Nubia Z70 Ultra im Test: Smartphone-Geheimtipp ohne Loch im Display
Das ZTE Nubia Z70 Ultra ist das jüngste Flaggschiff-Smartphone der chinesischen Marke. Beim Design geht man etwas zivilere Wege, will aber mit vollflächigem Display ohne Kameraloch und guter Ausstattung für wenig Geld punkten. Wir haben das Z70 Ultra getestet.
Äußerlich hat sich durchaus einiges geändert. Nubia setzt weiter auf ein Design, mit dem man sich stark von der Masse der aktuellen Smartphones abhebt. Das Z70 Ultra ist mit seinem 6,85 Zoll großen Display, das erneut ohne ein Loch für die Frontkamera und mit extrem schmalen Rändern daherkommt, in einem sehr kantigen Design gehalten. Auf der Rückseite hat man nun aber merklich mehr Ordnung geschaffen.
Nubia Z70 Ultra: Vorn gibt es nichts außer dem Display
Sah der Vorgänger einer Stereoanlage aus den Achtzigerjahren nicht unähnlich, wirkt das Z70 Ultra moderner, wobei der Look noch immer von einem großen, praktisch vollflächigen Kameramodul auf der Rückseite dominiert wird. Nubia rückt dabei die neue Hauptkamera mit ihrer variablen Blende in den Mittelpunkt und verbaut darüber hinaus auch noch eine Ultraweitwinkel- sowie eine Zoomkamera mit Periskopoptik.
Aufgeräumt ist anders: die Rückseite des Z70 Ultra
Insgesamt macht das Gerät einen äußerst wertigen Eindruck und wirkt stabil. Anders als zuvor legt man kein sinnfreies transparentes Cover bei, sondern liefert ein einfaches, aber effektives graues Kunststoffcover mit, dank dessen das Z70 Ultra bestens geschützt ist. Dank IP68-Zertifizierung ist das Gerät auch gut gegen Umwelteinflüsse und Wasser gerüstet.
Aluminium und Glas: das Z70 Ultra ist wasser- und staubdicht
Am oberen Rand sitzt hier außerdem ein Infrarot-Blaster, für dessen Verwendung der Hersteller komischerweise keine eigene Fernbedienungs-App mitliefert. Theoretisch kann man sich natürlich einfach eine App eines Drittanbieters aus einem App-Store laden, wobei diese häufig mit Werbung versehen sind. Schön wäre es deshalb, wenn Nubia selbst eine Remote-App beilegen würde.
Dass Nubia auch von der Kundschaft lernt, zeigt sich beim beigelegten Cover. Lag dem Vorgängermodell noch ein wenige Cents teures Cover aus festem transparentem Kunststoff bei, gibt es bei unserer schwarzen Variante ein dunkles Cover, das deutlich stabiler, wertiger und somit langlebiger wirkt, auch wenn es den Hersteller wahrscheinlich nur ein paar Cent mehr kostet.
Je nach Version verpasst Nubia dem Gerät 12, 16 oder sogar 24 Gigabyte Arbeitsspeicher sowie 256 oder 512 GB bzw. ein Terabyte Flash-Speicher. In Benchmarks schlägt sich das Z70 Ultra erwartungsgemäß sehr ordentlich und kann natürlich mit den diversen anderen aktuellen Top-Smartphones mit dem Snapdragon-Topchip mithalten. Die bei unserem Modell verbauten 12 Gigabyte Arbeitsspeicher dürften in jeder Lebenssituation ohne weiteres ausreichen.
In Geekbench zeigt das Nubia Z70 Ultra ...
... hervorragende Leistungswerte
Bei den Benchmarks zeigt sich aber ein Effekt, der nicht unbedingt für das Gerät spricht. Bei dauerhafter Belastung kommt die integrierte Kühllösung für den Top-Chip von Qualcomm offenbar an ihre Grenzen. So wird das Smartphone nach etwa zwei Minuten unter Volllast unangenehm warm und beginnt, die Leistung zu drosseln.
Dies ist natürlich alles andere als optimal, dürfte aber im normalen Alltagsbetrieb selbst bei intensiver Spielenutzung kaum zum Problem werden, da das SoC in der Regel auch beim Gaming keiner anhaltenden Belastung ausgesetzt sein dürfte. Allerdings macht dies keinen guten Eindruck, schließlich hat Nubia beim Z70 Ultra den Anspruch, ein extrem leistungsfähiges High-End-Smartphone zu bieten.
Auch im Freien gut ablesbar: das Display des Z70 Ultra
Gerade für "Power-User", die nur selten die Frontkamera verwenden, um damit Videogespräche zu führen oder Selbstporträts aufzunehmen, könnte das Z70 Ultra somit ein Geheimtipp sein. Allerdings ist zu bedenken, dass die Under-Display-Kamera hier auch ein paar Nachteile mit sich bringt. Die Auflösung ist im Bereich der Frontkamera reduziert, was man mit bloßem Auge aber eigentlich nie erkennt.
Gesichtserkennung: Bei Bedarf zeigt das Z70 Ultra einen Kringel um die Frontkamera an
Immerhin äußert sich dies nicht mehr in einer Grünfärbung, wie es noch beim Vorgänger der Fall war. Auch hier ist also erkennbar, dass Nubia auf Kunden-Feedback hört, um Verbesserungen an seinen Geräten auch in kleinen Details vorzunehmen. Generell dürfte dieser Effekt nur dann auftreten, wenn man vor dem Schlafengehen noch im Browser oder einer anderen App unterwegs ist, die ihr Interface mit einer grauen Fläche hinterlegt.
Kein Kameraloch: Wie sie sehen, sehen sie nichts
Was die Helligkeit angeht, schlägt sich das Nubia Z70 Ultra gut, wobei es nicht die vom Hersteller beworbenen 2000 Candela erreicht. Im Automatikbetrieb waren bei unserem Gerät gut 1200 Candela möglich, wobei dies mit unseren Mitteln auch kaum sinnvoll zu messen ist. Im manuellen Betrieb erreichte das Gerät knapp 650 Candela, was zwar in Ordnung geht, aber noch unter den etwa 800 Candela zurückbleibt, die man sich eigentlich wünschen würde.
