Mit acht Gigabyte schnellem LPDDR5X-RAM ist auch die Basisversion des Z60 Ultra eigentlich gut gerüstet. Unser Testgerät ist eine der besser ausgestatteten Varianten mit ganzen 16 GB Arbeitsspeicher, womit man natürlich mehr als genug zur Verfügung hat. Der per UFS 4.0 angebundene Flash-Speicher, welcher in unserem Fall 512 GB Kapazität bietet, arbeitet ebenfalls rasant, wobei auch die extrem hohe Übertragungsrate beim Anschluss an den PC per USB-Port mit Werten jenseits der Marke von 800 MB/s zu beeindrucken weiß.

Kamera mit gewöhnungsbedürftiger 35mm-Optik

Die Kameras das Nubia Z60 Ultra fallen neben ihrem ungewöhnlichen Design vor allem durch eine Reihe interessanter Hardware-Entscheidungen auf, die man in dieser Form anderswo nicht antrifft. So hat Nubia dafür gesorgt, dass die Hauptkamera mit einem Brennweitenäquivalent von 35 Millimetern arbeitet, also ein deutlich engeres Sichtfeld hat als die meisten Smartphone-Kameras.

Dadurch muss man oft ein wenig mehr Abstand zum zu fotografierenden Objekt schaffen, sei es durch ein paar Schritte zurück oder einfach nur das Zurückneigen des Oberkörpers. Alternativ kann man natürlich auch auf die mit 50 Megapixeln ebenfalls ordentlich hochauflösende Ultraweitwinkelkamera umschalten, wobei dies aufgrund von deren breiterem Sichtfeld allerdings nicht immer eine gute Lösung für das beschriebene "Problem" ist.

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Sehenswerte Performance, auch bei wenig Licht

Anzumerken ist hierbei, dass die Ultraweitwinkelkamera mit 18 Millimetern Brennweitenäquivalent ebenfalls ein kleineres Sichtfeld hat als es bei vielen Konkurrenzgeräten üblich ist. Die Bildqualität der Hauptkamera des Nubia Z60 Ultra weiß durchaus zu überraschen, denn sie liefert in den meisten Situationen durchaus einwandfreie Aufnahmen, sei es bei hellstem Tageslicht oder auch im Dunkeln oder gar des Nachts.

Bei etwas schwierigeren Verhältnissen, also zum Beispiel bei sehr starken Kontrasten oder zu wenig Licht schwächelt das Kamerasystem ein wenig, doch insgesamt bewegen sich die Ergebnisse stets auf Flaggschiff-Niveau. Dies gilt auch für die mit 2,4-facher optischer Vergrößerung arbeitende Zoom-Kamera mit 85 mm Brennweitenäquivalent, wobei diese wie die anderen beiden Kameras stark davon profitiert, dass Nubia allen drei Sensoren einen optischen Bildstabilisator in Hardware spendiert hat.
Nubia Z60 UltraAuch bei wenig Licht lieferte uns das ... Nubia Z60 Ultra... Nubia Z60 Ultra im Messeumfeld gute Bilder
Dank des "voll stabilisierten" Kamerasystems sind auch die Resultate von mit digitalem Zoom aufgenommenen Bildern durchaus ansehnlich, auch wenn das Sichtfeld auch hier von der reduzierten Breite eingeschränkt wird. Hat man sich erst einmal daran gewöhnt, dass die Hauptkamera des Nubia Z60 Ultra mit ihrer 35mm-Optik eigene Wege geht, was auch für die anderen Sensoren gilt, dürfte es für die meisten Nutzer eher ein Vergnügen sein, die Einzigartigkeit dieses Kamerasystems auszuschöpfen.

Nubia überrascht mit guter Software - für ein Nubia

Die Software des Nubia Z60 Ultra basiert auf Android 14, wobei der Hersteller eine eigene Oberfläche namens MyOS setzt. Seit wir unser Testgerät vor einigen Monaten erhalten haben, lieferte Nubia bisher nur insgesamt dreimal ein Update, sodass unser Gerät aktuell in Sachen Sicherheitsupdates auf dem Stand vom Mai 2024 ist.