Auch bei der HDR-Unterstützung gibt es ein paar Einschränkungen. So wird zwar HDR10 unterstützt, HDR10+ oder Dolby Vision sind aber nicht auf dem Zettel. Widevine L1 wird unterstützt, sodass DRM-geschützte Streams eigentlich möglich sind. Wer aber Netflix nutzt, schaut hier in die Röhre. Die App des US-Streaminggiganten lässt beim Z70 Ultra auch ein halbes Jahr nach dem Launch nur Widevine L3 zu und liefert ihre Inhalte deshalb nur in SD-Auflösung ohne HDR. Auf YouTube funktioniert das Ganze wiederum problemlos.
Das rechts oben ist kein Blitz
Dies bedeutet im Grunde, dass die Fotos des Nubia Z70 Ultra ein etwas kleineres Sichtfeld haben als bei anderen Geräten mit dem häufig in aktuellen Premium-Mittelklasse- und High-End-Smartphones verwendeten Sensor. Im Gegenzug sorgt die Optik dafür, dass der Motivhintergrund oft angenehm weichgezeichnet wird. Allerdings erwischt man sich oft dabei, auf die Weitwinkelkamera zu wechseln, weil das Motiv schlicht nicht mit der Hauptkamera zu erfassen ist.
Die Ultraweitwinkelkamera nutzt ebenfalls einen 50-Megapixel-Sensor, bei dem es sich in diesem Fall um den OmniVision OV50D handelt, der ohne optischen Bildstabilisator auskommen muss. Hinzu kommt ein weiterer OmniVision-Sensor. Dieser sitzt hinter der mit periskopartiger Optik ausgerüsteten Zoomkamera, die eine maximal dreifache optische Vergrößerung bietet. Auf der Front arbeitet ein 16-Megapixel-Sensor, der durch das Display hindurch fotografiert.
Kamera bei F/1.6-Blende
Kamera bei F/4.0-Blende
Die Tiefenunschärfe des Z70 Ultra ist real
Bei gutem Licht liefert die Zoom-Optik ordentlich ab
Nubia hat bei seinem neuen Topmodell außerdem die Brennweite der Ultraweitwinkelkamera geändert, sodass die Optik nun einer 13mm-Linse entspricht. Allerdings kann man diese Möglichkeit nur im manuellen Betrieb nutzen. Der Sensor ist zudem kleiner als beim Vorgängermodell, was natürlich der Bildqualität kaum zugutekommt. Die 16-Megapixel-Kamera auf der Front ist im Grunde kaum erwähnenswert, schließlich liefert sie kaum brauchbare Aufnahmen.
Dedizierter, zweistufiger Kamera-Button
Mit der Hauptkamera lassen sich bei Tageslicht gute Fotos schießen, überragend fallen die Ergebnisse aber im Vergleich zu Konkurrenten wie iPhone und Galaxy S25 Ultra nicht aus. Schaut man sich die Fotos im Detail an, kann man ein leichtes Rauschen erahnen und die Farben könnten kräftiger sein. Wer kräftige Farben mag, kann natürlich auch einfach den entsprechenden Modus der Kamera-App aktivieren.
Wenn einem die Farben im normalen Modus zu 'flach' sind, ...
... kann man auch den Boost-Modus aktivieren
Mit der Zoomkamera entstehen ebenfalls brauchbare Fotos, doch lässt Nubia den Nutzer nicht ohne Umwege mit dem nativen Brennweitenäquivalent von 70 mm fotografieren, sondern nutzt im Automatikbetrieb immer 85mm. Insgesamt fehlt es der Zoomkamera etwas an Schärfe und auch die Farbdarstellung könnte besser sein.
Das Nubia Z70 Ultra kann erstaunlich ...
... gute Makro-Aufnahmen liefern
Insgesamt liefert das mit durchaus potenten Sensoren ausgerüstete Kamerasystem des Nubia Z70 Ultra vor allem aus Gründen der Software und einiger zweifelhafter Entscheidungen der Entwickler keine überragenden, aber eben brauchbare Bilder, die in vielen Aspekten nicht ganz überzeugen können. Wie so oft ist es also die Software, die bei Nubia hinter der Hardware zurückbleibt.
Die Kamera-UI kann überladen wirken
Auch im Dunkeln sind die Fotos durchaus brauchbar, zumal hier eine gute Farbdynamik geboten wird und auch schlecht ausgeleuchtete Bereiche insgesamt gut und überraschend detailreich wiedergegeben werden. Die Zoomkamera des Z70 Ultra schlägt sich auch im Dunkeln recht gut, hat aber die gleichen Probleme bei der Detaildarstellung wie am Tag.
Das Gleiche gilt im Grunde auch für die Ultraweitwinkelkamera, die bei wenig Licht auch gute Resultate bringt, aber aufgrund des kleinen Sensors ein relativ starkes Bildrauschen aufweist und bei den Details genauso schwächelt wie bei Tageslicht.
Die Bildqualität der Kameras lässt im Videobetrieb durchaus zu wünschen übrig, weisen die Aufnahmen doch oft etwas Rauschen auf und es kommt zu einer Art Gitterbildung, was vielleicht auf die aggressive Nachschärfung auf Softwareebene zurückzuführen ist. Die Farbdarstellung ist unterdessen ordentlich, wobei gerade die Ultraweitwinkelkamera eine gute Figur macht.
Allerdings leidet die UW-Kamera unter dem Verzicht auf einen optischen Bildstabilisator in der Hardware, wodurch die Aufnahmen oft etwas wacklig erscheinen. Bei der Haupt- und der Zoomkamera mit ihren Hardware-Bildstabilisatoren werden Wackler hingegen gut ausgeglichen, sodass man zum Beispiel beim Laufen gute Aufnahmen anfertigen kann.
Die Randunschärfe kann stören
Den Berliner Schilderwald gibt das Z70 Ultra gut wieder
Dies gilt auch für die Benutzeroberfläche. In der Kamera-App gibt es ebenso einige zweifelhafte Design-Entscheidungen wie in der nun als Nebula AIOS bekannten hauseigenen angepassten Android-Version. So werden bestimmte Beschriftungen in der Kamera-App zumindest in der eingedeutschten Version doch unschön gestaucht und dadurch unlesbar.
NebulaOS hat eine durchaus ...
... ansprechende Oberflächengestaltung
Insgesamt wirkt das Interface gut durchdacht und ist im Alltag angenehm zu nutzen. Die bei Nubia aufgrund seiner chinesischen Herkunft auch nach Jahren noch vorhandenen Übersetzungsfehler sind praktisch vollständig verschwunden und es gibt eigentlich nichts zu meckern, was die Bedienbarkeit angeht.
Wer dies nicht wünscht, hat leider nicht wirklich die Möglichkeit, die Google-Apps zu ersetzen, weil es bei Android etwa schlicht nicht vorgesehen ist, die ab Werk festgelegte Galerie-App systemübergreifend zu ersetzen. Auch sonst ist Google auf dem Nubia Z70 Ultra zunehmend präsent, integriert man doch auch hier Google Gemini als Sprachassistent und KI-Helferlein.
Bei den Zielsprachen besteht die eine noch größere Auswahl, wobei das System sogar in der Lage ist, die Originalsprache gänzlich zu unterdrücken. Zumindest bei einem deutschsprachigen Anrufer konnte die "Real-Time Translation" der NebulaAI überraschend gute Ergebnisse mit einer englischsprachigen Sprachausgabe produzieren. Das Feature muss zur Verwendung in den Einstellungen des Betriebssystems aktiviert werden und klinkt sich dann in jeden eingehenden Anruf ein.
Das mitgelieferte und andere USB-PD-Netzteile füllen den Akku in maximal 45 Minuten
Lässt man das Gerät einfach nur liegen und bei reduzierter Helligkeit Videos abspielen, sind bis zu 17 Stunden Laufzeit möglich. Selbst bei der Spielenutzung sind gut acht Stunden wohl kein Problem, wobei ich dazu sagen muss, dass es sich dabei um eine Schätzung handelt, weil ich schlicht nicht die Zeit hatte, derart viel Zeit mit Gaming zu verbringen. Nach zwei Stunden Fortnite waren jedenfalls noch etwas über 70 Prozent Akkustand übrig.
Die Energieversorgung des Nubia Z70 Ultra erfolgt mittels eines mitgelieferten 80-Watt-Netzteils zügig. Nach höchstens einer Dreiviertelstunde ist der große Akku voll, wobei das Gerät durchaus etwas warm werden kann, was Mancher vielleicht unangenehm finden kann. Mit USB-Power-Delivery-Netzteilen lässt sich das Gerät übrigens ebenfalls angenehm schnell laden.
Nubia liefert endlich ein ordentliches Cover mit
Die Lautsprecher des Nubia Z70 Ultra sind im Vergleich zu anderen Geräten noch immer ein Schwachpunkt. Zwar hat sich der Klang gegenüber dem Vorgängermodell etwas gebessert, das Ganze klingt aber noch immer sehr blechern, auch wenn es nun mehr Bass gibt. Wie zuvor neigt das Gerät bei maximaler Lautstärke zum "Zerreißen", was bei der geringen Größe der Lautsprecher aber eigentlich auch nicht überrascht.
Das Nubia Z70 Ultra klingt 'ganz gut'
Gerade für Menschen, die nicht weit über 1000 Euro in ein Android-Smartphone stecken wollen oder vielleicht ein eher ungewöhnliches Gerät wünschen, das nicht einfach nur das nächste Samsung oder iPhone ist, kann das Nubia Z70 Ultra ein Geheimtipp sein.
Und auch für Kunden, die dem Selfie-Wahn in diesen Tagen entfliehen und einfach nur einen starken, zuverlässigen Begleiter suchen, der den maximalen Raum auf dem Display gut ausnutzt, ist das neue Nubia-Flaggschiff meiner Meinung nach eine Empfehlung wert. Gamer profitieren vom Verzicht auf das Kameraloch im Display natürlich ebenfalls.
Siehe auch:
Rückkehr des Geheimtipps von Nubia?
Nubia hat bereits beim Vorgänger gezeigt, dass man in der Lage ist, für weniger Geld als die Konkurrenz äußerst potente Android-Smartphones mit eigener Design-Sprache und innovativen Features zu bauen. In unserem Test konnte sich das Z60 Ultra als Daily-Driver behaupten und war im Grunde ein Geheimtipp. Jetzt übernimmt das Nubia Z70 Ultra diese Rolle.Äußerlich hat sich durchaus einiges geändert. Nubia setzt weiter auf ein Design, mit dem man sich stark von der Masse der aktuellen Smartphones abhebt. Das Z70 Ultra ist mit seinem 6,85 Zoll großen Display, das erneut ohne ein Loch für die Frontkamera und mit extrem schmalen Rändern daherkommt, in einem sehr kantigen Design gehalten. Auf der Rückseite hat man nun aber merklich mehr Ordnung geschaffen.
Nubia Z70 Ultra: Vorn gibt es nichts außer dem Display
Sah der Vorgänger einer Stereoanlage aus den Achtzigerjahren nicht unähnlich, wirkt das Z70 Ultra moderner, wobei der Look noch immer von einem großen, praktisch vollflächigen Kameramodul auf der Rückseite dominiert wird. Nubia rückt dabei die neue Hauptkamera mit ihrer variablen Blende in den Mittelpunkt und verbaut darüber hinaus auch noch eine Ultraweitwinkel- sowie eine Zoomkamera mit Periskopoptik.
Simpleres Design mit Metallrahmen & Glas
Das Gesamtpaket steckt in einem Gehäuse mit Metallrahmen und großflächigen Glasabdeckung auch auf der Rückseite. In unserem Fall haben wir eine schwarze Variante vorliegen, die abgesehen von dem roten Ring um die Hauptkamera und einem "Neovision"-Logo komplett schwarz gestaltet ist. Einzig im Bereich der unteren beiden Kameras ist die mattierte Rückseite von einem glänzenden Streifen überzogen.