Dass hier nicht mit sonderlich vielen Updates zu rechnen ist, erkennt man auch daran, dass Nubia nie Angaben darüber gemacht hat, wie viele Jahre sein aktuelles Flaggschiff-Smartphone mit Updates für Android versorgt werden soll oder wie lange es Sicherheitsupdates geben wird. Dies ist insofern etwas bedauerlich, da die Hardware im Hinblick auf Performance wie erwähnt ganz vorn mitspielt.

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Auf Englisch ist MyOS 14 super, auf Deutsch fast

Immerhin wurden im Zuge der Aktualisierung unseres Testgeräts auch einige Fehler und andere Probleme ausgebessert, sodass die aktuelle Version von MyOS 14 insgesamt gut und fehlerfrei ihren Dienst tut. So gibt es, ganz anders als bei früheren Versionen von Nubias angepasster Oberfläche, kaum Darstellungsfehler oder erhebliche Probleme mit der englischen oder deutschen Übersetzung des Betriebssystems.

Die Oberfläche von MyOS 14 ist gefällig, leicht bedienbar und teilweise erstaunlich durchdacht, findet man doch immer mal wieder Features, die man schlicht nicht erwartet hätte. So lassen sich diverse Einstellungen bis ins kleinste Detail modifizieren, wobei Nubia im Grunde überall in der Smartphone-Welt seine Fühler ausgestreckt zu haben scheint, um sinnvolle Dinge zu übernehmen. Nubia Z60 UltraDie Frontkamera wird bei Grautönen auf dem Display mit einem grünen Fleck überlagert - warum auch immer ...

Grüner Fleck über der Frontkamera bei Grautönen

Negativ fiel nur auf, dass die Oberfläche mit der Frontkamera nicht bis ins letzte Detail durchdacht interagierte. So war zwar die UI im oberen Bereich, also der Benachrichtigungs- und Uhrzeit-Leiste meist schwarz gehalten, in bestimmten Programmen wurde sie jedoch leicht gräulich angezeigt. Zwar konnte man den Farbunterschied kaum erkennen, im Bereich der Frontkamera wurde er aber aufgrund eines leicht grünlich schimmernden "Flecks" überdeckt.

Bis heute hat Nubia in dieser Hinsicht noch immer nicht reagiert und diese Macke ausgeräumt - die Frontkamera fällt somit weiterhin entgegen dem Zweck des Under-Display-Designs auf. Sonst gab es im Laufe der Zeit seit der Markteinführung durchaus immer mal wieder Bugfixes, sodass das Nubia Z60 Ultra mittlerweile wie ein gut durchentwickeltes Produkt wirkt.

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Software-Ausstattung auf dem Niveau der Major-Marken

Im Hinblick auf Features muss sich das Nubia-Smartphone nicht vor bekannteren Marken wie Samsung, Apple oder Xiaomi verstecken. Es gibt sowohl einen gut funktionierenden, aufgeräumt wirkenden und dennoch für Gamer ansprechenden Spielemodus, als auch diverse simple und gut designte System-eigene Anwendungen, wie etwa einen "Private Space", in dem man seine privaten Daten komfortabel ablegen und verwalten kann.

Nubia verlässt sich bei einigen Anwendungen aber auch einfach auf die von Google bereitgestellten Standard-Apps. So gibt es bei den in Europa vertriebenen Varianten des Z60 Ultra schlicht keine hauseigene Galerie-App, keinen eigenen Browser, kein eigenes E-Mail-Programm und auch sonst hält sich die Zahl der mitgelieferten Apps stark in Grenzen. Stattdessen installiert man einfach als Standard Google Photos, Google Mail und den Chrome-Browser vor.

Damit erfüllt man nicht nur die Anforderungen von Google für die Verwendung eines offiziell unterstützten Android-Betriebssystems, sondern profitiert von der ausgereiften Software des US-Internetkonzerns. Wer Wert auf möglichst viel Privatsphäre legt, kann die Google-Apps natürlich bei Bedarf auch mit eigenen Alternativen ersetzen, von denen es zum Glück inzwischen mehr als genug gibt.