Aufgeräumt ist anders: die Rückseite des Z70 Ultra
Insgesamt macht das Gerät einen äußerst wertigen Eindruck und wirkt stabil. Anders als zuvor legt man kein sinnfreies transparentes Cover bei, sondern liefert ein einfaches, aber effektives graues Kunststoffcover mit, dank dessen das Z70 Ultra bestens geschützt ist. Dank IP68-Zertifizierung ist das Gerät auch gut gegen Umwelteinflüsse und Wasser gerüstet.
Alert-Slider und zweistufiger Kameraauslöser
Am linken Gehäuserand befindet sich der aufgrund der Integration eines zweistufigen Auslöseknopfs für die Kamera von rechts herüber verlegte Slider-Schalter. Damit kann man etwa Benachrichtigungen und anderes still stellen, einen der drei Kameramodi starten, die Taschenlampe oder einen Sprachrekorder aktivieren oder aber in den Spielemodus wechseln.
Aluminium und Glas: das Z70 Ultra ist wasser- und staubdicht
Am oberen Rand sitzt hier außerdem ein Infrarot-Blaster, für dessen Verwendung der Hersteller komischerweise keine eigene Fernbedienungs-App mitliefert. Theoretisch kann man sich natürlich einfach eine App eines Drittanbieters aus einem App-Store laden, wobei diese häufig mit Werbung versehen sind. Schön wäre es deshalb, wenn Nubia selbst eine Remote-App beilegen würde.
80-Watt-Netzteil mit Power-Delivery ab Werk dabei
Zum Lieferumfang gehört auch in Deutschland noch immer ein Netzteil, was angesichts des Umstands, dass das Netzteil hier die Möglichkeit zum schnellen Laden mit bis zu 80 Watt bietet, durchaus sinnvoll erscheint. Zudem kann das Netzteil mit seiner Unterstützung für USB Power-Delivery auch mit diversen anderen kompatiblen Geräten verwendet werden, also zum Beispiel auch Laptops laden.Dass Nubia auch von der Kundschaft lernt, zeigt sich beim beigelegten Cover. Lag dem Vorgängermodell noch ein wenige Cents teures Cover aus festem transparentem Kunststoff bei, gibt es bei unserer schwarzen Variante ein dunkles Cover, das deutlich stabiler, wertiger und somit langlebiger wirkt, auch wenn es den Hersteller wahrscheinlich nur ein paar Cent mehr kostet.
Klobig, aber nicht klotzig?
Im Nutzungsalltag liegt das Nubia Z70 Ultra wie sein Vorgänger gut in der Hand, auch wenn das Gerät mit seiner kantigen Form natürlich auch etwas klobig wirken kann. Kopflastig ist das Gerät trotz seines großen Kameramoduls nicht. Immerhin ist das neue Modell an den Ecken etwas "runder" geworden, sodass der Stoff beim Transport in der Hosentasche etwas weniger schnell durchscheuern dürfte.Leistung ohne Ende dank Snapdragon 8 Elite
Die technische Basis kann sich mehr als sehen lassen, denn Nubia verbaut hier aktuelle Top-Hardware. Die Basis bildet, wie bei vielen anderen Geräten, der Snapdragon 8 Elite, in dem acht der neuen "Oryon V2" genannte Custom-Cores von Qualcomm mit einem Spitzentakt von bis zu 4,32 Gigahertz arbeiten.Je nach Version verpasst Nubia dem Gerät 12, 16 oder sogar 24 Gigabyte Arbeitsspeicher sowie 256 oder 512 GB bzw. ein Terabyte Flash-Speicher. In Benchmarks schlägt sich das Z70 Ultra erwartungsgemäß sehr ordentlich und kann natürlich mit den diversen anderen aktuellen Top-Smartphones mit dem Snapdragon-Topchip mithalten. Die bei unserem Modell verbauten 12 Gigabyte Arbeitsspeicher dürften in jeder Lebenssituation ohne weiteres ausreichen.
In Geekbench zeigt das Nubia Z70 Ultra ...
... hervorragende Leistungswerte
Reichlich Grafikpower, Drosselung unter Dauerlast
Bezüglich Grafikleistung bewegt sich das Nubia 70 Ultra erwartungsgemäß natürlich ebenfalls auf dem gleichen hohen Niveau wie die anderen aktuellen Android-Flaggschiffe. Das Gerät muss sich nur Modellen mit MediaTeks aktuellem Top-SoC geschlagen geben, der mit der ARM Mortalis-G925 GPU noch ein paar mehr Gummipunkte in 3DMark & Co erzielen kann.Bei den Benchmarks zeigt sich aber ein Effekt, der nicht unbedingt für das Gerät spricht. Bei dauerhafter Belastung kommt die integrierte Kühllösung für den Top-Chip von Qualcomm offenbar an ihre Grenzen. So wird das Smartphone nach etwa zwei Minuten unter Volllast unangenehm warm und beginnt, die Leistung zu drosseln.
Dies ist natürlich alles andere als optimal, dürfte aber im normalen Alltagsbetrieb selbst bei intensiver Spielenutzung kaum zum Problem werden, da das SoC in der Regel auch beim Gaming keiner anhaltenden Belastung ausgesetzt sein dürfte. Allerdings macht dies keinen guten Eindruck, schließlich hat Nubia beim Z70 Ultra den Anspruch, ein extrem leistungsfähiges High-End-Smartphone zu bieten.
Auch im Freien gut ablesbar: das Display des Z70 Ultra
Ein ganz besonderes Display
Das Display des Nubia Z70 Ultra ist eines der Highlights des Geräts, weist es doch ein praktisch vollflächiges Design auf, weil der Hersteller die Kamera anders als sämtliche Konkurrenten vollständig unter die Bildschirmoberfläche verlegt. Es gibt hier also keine Notch und auch keinen kreisrunden Ausschnitt für die Frontkamera.Gerade für "Power-User", die nur selten die Frontkamera verwenden, um damit Videogespräche zu führen oder Selbstporträts aufzunehmen, könnte das Z70 Ultra somit ein Geheimtipp sein. Allerdings ist zu bedenken, dass die Under-Display-Kamera hier auch ein paar Nachteile mit sich bringt. Die Auflösung ist im Bereich der Frontkamera reduziert, was man mit bloßem Auge aber eigentlich nie erkennt.
Gesichtserkennung: Bei Bedarf zeigt das Z70 Ultra einen Kringel um die Frontkamera an
Der grüne Fleck ist weg
Allerdings wird der Bereich vor der Kamera sichtbar, wenn das Panel bestimmte Farben anzeigen soll, zumindest sobald man den Bildschirm in einer dunklen Umgebung nutzt. Anscheinend hat das Display schlicht Schwierigkeiten, graue Flächen in diesem Bereich durchgängig darzustellen, weshalb dann ein schmaler vertikaler Streifen zu sehen ist, sofern die Umgebung düster ist.Immerhin äußert sich dies nicht mehr in einer Grünfärbung, wie es noch beim Vorgänger der Fall war. Auch hier ist also erkennbar, dass Nubia auf Kunden-Feedback hört, um Verbesserungen an seinen Geräten auch in kleinen Details vorzunehmen. Generell dürfte dieser Effekt nur dann auftreten, wenn man vor dem Schlafengehen noch im Browser oder einer anderen App unterwegs ist, die ihr Interface mit einer grauen Fläche hinterlegt.
Kein Kameraloch: Wie sie sehen, sehen sie nichts
Gutes OLED-Panel mit kleinen Schwächen
Abgesehen davon konnte sich das Display des Z70 Ultra im Alltag gut bewähren. Mit 2688x1216 Pixeln Auflösung und einer auf 6,85 Zoll leicht gestiegenen Diagonale ist es wunderbar scharf und dank hoher Helligkeit und OLED-Technologie auch im Freien gut ablesbar. Mit einer jetzt auf bis zu 144 Hertz gesteigerten Bildwiederholrate werden alle Inhalte flüssig dargestellt. Auf Wunsch lassen sich Refresh-Rate und Auflösung übrigens auch reduzieren, um den Energiebedarf zu senken.Was die Helligkeit angeht, schlägt sich das Nubia Z70 Ultra gut, wobei es nicht die vom Hersteller beworbenen 2000 Candela erreicht. Im Automatikbetrieb waren bei unserem Gerät gut 1200 Candela möglich, wobei dies mit unseren Mitteln auch kaum sinnvoll zu messen ist. Im manuellen Betrieb erreichte das Gerät knapp 650 Candela, was zwar in Ordnung geht, aber noch unter den etwa 800 Candela zurückbleibt, die man sich eigentlich wünschen würde.
LTPO-Technologie, aber keine 1-Hertz-Schritte?
Generell war das Panel in allen Lebenslagen gut ablesbar, was auch im grellen Sonnenlicht der Fall war. Einen "Mangel" gibt es bezüglich des hier verwendeten OLED-Panels. Zwar handelt es sich um ein LTPO-Display, doch verzichtet Nubia darauf, die Möglichkeit eine variable Bildwiederholrate in 1-Hertz-Stufen zu ermöglichen. Stattdessen sind 60 Hertz das Minimum, während das Panel ansonsten flexibel auf 90, 120 und in Spielen auch auf bis zu 144 Hertz "beschleunigen" kann.Auch bei der HDR-Unterstützung gibt es ein paar Einschränkungen. So wird zwar HDR10 unterstützt, HDR10+ oder Dolby Vision sind aber nicht auf dem Zettel. Widevine L1 wird unterstützt, sodass DRM-geschützte Streams eigentlich möglich sind. Wer aber Netflix nutzt, schaut hier in die Röhre. Die App des US-Streaminggiganten lässt beim Z70 Ultra auch ein halbes Jahr nach dem Launch nur Widevine L3 zu und liefert ihre Inhalte deshalb nur in SD-Auflösung ohne HDR. Auf YouTube funktioniert das Ganze wiederum problemlos.
Das rechts oben ist kein Blitz
Kamera: Gute Hardware, mäßige Software
Die Kameraeinheit des Nubia Z70 Ultra wurde zwar umsortiert, im Grunde bleibt die Technik aber die Gleiche. Im Mittelpunkt steht eine 50-Megapixel-Kamera mit optischem Bildstabilisator, die einen Sony IMX906-Sensor mit 50 Megapixeln und F/1.59-Blende nutzt. Die Ergebnisse können sich nach wie vor durchaus sehen lassen, wobei zu bedenken ist, dass Nubia auch hier wieder auf ein Brennweitenäquivalent von 35 mm setzt.Dies bedeutet im Grunde, dass die Fotos des Nubia Z70 Ultra ein etwas kleineres Sichtfeld haben als bei anderen Geräten mit dem häufig in aktuellen Premium-Mittelklasse- und High-End-Smartphones verwendeten Sensor. Im Gegenzug sorgt die Optik dafür, dass der Motivhintergrund oft angenehm weichgezeichnet wird. Allerdings erwischt man sich oft dabei, auf die Weitwinkelkamera zu wechseln, weil das Motiv schlicht nicht mit der Hauptkamera zu erfassen ist.
Die Ultraweitwinkelkamera nutzt ebenfalls einen 50-Megapixel-Sensor, bei dem es sich in diesem Fall um den OmniVision OV50D handelt, der ohne optischen Bildstabilisator auskommen muss. Hinzu kommt ein weiterer OmniVision-Sensor. Dieser sitzt hinter der mit periskopartiger Optik ausgerüsteten Zoomkamera, die eine maximal dreifache optische Vergrößerung bietet. Auf der Front arbeitet ein 16-Megapixel-Sensor, der durch das Display hindurch fotografiert.
Kamera bei F/1.6-Blende
Kamera bei F/4.0-Blende
Nubia bietet verstellbare Blendengröße
Die Hauptkamera weist in diesem Jahr auch noch eine weitere Besonderheit auf, denn Nubia integriert die Möglichkeit zur Änderung der Blendengröße in einem Bereich zwischen F/1.59 und F/4.0. Dieses Feature sorgt dafür, dass man den Schärfepunkt in Fotos frei wählen kann, um kreativ mit dem berühmten "Bokeh" zu arbeiten. Was andere Smartphones mit einem Software-basierten Effekt bewerkstelligen, kann das Z70 Ultra in Hardware bieten.