Offizielle technische Daten zum ZTE nubia Z60 Ultra
Display 6,8-Zoll FHD+ AMOLED, 2480 x 1116 px, 400 ppi, 1500 Nits, 120 Hz
Prozessor Qualcomm Snapdragon 8 Gen 3 Leading Version @ 3,3 GHz
Grafik Adreno 750
RAM 8 GB / 12 GB / 16 GB LPDDR5X
Interner Speicher 256 GB / 512 GB / 1 TB UFS 4.0
Kamera Hauptkamera: 50 MP, ƒ/1,6, OIS
Ultraweitwinkelkamera: 50 MP, ƒ/1.8
Periskopkamera: 64 MP, ƒ/3.3
Frontkamera 12 MP UDC
Akku 6000 mAh, Laden mit 80 W
Konnektivität Dual-SIM, WiFi 7, Bluetooth 5.4, GPS, NFC, USB-C
Features IP68-Zertifizierung, Fingerabdrucksensor unter dem Display
Betriebssystem nubia MyOS 14.5 auf Basis von Android 14
Maße / Gewicht 63,98 x 76,35 x 8,78 mm / 246 g
Farben Black, Silver, Kamera-Edition


Fazit: Nubia mausert sich zum Geheimtipp

Insgesamt liefert Nubia mit dem Z60 Ultra eine Art Geheimtipp unter den High-End-Smartphones mit Android. Angesichts der Ausstattung und der Performance dieses Geräts fragt man sich, wie Samsung & Co ihre im Vergleich horrenden Preise rechtfertigen. Natürlich muss man einige Abstriche hinnehmen, wobei Nubia den Rotstift hier nur behutsam und in kleinen Details angesetzt hat, ohne zu starke Einbußen entstehen zu lassen. Nubia Z60 UltraNubia Z60 Ultra Eigentlich bietet Nubia mit dem Z60 Ultra genau das, was OnePlus einst mit so großem Tamtam vermarktete: einen Flaggschiff-Killer. Im Alltag bewährt sich das Gerät seit Monaten gut, einzig der Mangel an Software-Support und die beim schnellen Laden starke Hitzeentwicklung sind uns negativ aufgefallen.

Wer außerdem damit klarkommt, dass es keinen eSIM-Support und kein Wireless-Charging gibt, bekommt mit dem Z60 Ultra ein solides Top-Smartphone mit hervorragender, wenn auch nicht überragender Ausstattung, das mit einem eigenwilligen Design, vielen nützlichen Software-Features und einem einzigartigen Kamerasystem in Verbindung mit guter Verarbeitung, langer Laufzeit und enormer Performance beeindruckt.

Das Nubia Z60 Ultra kann über den Online-Store des Herstellers zu Preisen ab 679 Euro erworben werden (8/256GB). Unser Testgerät ist die Variante mit 16/512GB, die Nubia für 899 Euro verkauft. Mit den bei Nubia üblichen Rabatten, lässt sich der Preis aktuell auf 799 Euro drücken. Laut dem WinFuture-Preisvergleich wird diese Version von einigen Händlern für den deutschen Markt zu Preisen ab 799 Euro angeboten. Ein 100-Watt-Netzteil liegt immer bei.

Kürzlich hat Nubia mit dem Z60 Ultra Leading Version auch noch eine aufgefrischte Version des Geräts vorgestellt, bei dem man die Kamera-Ausstattung leicht geändert und der CPU einen um 100 Megahertz erhöhten Takt spendiert hat. Das Nubia Z60 Ultra Leading Version ist beim Hersteller zu Preisen ab 729 Euro vorbestellbar.
Zusammenfassung
  • Nubia Z60 Ultra startet bei 679 Euro mit Top-Technik
  • Markantes Design erinnert an 80er-Jahre Stereoanlagen
  • Unter-Display Kamera bietet störungsfreies 6,8-Zoll-Display
  • 6000 mAh Akku sorgt für lange Laufzeiten, jedoch 246 g Gewicht
  • Kein Wireless Charging, dafür Super Fast Charging mit 80W
  • Android 14 mit MyOS, sporadische Updates bis Mai 2024
  • Kamera mit ungewöhnlicher Brennweite und guter Bildqualität

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