Die Tiefenunschärfe des Z70 Ultra ist real
Bei gutem Licht liefert die Zoom-Optik ordentlich ab
Nubia hat bei seinem neuen Topmodell außerdem die Brennweite der Ultraweitwinkelkamera geändert, sodass die Optik nun einer 13mm-Linse entspricht. Allerdings kann man diese Möglichkeit nur im manuellen Betrieb nutzen. Der Sensor ist zudem kleiner als beim Vorgängermodell, was natürlich der Bildqualität kaum zugutekommt. Die 16-Megapixel-Kamera auf der Front ist im Grunde kaum erwähnenswert, schließlich liefert sie kaum brauchbare Aufnahmen.
Dedizierter, zweistufiger Kamera-Button
Hardware-Button zum Fokussieren und Auslösen
Nubia integriert beim Z70 Ultra erstmals auch einen dedizierten Kamera-Auslöseknopf auf der rechten Seite des Smartphones. Damit kann man in zwei Stufen zunächst fokussieren und dann auslösen. Der Knopf sorgt dafür, dass man den gesamten Bildschirminhalt einsehen kann, wenn es ans Fotografieren geht - und nicht mit dem Finger auf dem Display den manchmal schwer erreichbaren Auslöser auf dem Bildschirm treffen muss.Mit der Hauptkamera lassen sich bei Tageslicht gute Fotos schießen, überragend fallen die Ergebnisse aber im Vergleich zu Konkurrenten wie iPhone und Galaxy S25 Ultra nicht aus. Schaut man sich die Fotos im Detail an, kann man ein leichtes Rauschen erahnen und die Farben könnten kräftiger sein. Wer kräftige Farben mag, kann natürlich auch einfach den entsprechenden Modus der Kamera-App aktivieren.
Wenn einem die Farben im normalen Modus zu 'flach' sind, ...
... kann man auch den Boost-Modus aktivieren
35mm-Look sorgt für echtes Bokeh
Im Automatikmodus hält das Gerät immer an der F/1.6-Blende fest, was in Verbindung mit dem Brennweitenäquivalent von 35 mm für viel Unschärfe in der Tiefe sorgt. Will man Blendengröße ändern, muss man händisch in den Profimodus wechseln, um so mehr Tiefenschärfe zu erzielen. Aufgrund des engen Sichtfelds kann es auch hier vorkommen, dass man wie erwähnt lieber in den Ultraweitwinkelmodus wechseln muss, was aufgrund des deutlich kleineren Sensors zu einem entsprechenden Qualitätsverlust führt.Mit der Zoomkamera entstehen ebenfalls brauchbare Fotos, doch lässt Nubia den Nutzer nicht ohne Umwege mit dem nativen Brennweitenäquivalent von 70 mm fotografieren, sondern nutzt im Automatikbetrieb immer 85mm. Insgesamt fehlt es der Zoomkamera etwas an Schärfe und auch die Farbdarstellung könnte besser sein.
Bildqualität ist nur Durchschnitt
Insgesamt sind die Resultate hier wohl als durchschnittlich zu bezeichnen. Praktisch ist unterdessen, dass man mit der Zoomkamera Nahaufnahmen aus sehr geringem Abstand aufnehmen kann, wenn es darum geht, Details eines Objekts zu erfassen. Auch bei der Ultraweitwinkelkamera lässt Nubia den Nutzer die native 13mm-Brennweite nicht direkt nutzen, weshalb man immer im Pro-Modus durch die Einstellungen rotieren muss, um die Technik der Kamera in Reinform zu nutzen.
Das Nubia Z70 Ultra kann erstaunlich ...
... gute Makro-Aufnahmen liefern
Insgesamt liefert das mit durchaus potenten Sensoren ausgerüstete Kamerasystem des Nubia Z70 Ultra vor allem aus Gründen der Software und einiger zweifelhafter Entscheidungen der Entwickler keine überragenden, aber eben brauchbare Bilder, die in vielen Aspekten nicht ganz überzeugen können. Wie so oft ist es also die Software, die bei Nubia hinter der Hardware zurückbleibt.
Die Kamera-UI kann überladen wirken
Gute Fotos auch bei wenig Licht
Bei wenig Licht schlägt sich die Hauptkamera des Z70 Ultra durchaus gut, hellt aber im Regelfall die Aufnahmen stark auf. Man wundert sich dabei durchaus öfter, wie es dem Gerät denn bitte möglich ist, so viel Inhalt aus einer dunklen Umgebung zu holen. Natürlich spielt hier die Software eine Hauptrolle und sorgt zum Beispiel dafür, dass künstliches Licht etwas zu warm und gelblich dargestellt wird. Dies verzerrt den Eindruck der Bilder natürlich, lässt die Fotos aber auch etwas angenehmer wirken.Auch im Dunkeln sind die Fotos durchaus brauchbar, zumal hier eine gute Farbdynamik geboten wird und auch schlecht ausgeleuchtete Bereiche insgesamt gut und überraschend detailreich wiedergegeben werden. Die Zoomkamera des Z70 Ultra schlägt sich auch im Dunkeln recht gut, hat aber die gleichen Probleme bei der Detaildarstellung wie am Tag.
Das Gleiche gilt im Grunde auch für die Ultraweitwinkelkamera, die bei wenig Licht auch gute Resultate bringt, aber aufgrund des kleinen Sensors ein relativ starkes Bildrauschen aufweist und bei den Details genauso schwächelt wie bei Tageslicht.
Gute Videos nur bei ordentlich Licht
Videoaufnahmen sind beim Z70 Ultra sogar in 8K-Auflösung bei 30 Bildern pro Sekunde möglich. 4K-Aufnahmen können mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde durchgeführt werden. Kurioserweise kann man auch mit HDR10 aufnehmen, wenn man die Hauptkamera nutzt - das Display des Smartphones kann den erweiterten Dynamikumfang aber gar nicht darstellen.Die Bildqualität der Kameras lässt im Videobetrieb durchaus zu wünschen übrig, weisen die Aufnahmen doch oft etwas Rauschen auf und es kommt zu einer Art Gitterbildung, was vielleicht auf die aggressive Nachschärfung auf Softwareebene zurückzuführen ist. Die Farbdarstellung ist unterdessen ordentlich, wobei gerade die Ultraweitwinkelkamera eine gute Figur macht.
Allerdings leidet die UW-Kamera unter dem Verzicht auf einen optischen Bildstabilisator in der Hardware, wodurch die Aufnahmen oft etwas wacklig erscheinen. Bei der Haupt- und der Zoomkamera mit ihren Hardware-Bildstabilisatoren werden Wackler hingegen gut ausgeglichen, sodass man zum Beispiel beim Laufen gute Aufnahmen anfertigen kann.
Die Randunschärfe kann stören
Den Berliner Schilderwald gibt das Z70 Ultra gut wieder
Im Dunkeln bitte nur die Hauptkamera nutzen
Im Dunkeln schwächeln alle Kameras außer der Hauptkamera deutlich, sodass die Aufnahmen der Ultraweitwinkel- und der Zoomkamera bei Nacht praktisch nicht zu gebrauchen sind. Die Frontkamera kann maximal in Full-HD-Auflösung filmen, sollte aber aufgrund ihrer Integration unter der Bildschirmoberfläche nicht für mehr als einfache Videogespräche herhalten müssen. Die Software ist beim Nubia 70 Ultra wie erwähnt die größte Hürde für gute Kameraaufnahmen, scheint mir.Dies gilt auch für die Benutzeroberfläche. In der Kamera-App gibt es ebenso einige zweifelhafte Design-Entscheidungen wie in der nun als Nebula AIOS bekannten hauseigenen angepassten Android-Version. So werden bestimmte Beschriftungen in der Kamera-App zumindest in der eingedeutschten Version doch unschön gestaucht und dadurch unlesbar.
NebulaOS hat eine durchaus ...
... ansprechende Oberflächengestaltung
NebulaOS tritt an die Stelle von MyOS
Auch sonst gibt es vereinzelt kleinere Details, bei denen sich das Nubia-eigene Interface deutlich von einem "normalen" Android oder den Interfaces von Konkurrenten wie Samsung unterscheidet. So gibt es zum Beispiel eine schier unüberschaubare Zahl von Einstellungsmöglichkeiten, mit denen man die Oberfläche in vielen Punkten den eigenen Wünschen anpassen kann.Insgesamt wirkt das Interface gut durchdacht und ist im Alltag angenehm zu nutzen. Die bei Nubia aufgrund seiner chinesischen Herkunft auch nach Jahren noch vorhandenen Übersetzungsfehler sind praktisch vollständig verschwunden und es gibt eigentlich nichts zu meckern, was die Bedienbarkeit angeht.
Google-Apps als Standard und keine Alternativen
Mittlerweile setzt Nubia übrigens in vielen Bereichen darauf, die von Google entwickelten Apps als Standard auf seinen Geräten zu verwenden. So ist Google Messages ebenso als Standard-App für den Versand von SMS vorinstalliert, wie Google Fotos als Galerie-App.Wer dies nicht wünscht, hat leider nicht wirklich die Möglichkeit, die Google-Apps zu ersetzen, weil es bei Android etwa schlicht nicht vorgesehen ist, die ab Werk festgelegte Galerie-App systemübergreifend zu ersetzen. Auch sonst ist Google auf dem Nubia Z70 Ultra zunehmend präsent, integriert man doch auch hier Google Gemini als Sprachassistent und KI-Helferlein.
ZTE steuert Echtzeitübersetzung für Anrufe bei
Abgesehen davon liefert Nubia interessanterweise auch eine KI-gestützte Übersetzungsfunktion mit, die vom Mutterkonzern ZTE stammt. Dabei werden Sprachanrufe in Echtzeit entweder mit Untertiteln versehen oder sogar per Sprachausgabe übersetzt wiedergegeben. Das System unterstützt neben Deutsch und Englisch auch Chinesisch (Simplified oder Traditional), Spanisch, Russisch, Italienisch, Portugiesisch, Französisch, Koreanisch, Thailändisch und Japanisch.Bei den Zielsprachen besteht die eine noch größere Auswahl, wobei das System sogar in der Lage ist, die Originalsprache gänzlich zu unterdrücken. Zumindest bei einem deutschsprachigen Anrufer konnte die "Real-Time Translation" der NebulaAI überraschend gute Ergebnisse mit einer englischsprachigen Sprachausgabe produzieren. Das Feature muss zur Verwendung in den Einstellungen des Betriebssystems aktiviert werden und klinkt sich dann in jeden eingehenden Anruf ein.
Game-Space für Spiele-Fans integriert
Neben der begrenzten Zahl an KI-Features, was heutzutage fast schon eine Erholung bedeutet, bringt das Z70 Ultra auch die von den Redmagic-Smartphones der Tochtermarke von Nubia bekannte Spiele-Oberfläche namens Game Space mit. Damit soll die Gaming-Nutzung des Geräts erleichtert werden, wobei allerhand Details wie Anzeigen für Taktraten und Bildwiederholraten geboten werden.Ordentliche Laufzeiten und neue Akkutechnik
Bei der Akkulaufzeit macht das Z70 Ultra mit dem auf 6150mAh gewachsenen Akku erwartungsgemäß eine gute Figur, wobei Nubia hier erstmals auf eine Zelle mit einer Anode aus Siliziumkohlenstoff setzt. Im Alltag hielt das Gerät in meinem Fall locker den ganzen Arbeitstag durch, wobei eine Screen-On-Time von durchschnittlich rund sechs Stunden üblich ist.
Das mitgelieferte und andere USB-PD-Netzteile füllen den Akku in maximal 45 Minuten
Lässt man das Gerät einfach nur liegen und bei reduzierter Helligkeit Videos abspielen, sind bis zu 17 Stunden Laufzeit möglich. Selbst bei der Spielenutzung sind gut acht Stunden wohl kein Problem, wobei ich dazu sagen muss, dass es sich dabei um eine Schätzung handelt, weil ich schlicht nicht die Zeit hatte, derart viel Zeit mit Gaming zu verbringen. Nach zwei Stunden Fortnite waren jedenfalls noch etwas über 70 Prozent Akkustand übrig.
Die Energieversorgung des Nubia Z70 Ultra erfolgt mittels eines mitgelieferten 80-Watt-Netzteils zügig. Nach höchstens einer Dreiviertelstunde ist der große Akku voll, wobei das Gerät durchaus etwas warm werden kann, was Mancher vielleicht unangenehm finden kann. Mit USB-Power-Delivery-Netzteilen lässt sich das Gerät übrigens ebenfalls angenehm schnell laden.
Kein Wireless-Charging und etwas mehr Bass als zuvor
Auf Wireless-Charging muss man beim Nubia Z70 Ultra trotz der Positionierung als Flaggschiff-Smartphone verzichten. Dafür gibt es aber eine gerade bei der Spielenutzung begrüßenswerte Funktion, mit der man das Nachladen des Akkus deaktivieren kann, während ein Netzteil angeschlossen ist. Außerdem kann man einen beliebigen maximalen Ladestand zwischen 20 und 90 Prozent festlegen, um so den Akku zu schonen.
Nubia liefert endlich ein ordentliches Cover mit
Die Lautsprecher des Nubia Z70 Ultra sind im Vergleich zu anderen Geräten noch immer ein Schwachpunkt. Zwar hat sich der Klang gegenüber dem Vorgängermodell etwas gebessert, das Ganze klingt aber noch immer sehr blechern, auch wenn es nun mehr Bass gibt. Wie zuvor neigt das Gerät bei maximaler Lautstärke zum "Zerreißen", was bei der geringen Größe der Lautsprecher aber eigentlich auch nicht überrascht.
Das Nubia Z70 Ultra klingt 'ganz gut'
Ja, der Geheimtipp ist wieder da
Insgesamt ist das Nubia Z70 Ultra einmal mehr ein gelungenes High-End-Smartphone der chinesischen Marke, das mit Einstiegspreisen ab nur 750 Euro mit seinem Metallrahmen und einer ausreichend guten Kamera sowie mehr als genug Leistung und guter Akkulaufzeit überzeugen kann. Von uns gibt es für das Gesamtpaket derzeit durchaus eine Kaufempfehlung, wobei Nubia das Gerät über seinen hauseigenen Online-Store auch in Deutschland vor allem direkt verkauft.Gerade für Menschen, die nicht weit über 1000 Euro in ein Android-Smartphone stecken wollen oder vielleicht ein eher ungewöhnliches Gerät wünschen, das nicht einfach nur das nächste Samsung oder iPhone ist, kann das Nubia Z70 Ultra ein Geheimtipp sein.
Und auch für Kunden, die dem Selfie-Wahn in diesen Tagen entfliehen und einfach nur einen starken, zuverlässigen Begleiter suchen, der den maximalen Raum auf dem Display gut ausnutzt, ist das neue Nubia-Flaggschiff meiner Meinung nach eine Empfehlung wert. Gamer profitieren vom Verzicht auf das Kameraloch im Display natürlich ebenfalls.
Preise ab 749 Euro - zu Ostern mit 20 Euro Rabatt
Das Nubia Z70 Ultra ist über den Online-Store des Herstellers zu Preisen ab 749 Euro zu haben (12/256GB). Aktuell gibt es im Rahmen einer Osteraktion einen Nachlass von 20 Euro, sodass der Preis auf 729 Euro fällt. Das 80-Watt-Netzteil liegt dabei ebenso bei wie ein einfaches Case. Für 849 Euro gibt es die Version mit 16 GB RAM und 512 GB internem Flash-Speicher. Wer es ganz "dick" braucht, kann für 969 Euro auch das Modell mit einem Terabyte Festspeicher und ganzen 24 GB Arbeitsspeicher bekommen.| Technische Daten zum ZTE nubia Z70 Ultra | |
|---|---|
| Display | 6,85-Zoll, AMOLED, 2688 x 1216 px, 430 ppi, 144 Hz |
| Prozessor | Qualcomm Snapdragon 8 Elite |
| RAM | 12 GB / 16 GB / 24 GB RAM |
| Interner Speicher | 256 GB / 512 GB / 1 TB UFS 4.0 |
| Kamera | Hauptkamera: 50 MP, ƒ/1,59, var. Blende, OIS Ultraweitwinkelkamera: 50 MP, ƒ/2.0 Teleobjektiv: 64 MP, ƒ/2.0 |
| Frontkamera | 16 MP UDC |
| Akku | 6150 mAh, 80 Watt Schnellladung |
| Konnektivität | Dual-SIM, Wi-Fi 7, Bluetooth 5.4, GPS, NFC, USB-C |
| Features | IP69, Under-Display-Kamera |
| Maße / Gewicht | 164,3 x 77,1 x 8,6 mm / 228 g |
| Farben | Schwarz, Blau, Gelb |
Zusammenfassung
- Nubia Z70 Ultra: High-End-Smartphone mit vollflächigem Display ohne Loch
- Leistungsstarke Hardware mit Snapdragon 8 Elite und bis zu 24 GB RAM
- Kamerasystem mit variabler Blende und 50-MP-Hauptsensor, aber Software-Mängeln
- Großer 6150-mAh-Akku mit schnellem 80-Watt-Laden, aber ohne Wireless-Charging
- Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis ab 729 Euro für ein High-End-Gerät
- Ungewöhnliches Design mit Metallrahmen und Under-Display-Frontkamera
- Nebula AIOS als angepasste Android-Version mit vielen Einstellungsmöglichkeiten
Siehe auch:
- Nubia Z70 Ultra: Das günstige Flaggschiff-Smartphone kehrt zurück
- Leak zeigt neues Nubia-Flaggschiff mit unglaublich dünnem Displayrand
- Nubia Z60 Ultra im Test: Der Geheimtipp unter den Top-Smartphones?
- Nubia Flip: bisher günstigstes Foldable-Smartphone startet für 599 Euro
- Nubia Z50S Pro vorgestellt - Smartphone mit 35-mm-Kamera
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